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Karlsruhe Marktplatz im Kombi-Chaos: Pyramide offen - Blumenmarkt und Brunnen ziehen um

Der Karlsruher Marktplatz - das erste, was dem Fächerstädtler bei diesem Stichwort einfällt, sind wohl Pyramide, Rathaus, Ludwigsbrunnen und - wie sollte es anders sein: Marktstände. Baugruben, Kräne, Staub: Bald ist das Bild ein etwas anderes - die Großbaustelle der Kombilösung steht an und bringt eine zeitweise Umstrukturierung des Marktplatzes mit sich. Wussten Sie, dass der Brunnen die Kombi-Zeit in einer Denkmal-Pension überwintern wird?

Nanu? Wurden etwa Informationen über versteckte Hieroglyphen bekannt oder warum stand am Montag die Karlsruher Pyramide am Marktplatz heute offen? Mysteriös - schließlich spukt es doch laut Legende in den alten Gemäuern...

Ludwigsbrunnen zieht vorrübergehend in Denkmal-Pension

Nein, bei den Männern mit Helm handelt es sich nicht um Archäologen - sondern um Spezialisten eines städtischen Ingenieurbüros. Denn bald steht die Kombi-Großbaustelle am fächerstädtischen Marktplatz an. Damit diese nicht zur Gefahr für das Karlsruher Wahrzeichen wird, unternimmt man derzeit Messungen im Inneren des Bauwerks, die Auskunft über die Einwirkungen der Bauarbeiten auf die Pyramide geben, so heißt es in einer Pressemitteilung der Kasig. So will man beispielsweise herausfinden, welchen Einfluss eventuelle Erschütterungen auf die Wände haben könnten.

Bei der Öffnung der Pyramide betraten die Techniker lediglich den hinter dem Eingang auf der Nordseite der Pyramide gelegenen Raum, das geht weiter aus der Pressemeldung hervor. Die darunter liegende Kammer, in dem die Gebeine des Stadtgründers Karl-Wilhelm ruhen, wurde nicht geöffnet. Damit Karlsruhes Wahrzeichen ausgiebig vor der Kombilösung geschützt bleibt, soll das Äußere der Pyramide zudem in den nächsten Wochen mit einem Schutz gegen Verschmutzungen ausgerüstet werden. Ähnliche Maßnahmen wurden auch schon an anderen Gebäuden in der Kaiserstraße vorgenommen, die sich sehr nah an den Baugruben befinden.

Auf das Plätschern vor dem Rathaus werden die Besucher des Karlsruher Marktplatzes bald vorübergehend verzichten müssen: "Am 15. Oktober wird der Brunnen abgebaut", bestätigt ein Sprecher der Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Kasig) im Gespräch mit ka-news am Montag. Dafür zuständig sei ein Steinmetz, der das Denkmal dann in Einzelteilen abbauen soll. "Gar keine so einfache Angelegenheit" - aber was passiert eigentlich mit dem Brunnen, auf dem Großherzog Ludwig I. in Form einer Steinstatue wacht?

Blumenmarkt rückt Sonne entgegen

Für Transport und die Aufbewahrung bis zum Ende der Kombi-Arbeiten sei das Gartenbauamt verantwortlich. "Es gibt extra für solche Fälle eine Art Denkmal-Pension in Karlsruhe - eine Lagerstätte für restaurierungsbedürftige oder zwischenlagernde fächerstädtische Monumente", erklärt der Kasig-Sprecher weiter. Hier warte mittlerweile auch das Leibgrenadierdenkmal bekrönt mit dem badischen Greif, das sonst den Europaplatz verschönert, auf die Fertigstellung der Kombilösungsarbeiten - erst dann dürfe es wieder umziehen. Der Abbau des Großherzog-Ludwig-Denkmals wird voraussichtlich am 8. November beendet sein. Übrigens: Unabhängig von den Kombilösungsbauarbeiten wird derzeit auch am Karlsruher Rathaus gewerkelt - pünktlich zum 300. Stadtgeburtstag 2015 soll das von Weinbrenner entworfene Haus in neuem roten Glanz erstrahlen.

Rosen sind rot, Veilchen sind blau: Der Karlsruher Blumenmarkt wird umgebaut. Neben dem Ludwigsbrunnen gehören auch vier Verkaufsstände mit bunten Schirmen zum Bild des Marktplatzes - täglich verkaufen Händler hier auf einer Fläche von etwa 48 Quadratmetern neben regionalen und exotischen Blumen auch Gemüse und Obst. Normalerweise reiht sich die Auslage um die Pyramide - im Zuge der Baumaßnahmen ab Mitte November und vorangehender Testbohrungen muss der Blumenmarkt nun jedoch um einige Meter in Richtung Süden verrückt werden, darüber informierte am Montag Marktamtsleiter Baumbusch vor Ort. Ab Montag, 7. Oktober, erwarten Sonnenblumen, Geranien und Co. die Laufkundschaft folglich in Höhe des, zu diesem Zeitpuntk zunächst noch vorhandenen, Brunnens. Die Marktsaison endet am 14. November - "und dann steht ja auch schon bald der Christkindlesmarkt auf dem Programm", freut sich Baumbusch. Letzterer wird dieses Jahr übrigens auf den Friedrichsplatz verlegt.

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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (233 Beiträge)

    01.10.2013 07:46 Uhr
    Mathe ist nicht gerade
    die Stärke unserer Redaktion zwinkern das ist natürlich geändert
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (3577 Beiträge)

    01.10.2013 12:22 Uhr
    der Alkoholismus unter Mathematik-Professoren hat seine Ursachen
    ohne eine ordentliche Flasche Wein läßt sich heutzutage keine Mathe-Klausur korrigieren. Sonst wäre nicht zu ertragen, was der Mathe-Nachwuchs so dahinkritzelt.
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  •   ElAnduri
    (319 Beiträge)

    01.10.2013 13:27 Uhr
    Das meinte mein
    Mathe-Prof damals auch. Nur für ihn bitter ist, dass seine Studis ihm kein Weinchen über 5€ schenken dürfen, so fiel das Ergebnis doch leider nie wie von vielen gewünscht aus :D
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (10716 Beiträge)

    15.10.2013 06:33 Uhr
    Als ob
    ein "Mathe-Prof" heutzutage Mathematik-Klausuren korrigiert. Das machen maximal die Hiwis oder Assis vom Lehrstuhl.
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