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Karlsruhe Kombilösung zum Anfassen: "Tag der offenen Baustellen" enthüllt Untergrund

Am Samstag, 16. September lädt die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Kasig) zum "Tag der offenen Baustellen" ein. Baustellen der Kombilösung können unter die Lupe genommen werden - dieses Jahr sind die Haltestellen Marktplatz und Kongresszentrum dran.

Mit dem "Tag der offenen Baustellen" in den künftigen unterirdischen Haltestellen Marktplatz und Kongresszentrum präsentiert die Kasig zum dritten Mal in der Baugeschichte der Kombilösung große Baustellen der Öffentlichkeit. An diesem Samstag können Besucher der Kasig zufolge von 11 Uhr bis 20 Uhr unter dem Marktplatz und von 11 bis 18 Uhr am Kongresszentrum gleich zwei Haltestellen mit besonderen Merkmalen besichtigen.

Haltestellen Marktplatz und Kongresszentrum geöffnet

Die Haltestelle Marktplatz sei mit später einmal drei Gleisen - zwei davon seien durchgängig - die größte Haltestelle. In sie können Besucher über Treppen etwa 17 Meter tief hinuntersteigen und dort den Haltestellenrohbau anschauen. Fachleute erläutern den Besuchern auch die Bauweise dieser unterirdischen Station.

Dagegen gelangen Besucher über die Rampe zwischen Augartenstraße und Vierordtbad, über die später auch die Bahnen in den Tunnel ein- und wieder aus ihm herausfahren, in die Haltestelle Kongresszentrum. Sie sei von den insgesamt sieben zu errichtenden neuen unterirdischen Stationen diejenige mit der geringsten "Überdeckung", liege also dicht unter der Straßenoberfläche. Daher weise sie als einzige unterirdische Station Oberlichter auf, durch die Tageslicht einfallen könne.

Tag der offenen Baustelle
Beim Tag der offenen Baustelle 2016 kamen 10.000 Besucher | Bild: KASIG

Vielfältiges Rahmenprogramm geboten

Oberirdisch werden in einem Zelt auf dem Marktplatz Informationen zur Kombilösung angeboten. Außerdem gebe es eine Bühne, auf der den ganzen Tag über Musik und sogar eine Modenschau stattfinde. Ein großer Sandkasten für "kleine" Tunnelbauer komplettiere das Erlebnis rund um die Baustelle.

Eingebunden in den Tag der offenen Baustellen sei auch die Gastronomie rund um den Marktplatz bis hin in die Karl-Friedrich-Straße zum Rondellplatz sowie die Einzelhändler und die Gastronomie in der Ettlinger Straße, die am Rampeneingang Höhe Augartenstraße Besuchern ein kulinarisches Angebot unterbreiten.

Tag der offenen Baustelle
Am 16. September gibt es erneut das Angebot für einen Gang "nach unten" | Bild: KASIG

Für den Gang in die unterirdischen Haltestellen Marktplatz und Kongresszentrum sei keinerlei Sicherheitsausrüstung notwendig, der "Einstieg" erfolge oben auf dem Marktplatz vor der Stadtkirche beziehungsweise an der Ecke Ettlinger Straße/Augartenstraße. Unbedingt notwendig sei jedoch festes Schuhwerk mit flachen Absätzen, eine gute körperliche Konstitution sowie Schwindelfreiheit.

Der Zugang nach unten in die Haltestelle Marktplatz und der Wiederaufstieg erfolgen über Bautreppen und seien daher nicht barrierefrei. Kinder müssen mindestens sechs Jahre alt und zusätzlich mindestens 1,10 Meter groß sein, um an dem Besuch der Haltestelle teilnehmen zu können.

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  •   Crackerjack
    (1418 Beiträge)

    14.09.2017 19:20 Uhr
    Na sowas
    //Kinder müssen mindestens sechs Jahre alt und zusätzlich mindestens 1,10 Meter groß sein, um an dem Besuch der Haltestelle teilnehmen zu können.//

    Wenn das Ganze fertig ist, duerfen dann die Kleineren dort rein?

    Allen Kindern steht das Wasser bis zum Hals nur nicht Reiner der ist kleiner.
    Schwindelferei wird dort gelogen?
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  •   udoh
    (1683 Beiträge)

    14.09.2017 09:49 Uhr
    Prima, ca. 6 Stockwerke hoch und runter für eine Millarde
    ... ohne die Rolltreppen das teuerste Fitnessstudio der Welt.
    Beim Bestaunen des Hohlkörpers nicht vergessen, dass uns jeder METER Tunnel umgerechnet ca. 300.000 EUR kostet. (Annahme 3km für eine Millarde) Das Ganze ohne die zusätzlichen Betriebskosten von nochmal 3.000 EUR pro METER und Jahr! (Stimmen die 10.000.000 EUR ZUSÄTLICH im Jahr noch?)
    Also hätte man tatsächlich für jeden Meter Tunnel eine ganze Wohnung bauen können?
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  •   udoh
    (1683 Beiträge)

    14.09.2017 09:57 Uhr
    Leider kann man sich den Wert von soviel Geld nicht vorstellen
    hat jemand mal 10.000 EUR zusammengespart? Dafür gibts dann fast 5cm Tunnel!

    Dann weiß man wie teuer man für die großen Hallen bezahlt - dann ist es nicht mehr beeindruckend groß sonder nur noch beeindruckend ******
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  •   betablocker
    (752 Beiträge)

    14.09.2017 22:45 Uhr
    Hab ich
    bar im Nachtkäschtle. Kann man das vorort in bar begleichen?
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  •   1401Ger
    (14 Beiträge)

    14.09.2017 10:59 Uhr
    Populismus ist populär
    Ich nehme an die Deutschen Autobahnen die zwischen 10 000 und 100 000 € pro Meter kosten boykottieren Sie auch? Vorzurechnen was Infrastruktur für die Allgemeinheit kostet und es dann herunterzubrechen auf eine Person um zu zeigen dass es das nicht wert ist macht so nur begrenzt Sinn. Wieviele Leute nutzen diese Infrastruktur denn pro Jahr und für wie viele Jahre? Wenn wir annehmen dass etwa die Hälfte der 170 Mio KVV Fahrten pro Jahr von dem Projekt profitieren sind wir bei etwa 60 Cent Mehrkosten pro Person und Fahrt bei einer Betriebszeit der Tunnel von 20 Jahren. Das beinhaltet auf der einen Seite nicht die von Ihnen angesprochenen Betriebskosten, ignoriert aber auch vollkommen potentiellen Mehrnutzen für die restliche Bevölkerung (Mehr Platz oberirdisch, weniger Krach, weniger Unfälle). Ob es das wert ist sei dahin gestellt, aber vielleicht sollte man wenigstens den Versuch unternehmen den Verstand für diese Entscheidung zu nutzen.
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  •   betablocker
    (752 Beiträge)

    14.09.2017 22:50 Uhr
    Kein Beispiel
    ist absurd genug (und so ernst hats der udoh ja nicht gemeint) um zum Nachdenken anzuregen was wieviel Geld ist.

    Fünf Zentimeter Tunnel sind 10 neue iPhones, das wär ein gutes Beispiel für Jugendliche. grinsen
    Hauptsache man denkt überhaupt über was nach.
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