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Karlsruhe Kombilösung: Was halten die Karlsruher von der Kaiserstraßen-Sperrung?

Die östliche Kaiserstraße wird ab Ende April sieben Monate für den Bahnverkehr komplett gesperrt. Mit dieser Maßnahme will der neue Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) die Bauarbeiten für die Karlsruher Kombilösung beschleunigen. Die Sperrung bedeutet jedoch weitere Einschränkungen für die Karlsruher Bürger. ka-news wollte deshalb wissen, was Passanten in der Innenstadt davon halten.

"Die Beeinträchtigung durch die Bauarbeiten für die Kombilösung sind eh schon sehr groß", findet Volker Eichhorn, der jeden Tag für die Arbeit in die Innenstadt von Karlsruhe fahren muss.

"Man hat nie die Sicherheit"

Die Umleitungen würden ihn zwar im Großen und Ganzen nicht so sehr stören, dafür aber vor allem der Lärm. "Immer wenn man von A nach B will ist man von Lärm umgeben, er ist ein ständiger Begleiter." Und gerade für die Geschäfte sei es am schlimmsten, so Eichhorn weiter.

Brigitte Heilmann ist zusammen mit ihrer Tochter  Marina  unterwegs. Sie sind der Meinung, wenn dadurch wirklich eine Verkürzung der Bauzeiten bewirkt werden kann, fänden sie dies in Ordnung. "Aber man kann sich ja nie sicher sein", zweifeln sie ebenfalls. Außerdem bedauern sie die Umstände für die Einkaufsläden auf der Kaiserstraße. Gerade die Laufkundschaft würde den Geschäften zwischen Marktplatz und Kronenplatz verloren gehen, mutmaßen die beiden.

Ganz anders sieht das Carina Hagel. Die junge Frau findet die Sperrung überhaupt nicht gut. "Ich hätte lieber eine längere Bauzeit in Kauf genommen", erklärt sie ka-news. Sie hätte es laut eigenen Angaben eher begrüßt einen freien Bahnverkehr zu haben als eine 7-monatige Sperrung erdulden zu müssen.

Zu großer Aufwand für eine zu kleine Stadt

Isidore Tillers ist gebürtige Australierin und lebt erst seit wenigen Monaten in Karlsruhe. "Ich finde Karlsruhe ist eine eher kleine Stadt, wenn ich sie mit meiner Heimatstadt in Australien vergleiche", erzählt sie. "Ich finde die Bahn wie sie jetzt ist reicht, ich weiß nicht warum ein so großes Projekt überhaupt notwendig ist."

Siehe auch:

Kombilösung: Kaiserstraße wird 7 Monate gesperrt - Mentrup will Bauzeit verkürzen

Kombilösung: Sperrung der Kaiserstraße - nicht alle Stadträte begeistert

Mehrkosten, Verzögerungen und Baufortschritt: Mehr Infos rund um die Karlsruher Kombilösung gibt es in unserem Dossier. Hier klicken!

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Kombilösung Karlsruhe | ka-news.de: Baufortschritt, Mehrkosten, Sperrungen und Verzögerungen: Mehr Infos und Fotos von der Karlsruher Kombilösung finden Sie in unserem Dossier!
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  •   Roland_112
    (68 Beiträge)

    17.03.2013 09:23 Uhr
    Mehrheit für Sperrung
    Die Sperrung ist zwar nicht gut, wir haben jedoch keine andere Wahl um schneller voran zu kommen. Daher dürfte auch eine eindeutige Mehrheit der Umfrage dafür gewesen sein.

    Die Karlsruher BNN hat sich wohl zu den U-Strab-Gegenern oder Sperrungsgegnern geschlagen und macht bei ihrer Berichterstattung massiv Stimmung gegen die Sperrung. (siehe "Der Sonntag" vom 17.03.2013.
    Schade dass man bei den BNN nicht mehr neutral berichtet. Daher auch ein Lob an KA-News.
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  •   EiserneEngel
    (92 Beiträge)

    17.03.2013 04:06 Uhr
    mosert doch
    rum soviel ihr wollt. Ihr hattet eure Chance dagegen zu stimmen und habt nicht genug getan. Ist so wie bei S21, die Abstimmung wurde gemacht und jetzt läufts halt. Es konnte einem doch bei beiden Projekten klar sein das es länger dauert und teurer wird und trotzdem wurde dafür gestimmt.
    Ich bin sogar der Meinung das es schon beim ersten Mal hätte gebaut werden müssen aber da waren ja leider zu viele dagegen, selbst so "Affen" wie Sean Dundee der da erst kurz in KA gewohnt hatte und auch recht kurz danach wieder weg war.
    Jetzt wartet halt einfach mal ab was in 6 Jahren oder so draus wird. Ich denke das es schön werden wird endlich mal Weihnachten auf der Kaiserstraße zu laufen ohne mich nach einer Bahn umzuschauen
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  •   JeanneDarc
    (366 Beiträge)

    16.03.2013 17:38 Uhr
    est wenn
    -die Tunnelunterhaltungskosten nicht mehr bezahlbar sind
    -die Kriegsstrassenbahn wegen leerer Kassen nicht mehr gebaut werden kann
    -im Tunnel die ersten schweren Unfälle passiert sind
    -die Straftaten in den ach so gut beleuchteten Haltestellen ansteigen
    - der restliche Strassenbahnverkehr dann auch nicht mehr finanziert werden kann.
    - der Tunnel wieder zugeschüttet wird
    und alles wieder so gemacht wird wie es einmal war
    Dann - erst dann werdet ihr merken dass diese Planung
    Sch.-ei.sse war und dass man mit Grössenwahn kein Nahverkerhsnetz am Leben erhalten kann..
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  •   ralf
    (3745 Beiträge)

    16.03.2013 02:02 Uhr
    20 Minuten
    Das ist aber steigerungsfähig.

    Interessant fand ich, dass die Anzeigetafeln in der City die Sperrung teils berücksichtigt haben, während andere andere Anzeigetafeln, an denen ich später vorbeigekommen bin auch Bahnen Richtung Durlach angezeigt haben. So ganz gestimmt hat wohl wie übl(ich)erweise keine Anzeigetafel. Besonders deutlich wurde mir das bei der S41, mit der ich heimgefahren bin. Als ich am Durlacher Tor in die S41 gestiegen bin, war diese laut Anzeigetafel schon vor 4 Minuten abgefahren. Am Marktplatz wurde die S41 bei Abfahrt mit "in 7 Minuten" angezeigt. Die nächste S41 sollte laut Fahrplan 68 Minuten später kommen (etwa 65 Minuten nach Abfahrt).
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (14337 Beiträge)

    16.03.2013 00:15 Uhr
    Da hat man Euch aber ganz schön ver...äppelt :-)
    Schließlich würden die großen Baustellen in der Kaiserstraße nur am Europaplatz und am Marktplatz offen liegen. Die Fahrröhren würden per Schildvortrieb gebaut, wodurch auf der Kaiserstraße keine großen Belastung auftreten würde. Die oberirdischen Baustellen sollen so gestaltet sein, dass der Zugang zu den Einzelhandelsgeschäften frei bleibe. Auch meint Ludwig, dass die Baudauer nicht wie von der Bürgerinitiative dargestellt zehn Jahre betragen werde. Die gesamte Bauzeit für das Projekt veranschlagt er mit maximal sechs Jahren. Einzelne Bauabschnitte würden in wesentlich kürzerer Bauzeit fertig gestellt, so dass nicht an einer Stelle sechs Jahre lang ein Bauzaun den Weg versperre. Danach könnte die U-Strab eventuell doch zum 300. Stadtgeburtstag 2015 fertig sein.
    Was interessiert mich mei Gschwätz von gestern zwinkern
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  •   vielfahrer
    (423 Beiträge)

    16.03.2013 13:07 Uhr
    wusste gar nicht,
    dass Ludwig noch im Amt ist. Oder anders ausgedrückt: was sein(e) Nachfolger verbocken, muss man nicht dem Ex-Chef anlasten. Bin ziemlich sicher, dass Ludwig von Anfang an den Druck gemacht hätte, den die Kasig und die Stadt seit vielleicht einem Jahr erst machen ...
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  •   wolkenschauer
    (1480 Beiträge)

    16.03.2013 08:49 Uhr
    Teure steuergeldfinanzierte Angstmacherei für Märchen-Projekte - reicht !
    Sowas kommt nur durch, wenn ein genügender Schlag von Leut weiterhin bereit ist solch Heilsbringer-Macher-Märchen zu glauben. Hier ist man dem 'Schienen-Papst' (und der teuren Angst-Kampagne von Fenrich, JA-Sagern und SPD-Genossen-der-Bosse (äh einer üblichen korruptionsfördernden Desinformations-Verklärungs-Kampagne)) auf den Leim gegangen. Es wurde eine idyllisch-dauerlächelnde immerfroh-gutgelaunte Konsumenten-Liebespaar-Meile (vom Grün allerdings weitgehend bereinigte, betongraudominiert-versiegelt) versprochen, die nur durch kurzfristige, kaum spürbare Injektionen zu haben wäre. Natürlich in der ständigen Warnung vor 'gelben Wänden' - wie immer - völlig alternativlos. Und als des Volkes Meinung sich trotzdem mehrheitlich zu wandeln schien, neben der Angstmacherei sich sowas wie gesundes Nachdenken breitmachte; fragwürdig zusammengetrommelte Mehrheiten für den überdimensionierten Unsinn schwanden, gabs ja noch willfährige Mannheimer-Gerichte und die Baitinger-SPD ('Querulanten').
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  •   wolkenschauer
    (1480 Beiträge)

    16.03.2013 09:25 Uhr
    ...
    Und wenn das drastisch fehlgeplante Unsinns-Projekt dann - natürlich vöööllig überraschend-unvorstellbar - in geldfressender Baustellen-Lärm-Landschaft versinkt, heisst es dann Augen-zu-und-durch, koste es was es wolle, bis nix mehr geht. Zurück bleiben die üblichen drei Affen, ne Menge mutwilliger Zerstörung, Planierung, nachhaltiger Ruin, ein dauergeschädigtes Karlsruher-Modell und Verantwortliche ohne Verantworten-Müssen (Duck und Weg !). Die Taschen ohne die Spur von materiellen Lebensrisiken prall gefüllt, ausgesorgt. In Biographien verewigt, verklärt...
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  •   Waterman
    (6776 Beiträge)

    15.03.2013 20:00 Uhr
    Schön,
    wenn die Bewohner einer Stadt noch solche Probleme haben können.
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  •   yokohama
    (3456 Beiträge)

    16.03.2013 15:22 Uhr
    So ist es,
    absolute Luxus-"Probleme"...
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