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Karlsruhe Kombilösung: Tunnel-Rohbau soll bis Ende 2017 stehen

Nachdem beim Jahrhundertprojekt Kombilösung in der Vergangenheit nicht immer alles nach Plan gelaufen war, befindet sich der Tunnelrohbau unter der Kaiserstraße inzwischen auf der Zielgeraden. Die Bauherrin rechnet mit keinen weiteren Verzögerungen. Bis zum Ende des Jahres sollen die Rohbauarbeiten abgeschlossen sein.

Man halte am Betriebsbeginn im Jahr 2021 fest, sagte Oberbürgermeister Frank Mentrup am Dienstag bei einer offiziellen Baustellenbegehung unter der Kaiserstraße. Mit Beginn des kommenden Jahres soll dann der Innenausbau im Tunnel starten. Insgesamt zwei Jahre sind dafür eingeplant. 2020 soll der Straßenbahntunnel unter der Fußgängerzone dann in Betrieb gehen. Der 1,6 Kilometer lange Autotunnel in der Kriegsstraße soll ein Jahr später fertiggestellt werden.

Mit Abschluss des Tunnelrohbaus ist dann zwar ein wichtiges Etappenziel erreicht, doch der Innenausbau wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen." Dazu gehört das Verlegen von Leitungen und Schienen, das Betonieren der Bahnsteige, die Kiesfüllung des Gleisbettes, Anlegen des Gleisbettes, die Installation der Rolltreppen, die Fertigstellung der Treppenauf- und abgänge sowie die Strom- und Wasserversorgung", so Achim Winkel, Sprecher der Karlsruher Schieneninfrastruktur Gesellschaft (Kasig), im Gespräch mit ka-news. 

 

 

Auch der Schalwagen, der in den vergangenen Wochen zusammengebaut wurde, wird laut Bauherrin im August seine Arbeit aufnehmen. Der Wagen soll die Innenschale der Tunnelröhre betonieren und bis Oktober im Einsatz sein.  

Oberirdische Baustellen sollen bis Ende des Jahres verschwinden

Für die sieben Haltestellen und die Rolltreppen sind laut Kasig keine oberirdischen Baustellen mehr notwendig. Bis Dezember sollen sie weitgehend aus dem Stadtbild verschwunden sein. "Wir werden dann andere Zufahrtswege nutzen", so Kasig-Geschäftsführer Uwe Konrath.

Nicht alle Bauabschnitte der sieben unterirdischen Haltestellen sind derzeit auf dem gleichen Stand. Das sei aus organisatorischer Sicht allerdings auch nicht möglich; bis Jahresende werde man allerdings an allen sieben Stationen soweit sein, versichert Pressesprecher Winkel. An der künftigen Station am Durlacher Tor seien bereits Fundamente für Treppen Auf- und Abgänge sowie eine Transferebene betoniert. Hier soll im August mit dem Innenausbau begonnen werden.  

"Seit einem Jahr läuft alles rund" 


Oberbürgermeister Mentrup, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Kasig ist, ist mit dem derzeitigen Verlauf der Bauarbeiten im Tunnel zufrieden. "Ich habe den Eindruck gewinnen können, dass es seit einem Jahr alles rund läuft. Wir halten unsere vereinbarten Fristen ein und wenn wir mit dem Rohbau bis Ende des Jahres fertig sind, sollten wir vor den meisten Gefahren gefeit sein."

Verschiedene Fachfirmen werden sich nach Aussage des Karlsruher Stadtoberhaupts um die Arbeiten des Innenausbaus kümmern, in den meisten Fällen handele es sich dabei um Routinearbeiten. Ob man am Ende im Zeitplan bleibe, hänge aber davon ab, wie die unterschiedlichen Tätigkeiten der Fachfirmen beim Innenausbau ineinander greifen, so Mentrup. 
 

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  •   melotronix
    (2250 Beiträge)

    19.07.2017 13:18 Uhr
    kann eigentlich jemand..
    ..aus dem Rathaus endlich mal Auskunft geben, ob und wenn ja, welche Linien noch oberirdisch fahren?
    Da wollte jemand um jeden Preis eine bahnfreie Fussgängerzone ....
    schickt den Rest der Bahnen wenigstens über die Kriegsstrasse!
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  •   dipfele
    (4237 Beiträge)

    20.07.2017 02:03 Uhr
    Desshalb....
    .... wird ja die Kriegstrasse untertunnelt. Die Linien die nicht durch den Tunnel passen, fahren dann dort.
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  •   MichaelObert
    (157 Beiträge)

    19.07.2017 17:00 Uhr
    Zwischen
    Kronenplatz und Europaplatz und zwischen Marktplatz und Kongresszentrum wird es [b]keine[b] oberirdischen Bahnen mehr geben. Das heißt dieser Abschnitt ist schienenfrei. Lediglich zwischen Durlacher Tor und Fritz-Erler-Straße und zwischen Mühlburger Tor und Karlstraße wird es Mischverkehr (oben und unten; oben jeweils abknickend in die Erler- bzw. Karlstraße) geben. In einer kurzen Übergangszeit (wenn der Stadtbahntunnel schon in Betrieb, aber die Kriegsstraße noch nicht fertig ist (mit Straßenbahn oberirdisch zwischen Mendelssohnplatz und Karlstraße) wird es in der Fußgängerzone Mischverkehr (oben und unten) geben. Der Liniennetzplan wird natürlich dann in ca. 4 Jahren nach den danach ermittelten Erfordernissen gestaltet. Bis dorthin dürften auch weitere Linienergänzungen, wie die Trasse nach Knielingen Nord, zur Verfügung stehen. Liniennetzpläne werden übrigens in KA und anderswo, auch ohne Baumaßnahmen, von Zeit zu Zeit neuen Erfordernissen angepasst.
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  •   Bahnnutzer100
    (135 Beiträge)

    21.07.2017 16:12 Uhr
    Weiterhin oberirdische Linien in der Kaiserstraße?
    Wenn Herr Obert noch nicht weiß welches Liniennetz notwendig sein wird, dann kann er aber die oberirdische Führung einiger Linien in der Kaiserstraße nicht ausschließen. Oder er will keine schlafenden Hunde wecken und keinen Protest hervorrufen. Denn wenn die Bahnen ausschließlich durch den Tunnel rollen, dann kommen die Bewohner im Einzugsbereich der Rüppurrer Straße und im Einzugsbereich der Karlstraße nicht mehr direkt zum Marktplatz!
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  •   IchKA
    (357 Beiträge)

    20.07.2017 08:54 Uhr
    Die gute Nachricht Herr Obert:
    Sie sind dann nicht mehr da, was die meisten Karlsruher kaum erwarten können !
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  •   dipfele
    (4237 Beiträge)

    20.07.2017 02:08 Uhr
    Das verhält sich so....
    .... wie wenn ein Haus gebaut wird und die Bauherren wissen noch nicht, wie es genutzt werden soll.
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  •   redaktion
    (905 Beiträge)

    19.07.2017 13:24 Uhr
    @melontrix
    Danke für die Nachfrage. Wir haben dieses Thema bereits in einem Artikel behandelt. Aktuell hüllen sich die VBK, die für den Liniennetzplan zuständig sind, aber noch in Schweigen, welche Bahnen ober- und welche unterirdisch fahren werden.
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