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Karlsruhe Kombilösung: Trotz Baustellen - KVV will Fahrpreise erhöhen

Nach Angaben der Verkehrsmanagementzentrale der Stadt Karlsruhe ist die Fächerstadt derzeit von insgesamt 28 Baustellen und 15 Straßenvollsperrungen durchzogen. Fahrgäste des Karlsruher Verkehrsverbunds (KVV) müssen daher Umleitungen, längere Fahrzeiten, weitere Wege zu Haltestellen und Verspätungen in Kauf nehmen. Trotz dieser Einschränkungen hält der KVV an einer Preiserhöhung für den kommenden Winter fest. Werden die Fahrgäste dafür Verständnis haben?

Baustellen sorgen derzeit überall in Karlsruhe für Einschränkungen im Öffentlichen Nahverkehr. Viele Fahrgäste sind daher mit dem KVV unzufrieden. Das ergab kürzlich auch eine ka-news-Umfrage. 41,5 Prozent der Umfrageteilnehmer geht die Kombilösungs-Baustelle auf die Nerven. Viele geben an, deswegen ihre Monatskarte abbestellt zu haben und auf das Auto umgestiegen zu sein. 28,12 Prozent ärgern sich zwar über die täglichen Strapazen, sind aber auf den Nahverkehr angewiesen.

KAL kritisiert Preiserhöhung

Doch wie kann man unzufriedenen Fahrgästen erklären, dass sie bald auch noch mehr bezahlen sollen? Gar nicht, findet Eberhard Fischer, Stadtrat der Karlsruher Liste (KAL). Er kritisierte am Montag mögliche Pläne des KVV trotz der starken Belastungen durch die Baustellen im Winter die Preise für Fahrkarten zu erhöhen. "Ich halte es nicht für vermittelbar, dass von den Fahrgästen für einen schlechteren Service mehr Geld verlangt werden soll", bemängelte Fischer. Die Karlsruher Innenstadt müsse von den geplanten Tariferhöhungen ausgenommen werden.

"Wie jedes Jahr ist auch in diesem Winter zum Fahrplanwechsel eine Tariferhöhungen geplant", bestätigt Achim Kirchenbauer, KVV-Tarifexperte auf ka-news-Anfrage. Die Preiserhöhung sei aufgrund der höheren Preisen bei Dieselkraftstoffen und Strom unausweichlich. Über die Höhe der geplanten Preissteigerung könne er aber noch nichts sagen. "Wir sind derzeit im Abstimmungsprozess", so Kirchenbauer.

Innenstadtbereich von der Tariferhöhung ausnehmen?

Da dem Verkehrsverbund mehrere Stadt- und Landkreise angehören, könne man nicht einfach eine Stadt aufgrund von Einschränkungen durch Baustellen von den Tariferhöhungen ausnehmen. "Die Einnahmen kommen in einen großen Topf und werden nach einem bestimmten Schlüssel auf die Stadt- und Landkreise verteilt", erklärt der Tarifexperte. Wenn ein Verbundmitglied bei der Fahrpreiserhöhung nicht mitmachen würde, so ginge das zu Lasten aller Verbundmitglieder, so Kirchenbauer. Eine Stadt könne daher nicht einfach von der Tariferhöhungen ausgenommen werden.

Nach Insider-Informationen erwartet die Karlsruher Fahrgäste im Dezember vermutlich eine saftige Preiserhöhung. Davon werden wohl vor allem die Fahrgäste betroffen sein, die regelmäßig den Öffentlichen Nahverkehr nutzen. So geht aus einem internen Tarifvorschlag, der ka-news vorliegt, hervor, dass ab Dezember 2011 eine Monatskarte für zwei Waben vermutlich statt bisher 48 Euro dann 50 Euro kosten soll. Das entspräche einer Preissteigerung von 4,2 Prozent. Für eine Monatskarte für drei Waben würden laut dem Vorschlag 66 Euro statt 63,50 Euro fällig. Das wären 3,9 Prozent mehr.

Saftige Preiserhöhung erwartet

Eine 24-Stunden-Citykarte soll laut Tarifvorschlag für eine Person 5,20 Euro kosten - ein Aufschlag von 5,8 Prozent. Die Regiokarte soll um 60 Cent teurer werden und dann 9,10 Euro kosten. Für Einzelfahrscheine für drei Waben würden 2,90 statt 2,80 Euro fällig.

Erst im Dezember 2010 stiegen die Fahrpreise im Schnitt um 3,4 Prozent. Eine Monatskarte für zwei Waben kostete im Jahr 2009 noch 44,50 Euro. Das waren 5,50 Euro weniger als der für diesen Winter angedachte Preis.

Die Kasig beteuert, dass sich die Baustellensituation in Karlsruhe bis Ende des Jahres entspannen wird. Derzeit befinden sich aber drei von fünf Kombilösungsbaustellen nicht im Zeitplan. Nach Angaben der Kasig sei die Baustelle in der Lammstraße ein Jahr in Verzug. Am Europaplatz sei man sieben Monate, am Kronenplatz fünf Monate verspätet. Dennoch hält die Kasig daran fest, dass die Kombilösung wie geplant 2019 fertiggestellt sei.

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  • unbekannt
    (31 Beiträge)

    24.08.2011 12:36 Uhr
    Unsicher?
    Nur mal so: Ein Zug ist 40 Mal sicherer als ein Auto, weil Zuege nicht aus diesem duennen Blech sind und im Gegensatz zu allen Autos auf dieser Welt Sicherungssysteme haben.
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  • unbekannt
    (3882 Beiträge)

    24.08.2011 13:15 Uhr
    Guten Morgen
    es ging um das Radfahren, und da ist ein Auto sicherer.

    Hauptsache irgenwas konmmentiert was man nicht gelesen hat.

    Thema verfehlt, setzten, 6
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  • unbekannt
    (1429 Beiträge)

    24.08.2011 11:28 Uhr
    Ok
    Das mit der Bahn versteh ich. Is wirklich Pack unterwegs. Aber Radfahrn macht einfach spass und ist auch gut für dich selber. Naja, muss jeder für sich wissen grinsen

    Bist halt n Bequemer. Aber ohne Anstrengung machst dir dein Leben selber schwer. Nur mal so ein Gedanke zwinkern
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  •   vielvornichtsdahinter
    (1056 Beiträge)

    24.08.2011 00:13 Uhr
    jeder
    der die KVV unterstützt, bekommt genau das was er verdient.
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  • unbekannt
    (5411 Beiträge)

    24.08.2011 18:40 Uhr
    ???
    nun, sichtbar ist die Gier, vor nicht mal einem Jahr Erhöhungen und jetzt schon wieder

    Immer mehr Fahrgäste, müsste das Alles eigentlich günstiger werden und nicht teurer.

    Wenn, dann betr. den Innenstadtbetrieb nicht erhöhen, die Situation ist hier unter den gegebenen Umständen nicht clever.
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  • unbekannt
    (12 Beiträge)

    25.08.2011 14:37 Uhr
    Klar ist es nichts mehr...
    ...als die pure Gier. Die Leute zahlen und deshalb denken die wohl, die können es gleich nochmal erhöhen.
    Als ob die Fahrkarten nicht eh schon teuer genug wären - die sollen lieber mal schauen, dass die ihre nervigen Baustellen weg kriegen und man nicht Umwege laufen muss, um überhaupt ans Ziel zu kommen bevor die schon wieder mit Erhöhungen ankommen.
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  • unbekannt
    (1429 Beiträge)

    24.08.2011 11:15 Uhr
    Zu dumm und zu Faul zum Boykott
    Das ist das Problem. Auch die Autofahrer. Alles nur leeres Gesabbel. Ist zu Teuer ist zu Teuer. Von 60mio. Autofahrer schafft es aber keine zu Streiken. Bei der KVV genaus das gleiche. Alles nur Babbler un nix dahinter. 0 Konsequent. Von dem her kann das die KVV auch machen. Die Masse machts!
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  • unbekannt
    (3882 Beiträge)

    24.08.2011 11:20 Uhr
    warum sollte ein
    Autofahrer streiken? Wir fahren in D doch recht günstig im Vergleich zu anderen europäischen Staaten.
    Wenn ich mir in anderen Ländern die Autobahngebühren anschauen, die 30 000 km Autobahn/Jahr könnte ich mir in frankreich nicht leisten. oder in Skandinavien ein Auto zulassen, dsa kostet dort mehere 1000.- Steuer.
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  • unbekannt
    (31 Beiträge)

    24.08.2011 12:24 Uhr
    Viel Geld?
    Das man in Fankreich oder Skandinavien mehr zahlt, finde ich gut. Da kriegen die Autofahre fuer ihr Geld geboten. Die Mineraloelsteuer geht hier in den Nahverker, nur so mal am Rande.
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  •   lenkdreiachser
    (400 Beiträge)

    24.08.2011 12:58 Uhr
    Mineralölsteuer
    Nein, die Mineralölstsuer unterliegt dem Nonaffektionsprinzip, d.h.sie ist nicht zweckgebunden und geht damit in den allgemeinen Haushalt.
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