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Karlsruhe Kombilösung: Baustellen an Kronenplatz und Marktplatz auf der Zielgeraden

Die Arbeiten im westlichen Bereich der künftigen unterirdischen Haltestelle Kronenplatz und am östlichen Teil des Gleisdreiecks am Marktplatz gehen auf die Zielgerade: Während am Kronenplatz bereits die Treppenaufgänge betoniert sind und Ende Oktober die Betonage auch dieses Teildeckels abgeschlossen sein wird, hat am Marktplatz der Einbau der Verbundträgerdecke auf dem unterirdischen Abzweig begonnen.

Nach Schließen der beiden Baufelder ist der Weg frei für das Auffüllen der Baugruben, so dass auch in diesen Teilbereichen der Gleisbau begonnen werden kann, um die Sperrung der östlichen Kaiserstraße für die Stadtbahnen und Straßenbahnen wie im März zugesagt einzuhalten. Das teilt die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Kasig) mit.

Der Kronenplatz ist damit die erste Haltestellen-Baustelle, an der die Oberfläche - abgesehen von Öffnungen für die weiteren Arbeiten - großflächig wieder geschlossen sein wird. Am Marktplatz stehen in den nächsten Tagen auch die Sicherungsmaßnahmen im Bereich der Pyramide bevor. Auch an den anderen Baustellen der Kombilösung sind die Fortschritte deutlich sichtbar: Nur noch etwas mehr als ein Dutzend Bohrpfähle von insgesamt 68 müssen im nördlichen Bereich der Haltestelle Lammstraße unmittelbar vor den Gebäuden entlang der Kaiserstraße hergestellt werden.

Die Arbeiten erfolgen in Nachtarbeit, um tagsüber den Kunden des Einzelhandels und der dort ansässigen Dienstleistungsunternehmen den Zugang zu den Geschäften zu ermöglichen, teilt die Kasig mit. Danach folgen dann die "Zwickelinjektionen" - das Einbringen von Zement an den "Nahtstellen" der nebeneinander stehenden Bohrpfähle - und die Arbeiten an der Sohle dieses Teils der Haltestelle.

Am Europaplatz ist ein gutes Drittel der Hochdruckinjektions-Sohle bereits mit dem Spezialgerät "gedüst", so dass mit dem Schließen der Oberfläche etwa im Februar nächsten Jahres gerechnet werden kann.

Am Ettlinger Tor laufen Schlitzwandarbeiten im südöstlichen Teil des Baufelds, während gegenüber im südwestlichen Bereich die Arbeiten an den Treppenaufgängen der künftigen Haltestelle fortgesetzt werden. Für das Baufeld am Durlacher Tor unmittelbar vor dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) steht am Wochenende der Pumpversuch auf dem Plan: Ergeben die Messungen, dass die dort bereits hergestellten Schlitzwände und die Sohle gegen das Grundwasser dicht sind, kann auch hier mit dem Einbau des Teildeckels begonnen werden.

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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (3577 Beiträge)

    27.09.2013 16:20 Uhr
    @ka-news: falscher Titel. am Marktplatz geht es erst 2014 richtig los
    und fertiggesstellt ist da auch nur ein Teil des Gleisdreiecks im Nordosten des Marktplatzes
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  •   kawai
    (241 Beiträge)

    27.09.2013 15:49 Uhr
    Jemals ohne Sperrung möglich?
    Wenn ich mir die Dimension der offenen Arbeiten insbesondere am Marktplatz ansehe, dann stellt sich mir die Frage: War das wirklich ursprüngilch ganz ohne Sperrung geplant? Hätte das auch nur in Ansätzen funktionieren können?
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  •   dipfele
    (5863 Beiträge)

    04.10.2013 13:58 Uhr
    niemals...
    .... hätte das so funktioniert wie das die Kasig (auf Weisung des CDU Fenrich?) dem Gemeinderat schmackhaft gemacht hat. 2008 als es um die Umsetzungsreihenfolge ging, hat die Kasig in einem schönen Balkendiagramm dargestellt, mit Tunnelbau zuerst , also mit laufendem Strassenbahnbetrieb sei der Tunnel schon 2016 fertig. Bei Kriegsstrasse zuerst, erst 2020 ! Der Trick: bei "Tunnel zuerst" wurde eine sich überlappende Bauzeit der beiden Abschnitte gezeichnet, wärend bei "Kriegstrasse zuerst" eine zeitliche Lücke eingebaut war. Zudem hätte man angeblich mehr Wagen gebraucht bei "Kriegsstrasse zuerst". Jetzt haben wir den Bypass ohne mehr Wagen, im Gegenteil 30 AVG Wagen stehen seit fast zwei Jahren auf Halde! Bei "Kriegsstrasse zuerst", wäre die 2014 fertig, die Fuzo ohne Bahnen, die Baufirmen hätten freies Feld und obendreim hätten 40 Mio € für die Gleisverschwenkungen eingespart werden können. Und vielleicht auch die eine oder andere Fahrpreiserhöhung!
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  •   haku
    (4180 Beiträge)

    27.09.2013 15:56 Uhr
    Man sieht ja...
    ...am Abschnitt Lammstraße, dass es irgendwie geht. Aber wenn man sich eben das jetzige Stück am Marktplatz anguckt und das Stück am Kronenplatz und sich vorstellt, man hätte das in zwei Schritten in schmalen Gruben mit vorbeifahrender Straba machen müssen, dann kann man verstehen, warum man hier durch fünf Monate ungestörtes Arbeiten 15 Monate Rückstand aufholen kann.
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