Karlsruhe Kombi-News: Trotz Hitze läuft alles nach Plan, oben wie unten

In diesen sommerheißen Tagen ist die Kriegsstraße einer der heißesten Arbeitsplätze in Karlsruhe: Zwischen den Häusern staut sich die Hitze auf den zwei Spuren pro Fahrtrichtung, zwischen oder neben den Autos wird in der Erde gebohrt, Erdreich ausgehoben oder in die Erde hineinbetoniert. Trotz Hitze läuft alles nach Plan, das teilt die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Kasig) in ihrem wöchentlichen Bau-Update mit.

Die Kriegsstraße kommt ganz nach Plan voran, die Arbeiter absolvieren einen Bauabschnitt nach dem anderen. So ist vom Tunnelbau im engeren Sinn im Baufeld W 2 zwischen Ritterstraße und Lammstraße kaum noch etwas zu sehen: Die Tunneldecke wird mit Erdreich überschüttet, und sogar die Tage des letzten der beiden ursprünglich installierten Turmdrehkräne ist gezählt: Am Dienstag, 28. August, wird auch er abgebaut, weil der Tunnel unter ihm im Rohbau hergestellt ist.

Kombi-News Bohrer
Ein Großbohrgerät arbeitet am Aushub für die bis zu 20 Meter langen Bohrpfähle. | Bild: Kasig

Deckel auf den Tunnel für die Autos

Gleich daneben steht alles noch auf "Anfang": Im Baufeld W3 zwischen Lammstraße und Ettlinger Tor werden Bohrschablonen hergestellt, die später dem Großbohrgerät die Lage der Bohrpfähle vorgeben. In diesem Baufeld gibt es sowohl Bohrpfahlwände wie auch in eine Schlitz- beziehungsweise Dichtwand eingesetzte Spundwände, die jeweils die Absicherung der Baugrube nach außen und gleichzeitig später die nach außen liegende Schalung beim Bau der Tunnelwände bilden. Die Arbeiten zur Herstellung der Schlitz- beziehungsweise Dichtwände haben schon begonnen.

In den Baufeldern O3 und O4 zwischen Ettlinger Tor und Adlerstraße arbeiten einerseits noch die Großbohrgeräte zur Herstellung der bis zu 20 Meter ins Erdreich reichenden überschnittenen Bohrpfähle. Andererseits werden schon die "Kragarme" betoniert: Im Baufeld O4 beim Staatstheater sind das Betonwinkel und im Baufeld O3, zwischen Meidingerstraße und Adlerstraße, sind es Platten, die oben waagrecht auf den Bohrpfählen sitzen und die später den Autoverkehr aufnehmen können, während darunter der Tunnel gebaut wird.

Ende des Kriegsstraßentunnels
Baustelle des Kriegsstraßentunnels. | Bild: Kasig

Provisorische Kreuzung an der Kapellenstraße

Im Baufeld O2 arbeiten trotz der Hitze die Straßenbauer auf der Südseite um die provisorischen Fahrbahnen für die Verlegung des Autoverkehrs während der Tunnelbauarbeiten fertigzustellen.

Im Baufeld O1 in der Ludwig-Erhard-Allee werden einerseits die Tunnelrampen östlich der Tunnelportale hergestellt. Der Zwischenraum zwischen den hier um einige Meter auseinander liegenden Rampen - an der Oberfläche wird auf diesem Zwischenraum später einmal die Bahntrasse liegen - wird verfüllt.

Die diesen Bereich querenden Leitungen wurden verlegt. Auf dem verfüllten Tunnelbereich entsteht nun ein provisorischer Kreuzungsbereich, der auch den ein- und abbiegenden Verkehr der Kapellenstraße aufnehmen wird und der am 24. August in Betrieb geht.

Kombilösung
Am Ende offen: Das Ostportal des Autotunnels Kriegsstraße: Links die Ausfahrt, rechts die Einfahrt. | Bild: Kasig

Ab Ende August ist das Durlacher Tor "wie früher" befahrbar

Hitzig geht es nach wie vor auch am Durlacher Tor zu: Die bisher bereits verlegten Teilstücke der Gleistrasse werden miteinander und alles zusammen schließlich mit dem bestehenden Netz verbunden. Parallel dazu werden auch weitere Abschnitte der Fahrbahnen für Autos, der Radwege und der Fußgängerwege hergestellt. Bereits ab 26. August werden hier die ersten Linien über die neuen Gleise geführt.

Vergleichsweise angenehm gestaltet sich dagegen die Arbeit in den unterirdischen Anlagen der Kombilösung: Aufzüge werden in der künftigen Haltestelle Durlacher Tor in ihren Schächten befestigt, zudem läuft hier auch die Montage der ersten angelieferten Rolltreppen.

Stück für Stück zum endgültigen Aussehen

Hier wie auch in der künftigen unterirdischen Haltestelle Kongresszentrum ist auch die Befestigung der Wandschienen zu beobachten, an denen wiederum die Wandverkleidung der Haltestellen montiert wird. In der Haltestelle Kronenplatz werden die Betonwände "gestockt" - also aufgerauht, so dass sie ihr endgültiges Aussehen erhalten.

Kombi-News Bauarbeiten unterirdische Haltestelle
Raue Sache: In der Haltestelle Kronenplatz werden die Wände "gestockt" und erhalten so ihr endgültiges, aufgerautes Aussehen. | Bild: Kasig

Rohbauarbeiten sind jetzt fast nur noch auf den Nordkopf der Haltestelle Ettlinger Tor begrenzt: Innenwände und Treppenläufe werden hier betoniert, auch noch die Bahnsteigkanten. Hinter den Arbeitern des Rohbaus sind die Arbeiter unterwegs, die normalerweise bei tief im Grundwasser stehenden Bauwerken auftretende Undichtigkeiten mit Kunstharz verpressen.

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