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Karlsruhe Kombi-News: Straffes Programm bis zur Weihnachtspause

Die Arbeiter der Kombilösung wollen sich selbst ein Geschenk machen: Sie wollen ihr Ziel erreichen und bis zur Weihnachtspause die Bodenplatte des Gleisdreiecks unter dem Marktplatz fertigstellen. Auch anderorts wird viel Beton verarbeitet.

Das selbstgesteckte Ziel, bis zur Weihnachtspause alle Abschnitte der Bodenplatte im Gleisdreieck an der Nahtstelle zwischen Marktplatz und Kaiserstraße zu betonieren, ist in Sicht, freuen sich die Verantwortlichen der Karlsruher Schienen und Infrastrukturgesellschaft (Kasig) in einer Pressemeldng.

In der nächsten Woche wird auch der vierte und damit letzte Abschnitt betoniert. Insgesamt sind damit zwischen der Einmündung der Tunnelröhre von Osten, zwischen dem Übergang zur Haltestelle Lammstraße und dem Übergang zur Haltestelle Marktplatz etwa 2.500 Kubikmeter Beton in die endgültige Sohle eingebaut worden mit einer Dicke von teilweise bis zu 2,70 Meter. Nach dem Jahreswechsel beginnt dann der Bau der endgültigen Stationswände, während in der sich westlich anschließenden Haltestelle Lammstraße der Aushub von Erdreich weiterläuft.

Ein ähnliches Bild der Arbeiten ist auch in der künftigen unterirdischen Haltestelle Kronenplatz unter dem Berliner Platz zu beobachten: Am Donnerstag wurde der vierte von sieben Sohlenabschnitt betoniert, Erdaushub und die auch in den Nächten vorgenommenen Spritzbetonarbeiten gehen in anderen Abschnitten der Haltestelle weiter.

Abschluss der Bauarbeiten an einigen Abschnitten

In der Haltestelle Europaplatz wird ebenfalls noch vor der Weihnachtspause ein Ziel erreicht: Die Ankerbohrarbeiten für die südliche Bohrpfahlwand können abgeschlossen werden. Ab Januar wird der Aushub von Erdreich fortgesetzt, parallel werden die freigelegten Bohrpfahlwände mit einer Spritzbetonschicht geglättet.

"An der Oberfläche gibt es derzeit etliche Arbeiten zu beobachten – erfreulicherweise bilden manche davon in einigen Bauabschnitten auch den Abschluss der Bautätigkeit", berichtet die Kasig in ihrer Pressemeldung. So wird am Mühlburger Tor noch der Gehweg auf der Nordseite der Kaiserallee gepflastert.

Am Zielschacht entfernen die Arbeiter die Anker für die Schlitzwände und brechen die hochstehenden Schlitzwandbereiche ab. Danach wird der Deckel des Zielschachts mit Erdreich verfüllt: Die große Baugrube verschwindet damit vollends aus dem Bild vom Kaiserplatz.

Ehemaliger Arbeitsplatz verschwindet

Am anderen, dem östlichen Ende des Tunnels unter der Kaiserstraße, ist ebenfalls an der Oberfläche rege Bautätigkeit angesagt: Auf den Baustelleneinrichtungsflächen wurde die Bodenplatte aus Beton, die für die Lagerung der Tübbinge und die Werkstatthalle für die Tunnelvortriebsmaschine hergestellt worden war, abgebrochen.

Die Arbeiten am neu errichteten Landgraben-Zugang an der Ecke Kapellenstraße und Gottesauer Straße sind nahezu abgeschlossen, so dass das Provisorium für Radfahrer und Fußgänger über den dortigen Parkplatz nun beseitigt werden konnte. Am Fahrgastzugang Südwest werden Wände hergestellt. Im östlichsten Tunnelabschnitt zwischen Durlacher Tor und Haltestelle Kronenplatz wird bis unmittelbar vor Weihnachten die Röhre mit Füllbeton bis zu der Höhe ausgestattet, auf der dann die Gleise aufgebaut werden.

Erde auf den fertigen Tunnel

Seitdem südlich der Rampe in der Durlacher Allee der letzte Abschnitt der Fahrbahn auf Höhe der Tankstelle asphaltiert wurde, ist jetzt auf der Südseite zwischen Gottesauer Platz und Durlacher Tor nur noch das Tiefbauamt mit der Erneuerung des Rad- und Gehwegs beschäftigt. Auf der Nordseite verlegen die Stadtwerke Karlsruhe Wasser- und Gasleitungen.

Unter dem Marktplatz, im Südkopf der Haltestelle Ettlinger Tor und im Kongresszentrum werden bis in die nächste Woche hinein endgültige Stationswände hergestellt. Brüstungen betonieren steht im Abschnitt auf der Ostseite der Rampe zwischen Vierordtbad und der Augartenstraße auf dem Bauprogramm. In der Ettlinger Straße südlich der Haltestelle Kongresszentrum sind alle Decken betoniert. In allen Abschnitten, in denen in offener Bauweise der Tunnel bereits hergestellt ist, wird auf die Decken Erdreich aufgeschüttet.

Nach der linken kommt nun die rechte Seite

In der Ettlinger Straße zwischen Kriegsstraße und der Kreuzung der Ettlinger mit der Baumeister- beziehungsweise Hermann-Billing-Straße sind die Straßenbauer am Werk: Die Fahrbahnen in Ost-West- und in Nord-Süd-Richtung entstehen hier in endgültiger Lage. Im Kombibauwerk wird an der Schalung für die Decke des Autotunnels Kriegsstraße gearbeitet.

Unter der Karl-Friedrich-Straße ist der Vortrieb im rechten Bereich der Kalotte bis zum Anfang des zweiten Rohrschirms abgeschlossen. Fortgesetzt werden die Arbeiten mit dem Erdausbruch der Sohle unter dem Landgraben. Ist dieser unter dem Ende des ersten Rohrschirms angekommen, wird der zweite und letzte Rohrschirmen gebohrt und anschließend die linke Ulme bis zur Haltestelle Marktplatz vorgetrieben.

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  •   Malerdoerfler
    (3675 Beiträge)

    18.12.2016 08:43 Uhr
    Straffes Programm?
    Und trotzdem wird die Sache erst mit großer Verspätung fertig?
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  •   Walpersberg
    (68 Beiträge)

    18.12.2016 03:26 Uhr
    Kann man
    es sich leisten Pause zu machen? Ich glaube nicht.
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  •   mueck
    (9091 Beiträge)

    17.12.2016 23:49 Uhr
    !
    "So wird am Mühlburger Tor noch der Gehweg auf der Nordseite der Kaiserallee gepflastert."

    Lügenpresse! zwinkern

    Ich konnte vorhin auf einem fertigen Gehweg entlang laufen ...

    Beim Abräumen der Baustelle waren sie etwas übereifrig:
    Da wo die Stephanienstr. in den Kaiserplatz einmündet, haben sie auch das "Vorfahrt gewähren" mit eingepackt ... Die Gestaltung sieht zwar noch immer nach Vorfahrt für die aus der Kaiserstr. aus und aus Macht der Gewohnheit fährt noch jeder so, aber im Prinzip ist da jetzt eigentlich rechts vor links. Wenn da ein Ortsunkundiger aus der Stephanienstr. raus nach durch Abwesenheit glänzenden Beschilderungslage fährt, freut sich die Dengler-Innung ...
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  •   udoh
    (1685 Beiträge)

    17.12.2016 15:51 Uhr
    Wie üblich "straffes Programm" , "Ziele"
    Das Ziel die erheblichen Beeinträchtigungen der Anwohner an Kombidesasterbaustellen wenigtesn etwas zu minimieren darf ich wohl vergeblich in der bemerkenswert selbstzufriedenen Darstellung suchen?
    In bester kvv Manier werden großflächig Bausellen aufgerissen um überall gelichzeitig und nirgends rumzubasteln statt sich ein klein wenig an den versprochenen "punktuellen Ausgrabungen" zu orientieren und einen Abschnitt durchzuzuiehen, abzuschließen und dann die nächste Anliegergruppe zu quälen.
    Sowas kann vielleicht ein paar der vielen vergrabenen EUROS sparen, aber der Geldrahmen ist doch sowieso längst gesprengt!
    Viele Monate ohne vernüftigen Zugang zum Anwesen und Läden heißt hier ÄRGER dort PLEITE!
    Wer braucht schon soviel Kombidesaster?
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  •   udoh
    (1685 Beiträge)

    17.12.2016 15:57 Uhr
    Und natürlich "PAUSE" nicht vergessen
    Ich würde mich nicht trauen ein "Pause" zu machen wenns überall klemmt! Können die Ladenbesitzer jetzt auch die Mieten und Löhne "pausieren"? Die Anohner ihre Mieten ihren Wohnsitz? Ihr Leben? Bis der Jahrzehntespuck ein Ende hat? Wobei das Ende des Baus den Anfang der Sanierungen einläuten könnte!
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  •   dipfele
    (4240 Beiträge)

    11.01.2017 12:24 Uhr
    es gab keine....
    ... Winterpause! Totale Fehlmeldung !Zwischen Marktplatz und Ettlinger Tor wurde gearbeitet.
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