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Karlsruhe Kombi-News: Rohbau in Haltestellen und Tunnelabschnitten läuft mit voller Kraft

Die Arbeiten am Rohbau der sieben neuen unterirdischen Haltestellen und an den verschiedenen Tunnelabschnitten laufen mit voller Kraft. Das berichtet die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Kasig) in einem Pressebericht.

In der Haltestelle Lammstraße und in der Haltestelle Kronenplatz gehen Erdaushub, die Betonage der Sohlen und die Herstellung der Wände gleichzeitig nebeneinander her. Im Gleisdreieck am Marktplatz sind die Arbeiter nach Fertigstellung der Sohle bereits einen Schritt weiter: Hier werden "nur noch" die Wände betoniert. Am Europaplatz der erste Sohlenabschnitt - erliegt am Ost-Ende der unterirdischen Station und damit teilweise unter der Karlstraße - hergestellt. Der Erdaushub mit Lastwagen läuft weiter über die Rampe Richtung Mühlburger Tor.

Im Tunnelabschnitt zwischen der Haltestelle Kronenplatz und der Haltestelle Durlacher Tor werden die Notwege mit den darin integrierten Kabelleerrohren in die von der Tunnelvortriebsmaschine "Giulia" hergestellte Tunnelröhre hineinbetoniert.

Nur noch wenige Wände müssen betoniert werden

Unter dem Durlacher Tor entstehen bereits Innenwände, am Südostzugang direkt vor der Einmündung der Brunnenstraße in die Kaiserstraße die Wände. Geräumt ist die von "Giulia" zuvor benötigte Baueinrichtungsfläche über der Haltestelle. Aber: Teile dieser Fläche werden für den künftigen Innenausbau der Tunnelabschnitte und Haltestellen benötigt.

Die Arbeiten in der Durlacher Allee dauern an: Auf der Südseite wird die Herstellung des Rad- und Gehwegs durch das Tiefbauamt fortgesetzt, durch die Arbeitsgemeinschaft Stadtbahntunnel die Einmündung der Buntestraße in die Durlacher Allee sowie die westliche Bernhardstraße. Die Stadtwerke verlegen neue Gas- und Wasserleitungen auf der Nordseite der Durlacher Allee.

In der Haltestelle Marktplatz sind die künftigen Einbauten wie die Zwischenwände und die Zwischendecken mit jeder Woche deutlicher erkennbar: Während nur noch ganz wenige Bereiche der endgültigen Stationswände zu betonieren sind, entsteht über dem dritten Gleis entlang der Ostseite der Haltestelle die Zwischendecke, die zur Bodenplatte hin mit einer Stahlbetongalerie abgestützt wird.

Der Tunnel-Abzweig erreicht den Marktplatz

Beim Tunnelvortrieb unter der Karl-Friedrich-Straße hat der Vortrieb in der linken "Ulme", also der einen – größeren – Hälfte des in zwei Längsabschnitten unter Druckluft betriebenen Abbaus von Sand und Kies, die Schlitzwand auf der südlichen Seite des Marktplatzes erreicht, sodass nun der Vortrieb in der rechten "Ulme" fortgesetzt wird.

Das Kombibauwerk ist in seinem untersten (Stadtbahntunnel-)Teil seit dieser Woche von Süd nach Nord und natürlich umgekehrt begehbar: Auch die Schlitzwand hin zum Südkopf der künftigen unterirdischen Haltestelle Ettlinger Tor wurde geöffnet. Sie und auch die nördliche Öffnung, durch die der Erdaushub über den Nordkopf der Haltestelle nach oben auf die an der Oberfläche wartenden Lastwagen erfolgte, werden jetzt mit Meißeln verbreitert.

Für die letzte Decke des Tunnels, der sich südlich an die Kriegsstraße anschließt, wird derzeit die Bewehrung hergestellt. Oben geht der Straßenbau für den Endzustand der Ettlinger Straße weiter. In der Haltestelle Kongresszentrum werden noch Primärstützen, die die Deckenlast bisher teilweise getragen haben, entfernt – diese Aufgabe wird von den endgültigen Wänden übernommen, die nun gebaut sind. Zudem auch hier schon wie am Marktplatz und am Durlacher Tor Innenwände und Betoneinbauten, die die Treppen und Fahrtreppen aufnehmen.

Über dem Tunnel zwischen Haltestelle Kongresszentrum bis zur Rampe in Höhe der Augartenstraße entsteht die "endgültige" Ettlinger Straße – die Arbeiten am Straßenbau sollen bis Oktober für die gesamte Ettlinger Straße abgeschlossen sein.

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  •   Aussie
    (545 Beiträge)

    18.02.2017 17:23 Uhr
    The point of no return ist längst gewesen.
    Es ist völlig nutzlos, über das Projekt jetzt noch zu lamentieren.
    Es kann nur noch darum gehen, möglichst zügig fertig zu machen. Alles andere ist Zeitverschwendung.
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  •   udoh
    (1685 Beiträge)

    18.02.2017 17:00 Uhr
    Mir voller Kraft an allen Ecken und Enden jenseits der Millarde
    1. wäre es für die sowieso schon gebeutelten Anwohner besser man bringt mal eine Sache zu Ende! Gerne auch mit voller Kraft, wenn diese zielgerichtet eingesetzt wird
    2. sieht das Durlacher-Tor eher verwüstet als "geräumt" aus, jedenfalls kann von einer für alle nutzbaren Fläche kaum die Rede sein
    3. haben sich wohl selbst Pessimisten kaum vorstellen können welch Wahnsinnsaufwand hinter den paar Metern U-Strab stehen
    Weder was es für Anwohner, Firmen noch für die Stadtkasse wirklich bedeutet!
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  •   mueck
    (9091 Beiträge)

    18.02.2017 13:06 Uhr
    !
    ... und die BNN melden, dass zu denen durchgesickert ist, dass dem Aufsichtsrat die neue Kostenrechnung vorgelegt wurde, nach der die Gesamtkosten die Milliardenmarke geknackt haben, Details für die Öffentlichkeit erst im März.

    Noch schlimmer finde ich ja, dass sich der Eigenanteil nun der Halb-Milliardengrenze nähert, das wäre mehr als eine Versechsfachung gegenüber den Versprechungen des Bürgerentscheids 2002 (15% von 540 Mio)
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  •   ALFPFIN
    (5724 Beiträge)

    18.02.2017 17:57 Uhr
    Spontan habe ich heute morgen
    nachdem die Milliardenmarke geknackt wurde, ....... siehste, das haben die Statdräte/innen schon gewusst .... nein natürlich nur geahnt, wird ja erst im März offiziell verkündet und haben fix noch ihre Aufwandentschädigung erhöht. Es hieß ja "wir", die schlichten Karlsruher Bürger/innen soll hier solidarisch sein, die Räte und -innen haben sich wohl solidarisch zur Kombi in Sachen Erhöhung gezeigt.
    Jetzt bitte ich aber liebe Stadtverordneten mit der nächsten Erhöhung Ihrer Aufwandentschädigung zu warten, bis die nächsten 500 Millionen für die Kombi verbraten sind.

    Die Ironie in meinem Kommentar versteckt nur den Ärger über die "U-Bahn". Ich bin immer noch der Meinung es hätte gute, wesentlich preiswertere Lösungen gegeben. Aber was sind schon eine Milliarde Euronen, das holt die Stadtverwaltung doch locker wieder ein, zukünftig müssen die Angestellten und die Beamten!! ihre städtischen Büromöbel selbst kaufen, wäre ein Vorschlag von mir und so weiter. grinsen
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  •   mueck
    (9091 Beiträge)

    18.02.2017 13:12 Uhr
    !
    (Korrektur: 15% von 530 Mio.)
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  •   heaven
    (796 Beiträge)

    18.02.2017 17:19 Uhr
    Ist
    schon jemals irgendein öffentliches Bauprojekt zum vereinbarten Termin fertig geworden?
    Hat es wirklich nur soviel gekostet wie ursprünglich veranschlagt?
    2x NEIN!
    BER/Elbphilharmonie und hunderte weitere Projekte lassen grüßen zwinkern
    U-Strab Karlsruhe somit "in bester Gesellschaft"
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  •   udoh
    (1685 Beiträge)

    18.02.2017 17:04 Uhr
    Tja, warum fühle ich mich als Karlsruher Bürger da nur vera******
    Ungestraft so weit weg jenseits aller Versprechungen auf Kosten aller, das geht nur in gut verfilzter Politik, Presse und Bürgern die sich lieber über einen Ami aufregen als das was vor ihren Füßen passiert!
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  •   silberahorn
    (9374 Beiträge)

    18.02.2017 17:03 Uhr
    Die Frage
    ist immer, was man wo rein- oder rausrechnet oder wie man es kommuniziert. Der Eigenanteil sollte 20 % sein, wenn 60 % von Bund und 20 % vom Land übernommen wird. Aber das sind reine Baukosten und es gibt noch Kosten für Planung und Marketing, die nicht von Bund und Land übernommenwerden.
    Das sind aber wohl auch schon vorher vorhandene Arbeitsplätze, die man ansonsten irgendwie eingespart hätte. Es leben bestimmt auch einige Familien davon, dass ein Arbeitsplatz nicht verloren ging.

    Jedenfalls hat man jetzt andere Formen der Veröffentlichung von Kosten. Das steht fest.

    Ich bin immer noch der Meinung, dass nicht die Baukosten allein das Problem sind. Man brauchte das Projekt nicht wirklich dringend, außer man wollte Menschen beschäftigen und in Arbeit halten können, wobei schon mehrere Jahrzehnte zuvor Pläne erstellt und verworfen wurden.
    Und nur für reine Baukosten muss dann zusätzlich der Bund und das Land finanziell herhalten.
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