Karlsruhe Kombi-News: Mendelssohnplatz wird fit gemacht für Hilfsbrücken

Noch ist der Mendelssohnplatz für die Stadt- und Straßenbahnen gesperrt, bis ab Mitte November der Bahnverkehr über die beiden bis dahin eingebauten Hilfsbrücken rollen kann. Die Vorbereitungen zum Einheben der mehr als 24 Meter lang Brücken, die die Baugrube des entstehenden Tunnels mit einer Außenbreite von etwa 19 Metern überbrücken, laufen indes bereits auf Hochtouren. In den Kombi-News informiert die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Kasig) über aktuelle Baumaßnahmen der Kombilösung.

Derzeit läuft auf der Mitte der Kreuzung, in dem Bereich, auf den die Brückenelemente gelegt werden, die Kampfmittelsondierung. Unmittelbar darauf entstehen Leitwände für den Schlitzwandgreifer, der den Aushub für die Dichtwände mit der eingestellten Spundwand ausführen wird. Die Dichtwände bilden hier auch die beiden Widerlager, die die Brückenlast aufnehmen. Danach kann unter den beiden Brücken der Tunnel im Baufeld O2 hergestellt werden.

In den anderen Baufeldern der Kriegsstraße läuft der Tunnelbau routiniert ab: Im Baufeld O1 in der Ludwig-Erhard-Allee wird an den Wänden der Rampen gearbeitet, die in und aus dem Autotunnel führen. Auf der anderen Seite des Mendelssohnplatzes in den Baufeldern O3 und O4 bis zum Ettlinger Tor werden sogenannte "Kragarme" und die "Kragplatten" hergestellt. Flächen auf den bereits hergestellten Bohrpfahlwänden, die die nutzbare Straßenbreite etwas erweitern und auf denen Autos fahren können, während darunter am Tunnel gearbeitet wird.

Kriegsstraße zwischen Ettlinger Tor und Lammstraße bis Oktober nur einspurig befahrbar 

Im Baufeld W3 westlich vom Ettlinger Tor bis zur Lammstraße entstehen nach wie vor Schlitz- beziehungsweise Dichtwände, in die Spundwände eingestellt werden, sowie Bohrpfahlwände. Der Baugrubenverbau dient nicht nur der Sicherung der zeitweise bis zu 13 Meter tiefen Baugrube, sondern bei der Betonage der Tunnelwände auch als Schalung auf der Außenseite.

Zur Aufstellung eines Spritzschutzes, um die Fahrzeuge auf der an der Baustelle vorbeiführenden Straße vor spritzendem Bohrwasser zu schützen, sind hier Einschränkungen der Fahrzeugfahrbahnen erforderlich. Deshalb muss in der Zeit bis voraussichtlich 8. Oktober der Autoverkehr zwischen Ettlinger Tor und Lammstraße in Fahrtrichtung Westen einstreifig an der Baustelle entlang geführt werden.

Bild: Thomas Riedel

Im Baufeld W2 zwischen Ritterstraße und Lammstraße entsteht oberirdisch bis Ende Oktober auf Höhe der Ritterstraße ein kleiner Kreisverkehr, während der Tunnel darunter im Rohbau fertiggestellt ist. Am Durlacher Tor stellen die Arbeiter an der Oberfläche gerade noch den Rest der Straßen, Rad- und Gehwege fertig. Diese Arbeiten dauern noch bis zum Jahresende. Zudem entstehen noch die Bahnsteige im Bereich der in Richtung Nordosten fahrenden Bahnen. Diese und die in der Durlacher Allee liegende Haltestelle werden im Dezember in Betrieb genommen.

Unterirdische Haltestellen bekommen letzten Schliff

Der unterirdische Rohbau des Stadtbahn- und Straßenbahntunnel neigt sich dem Ende zu: In der Haltestelle Marktplatz ist nur noch ein Teil der Bahnsteigoberflächen zu betonieren, gleiches gilt für die Bahnsteige in der Haltestelle Ettlinger Tor.

Kombi-Lösung
Alles im Fluss: In der Haltestelle Marktplatz werden die Bahnsteigoberflächen betoniert. | Bild: Kasig

Der Innenausbau des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels ist geprägt vom Wandern der einzelnen Gewerke durch die verschiedenen Haltestellen: So sind die für das Aufrauen der Haltestellenwände in den Treppenabgängen und den Zwischenebenen zuständigen Arbeiter derzeit in der Haltestelle Lammstraße, im Gleisdreieck und unter dem Europaplatz unterwegs. Aufzugwände werden in der Haltestelle Lammstraße mit Sand gestrahlt und anschließend gespachtelt, erklärt die Bauherrin in einem Pressebericht. 

Kombi-Lösung
Sitzt perfekt: In der Haltestelle Kongresszentrum hängen die ersten Betonwerksteine an den Wänden. | Bild: Kasig

Die Bahnsteige in der Haltestelle Kronenplatz werden derzeit ebenfalls abgestrahlt: Anschließend wird ein Schutzanstrich aufgetragen, zu einem späteren Zeitpunkt sollen dort auch die sehr hellen Betonwerksteine aufgelegt werden, die auch die Wände der Haltestellen verkleiden. Hier ist das damit beauftragte Unternehmen in den Haltestellen Durlacher Tor und Kongresszentrum mit der Montage der Unterkonstruktion und dem Einbau der ersten Betonwerksteine beschäftigt.

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