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Karlsruhe Kombi-News: Markt- und Rondellplatz bekommen neue Oberflächen

Nach den Tunnelröhren ist vor dem Innenausbau: Unter und über der Erde baut die Karlsruher Schienen-Infrastrukturgesellschaft (Kasig) weiter an der Kombilösung. Wie es auf den Baufeldern voran geht, berichten sie in einer aktuellen Pressemeldung.

Im Nordkopf des Ettlinger Tors gehen die Arbeiten zum Abbau der dort untergebrachten und jetzt nicht mehr benötigten Einrichtungen für den Druckluft-Tunnelvortrieb unter der Karl-Friedrich-Straße gut voran: Die Personen- und die viel größere Materialschleuse sind demontiert, ebenso die großen Kompressoren, die meisten der Druckluftleitungen auch. Außerdem ist ein Durchbruch zwischen diesem Drittel der Haltestelle und dem Tunnel unter der Karl-Friedrich-Straße geschaffen worden, um Material besser transportieren zu können.

Der Abbruch der Druckschleuse erfolgt größtenteils mit einem Abbruchbagger, der ein Einsatzgewicht von 96 Tonnen auf die Waage bringt und dessen Abbruchzange alleine schon zwölf Tonnen wiegt. Das Abbruchmaterial wird mit LKW über die bereits fertiggestellten Tunnel- und Rampenbereiche nach Süden abgefahren.

Teilweise werden die Betonwände, die zum Abdichten des Druckluftvortriebs gegen die Haltestelle hin benötigt wurden, auch in große Blöcke zersägt. Wenn alle Drucklufteinrichtungen entfernt sind, beginnt der Bau der endgültigen Stationswände, der Verteilerebene für Fahrgäste sowie der Innenwände und der Treppenläufe, so dass dieser Haltestellenteil beim Rohbau an die anderen Haltestellen aufschließen kann.

Kombinews 10.11.17
Endspurt: Nur noch wenige Meter Bahnsteig müssen noch in der Haltestelle Durlacher Tor betoniert werden. | Bild: Kasig

Ende der Rohbau-Arbeiten in Sicht

Die anderen unterirdischen Haltestellen des Stadtbahntunnels gehen der Fertigstellung des Rohbaus entgegen: Fahrgastaufgänge, Aufzugsschächte, Innenwände, Zwischendecken, Verteilerebenen und Treppenläufe werden am laufenden Band betoniert. Dazu gehören auch eine Treppe und ein Aufzugsschacht für die Haltestellen Marktplatz und Lammstraße, die durch die Rückverlegung der Gleise in die Mitte der Kaiserstraße freigelegt wurden und an denen jetzt weitergebaut wird.

Im Gleisdreieck erhält auch der Dreieckspfeiler, der einen Teil der Deckenlast trägt, in den nächsten Wochen seine endgültigen Wände. In der Haltestelle Durlacher Tor werden Restarbeiten an den Bahnsteigen erledigt, so dass hier und in der Haltestelle Kongresszentrum der Innenausbau greifen kann.

Ebenfalls unterirdisch werden noch die Randwege mit den integrierten Leerrohren für die Elektrokabel für die Zug- und Sicherheitstechnik in den beiden Tunnelröhrenabschnitten zwischen den Haltestellen Europaplatz und Lammstraße und zwischen Gleisdreieck und der Haltestelle Kronenplatz gebaut. Nur noch wenige Reste der Havarieschotts, die die Haltestellen zu den Tunnelröhren hin abgedichtet hätten, werden entfernt.

Kombi-News 10. November 2017
Neuaufbau: Am Rondellplatz wird die kreisrunde Pflasterung um die Verfassungssäule herum neu angelegt. | Bild: Kasig

Marktplatz bekommt eine Asphalt-Decke

Oberirdisch sind mitten in der Fußgängerzone noch Arbeiten zur Wiederherstellung der Oberfläche in der Kaiserstraße auf Höhe des Marktplatzes zu beobachten: Direkt an die in die Mitte der Kaiserstraße zurückverlegten Gleise werden Flächen asphaltiert und Entwässerungen angelegt. Am Durlacher Tor und angrenzend in der westlichen Durlacher Allee entsteht Stück für Stück die Gleiskreuzung und die anschließenden Gleistrassen.

Die Ettlinger Straße geht immer mehr ihrem endgültigen Aussehen entgegen: Straßen-, Radwege- und Gehwegführung sind inzwischen gut zu erkennen. Und schließlich liegt auch die Pflasterung und Asphaltierung des Rondellplatzes mit der Verfassungssäule in der Mitte in den letzten (Arbeits-)Zügen.

Erde wird für den Autotunnel beiseite geschafft

Ganz andere Arbeiten stehen dagegen in der Kriegsstraße auf dem Programm der dort eingesetzten Arbeiter an: Im östlichsten Baufeld O1 in der Ludwig-Erhard-Allee hat der Schlitzwandgreifer alle Schlitze hergestellt. Die Spundwände zum Abdichten der Baugrube sind eingestellt. Innerhalb der Baugrube wird nun das Erdreich ausgehoben und anschließend die Spundwand nach hinten verankert.

In den sich westlich anschließenden Baufeldern O3 und O4 zwischen Fritz-Erler-Straße und Ettlinger Tor ist beim Bau von Gehwegen und Autofahrbahnen bereits der Bordsteinverlauf zu erkennen, der während der Bauarbeiten eine sichere Führung von Fußgängern und Autos gewährleisten soll. Im Baufeld W 2 zwischen Lammstraße und Ritterstraße ist das Erdreich bis zur ersten Ankerlage ausgehoben. In den ausgehobenen Bereichen wird die Weichgelsohle hergestellt, die die Baugrube nach unten abdichtet, und werden die Spundwände rückverankert.

Nahe dem Messplatz entsteht eine Betonmischanlage

Auf dem Gelände südlich vom Messplatz am Ostring wird mit der Erstellung einer mobilen Betonmischanlage begonnen. Diese Betonmischanlage dient zur Versorgung der Tunnelbaustelle in der Kriegsstraße und der Ludwig-Erhard-Allee mit Beton für den eigentlichen Tunnelbau. Durch die Nähe der Anlage zur Baustelle werden Transportmengen und -fahrten eingespart, und die Andienung der Baustelle mit Betonmischfahrzeugen lässt sich dadurch besser steuern. Dies kommt der Betonqualität zugute, entlastet Verkehrswege und hilft zudem Staus der Betonmischfahrzeuge an der Baustelle zu vermeiden.

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  •   BMWFahrer
    (112 Beiträge)

    11.11.2017 11:06 Uhr
    Gleisdreieckspfeiler
    Mitten im Gleisdreieck ein Pfeiler, der einen Teil der Deckelast trägt? Ob das eine gute Idee ist? Bei einer Entgleisung am Gleisdreieckeck haut es dann den Pfeiler weg und die Decke stürzt ein...
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  •   dipfele
    (4671 Beiträge)

    11.11.2017 15:57 Uhr
    Im Tunnel....
    ......entgleisen keine Bahnen!Bei fehlender oberirdischer Ersatzstrecke der GAU schlecht hin.
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  •   haku
    (3949 Beiträge)

    11.11.2017 16:24 Uhr
    Ersatzstrecken
    Gibt ja später dann die Kriegsstraße und jetzt schon Baumeisterstraße als Ausweichstrecke. Ist ja kein Unterschied zu früher, wenn da oberirdisch oder unterirdisch das Gleisdreieck am Marktplatz blockiert wäre. Und wie gesagt, künftig kommt da sogar noch die Kriegsstraße dazu.
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  •   Waterman
    (6096 Beiträge)

    11.11.2017 17:37 Uhr
    Fürs
    historische Bähnle könnte man ja ein Gleis in der Kaiserstraße liegen lassen.
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  •   mueck
    (9652 Beiträge)

    11.11.2017 18:25 Uhr
    !
    Besser zwei, dann kann man endlich 'ne Doppelringlinie betreiben! zwinkern
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  •   haku
    (3949 Beiträge)

    11.11.2017 14:54 Uhr
    Die Penner von der KASIG mal wieder...
    Hätten sie vorher doch nur mal die gut informierten ka-new-Foristen gefragt!

    Das Bild hier zeigt den Pfeiler im Gleisdreieck. Glaubst Du wirklich, eine entgleisende Bahn könnte den so stark beschädigen, dass seine signifikant Tragfähigkeit beeinträchtigt würde?
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  •   Waterman
    (6096 Beiträge)

    11.11.2017 17:26 Uhr
    Und todsicher haben sie auch keine Ahnung,
    was sie bei so einem Szenario oder gar dieser Herausforderung machen sollen-

    Alles Loser!
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  •   mueck
    (9652 Beiträge)

    11.11.2017 18:24 Uhr
    !
    Hoffentlich hat der IS Deinen Kommentar nicht gelesen!
    Die manipulieren sonst noch 'ne Diesellok und schmuggeln die mit 'ner Reihe Kesselwaggons über die Durlacher Rampe in die U-Strab!
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  •   bergdoerfler
    (1587 Beiträge)

    11.11.2017 21:52 Uhr
    oder die Brettener Geldautomatensprenger
    mit Gasflaschen
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