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Karlsruhe Kombi-News: Haltestellenbau schreitet "unermüdlich" voran

In drei Jahren sollen die Bahnen unter der Karlsruher Innenstadt fahren. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, auf dem die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Kasig) auch in der vergangenen Woche ein Stücken weiter voran gekommen ist.

"Unermüdlich treiben die Arbeiter den Rohbau der Kombilösungshaltestellen voran", berichtet die Kasig in einer Pressemeldung. Seit einigen Wochen schon laufen im unterirdischen Bauwerk Gleisdreieck, in der Haltestelle Lammstraße und nun auch in der Haltestelle Kronenplatz der Erdaushub, die sich daran anschließende abschnittsweise Betonage der Sohlen und die Herstellung der Wände gleichzeitig nebeneinander her.

Und auch am Europaplatz wird inzwischen der Bau der ersten Bodenplatte vorbereitet, während in den Abschnitten daneben der Erdaushub noch mit Lastwagen über die Rampe Richtung Mühlburger Tor abgefahren wird.

Östlich an die Haltestelle Kronenplatz anschließend wird die von der Tunnelvortriebsmaschine "Giulia" hergestellte Tunnelröhre mit Notwegen und mit darin integrierten Kabelleerrohren ausgerüstet, die die für den Betrieb der Stadtbahnen und Straßenbahnen notwendigen elektrischen Leitungen aufnehmen werden.

Bald stehen alle Stationswände am Markplatz

Ende dieser Woche geräumt ist die für die Arbeiten mit "Giulia" benötigte Baueinrichtungsfläche über der Haltestelle Durlacher Tor: Die Aufbauten und die Betonfundamente sind entfernt. Teile dieser Fläche werden für den künftigen Innenausbau der Tunnelabschnitte und Haltestellen benötigt. Unterirdisch werden nach wie vor die Wände des Fahrgastzugangs Südwest direkt vor der Einmündung der Brunnenstraße in die Kaiserstraße gebaut.

Oberirdisch werden die Arbeiten in der Durlacher Allee fortgesetzt: Auf der Südseite wird die Herstellung des Rad- und Gehwegs durch das Tiefbauamt fortgesetzt, durch die Arbeitsgemeinschaft Stadtbahntunnel die Einmündung der Buntestraße in die Durlacher Allee sowie die westliche Bernhardstraße. Die Stadtwerke verlegen neue Gas- und Wasserleitungen auf der Nordseite der Durlacher Allee.

In der Haltestelle Marktplatz sind noch einige der endgültigen Stationswände zu betonieren. Schwerpunkt in der mit drei Gleisen größten der sieben neuen unterirdischen Haltestellen ist der Bau der Zwischendecke über dem dritten Gleis entlang der Ostseite der Haltestelle, die zur Bodenplatte hin mit einer Stahlbetongalerie abgestützt wird.

Durchbruch in greifbarer Nähe

Beim Tunnelvortrieb unter der Karl-Friedrich-Straße startet der Vortrieb für die verbleibenden acht Meter Sand und Kies bis zur Nahtstelle zur Haltestelle Marktplatz, nachdem der zweite Rohrschirm erfolgreich gebohrt wurde.

Das Kombibauwerk ist in seinem untersten (Stadtbahntunnel-)Teil bald nach zwei Seiten hin offen: Nach Norden läuft schon der Erdaushub, da die Zwischenwand in den Nordkopf der Haltestelle Ettlinger Tor geöffnet wurde. Im Südkopf wird die trennende Schlitzwand Anfang nächster Woche beseitigt sein – sie wurde vorbereitend in Stücke gesägt. Oben auf der Doppeltunnel-Konstruktion wurde die Decke betoniert, unter der später die Autos fahren und auf der die Straßenbahnen in der Kriegsstraße verkehren werden.

Die letzten Tunnelwände werden im sich südlich an die Kriegsstraße anschließenden Tunnelabschnitt gebaut, während benachbart obendrüber der Straßenbau für den Endzustand der Ettlinger Straße fortgesetzt wird. In der Haltestelle Kongresszentrum werden die Primärstützen, die bis zur Herstellung der endgültigen Stationswände die Deckenlast teilweise getragen haben, entfernt. Daneben entstehen die endgültigen Betoneinbauten für die Wände und auch schon für die Fahrtreppen.

Über dem Tunnel zwischen Haltestelle Kongresszentrum bis zur Rampe in Höhe der Augartenstraße werden die Oberflächenarbeiten an der Ettlinger Straße fortgesetzt. Der Tunnel wird mit Erdreich überschüttet, danach beginnt der Straßenbau

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  •   Smartraver
    (7542 Beiträge)

    12.02.2017 09:44 Uhr
    Wenn man endlich mal fertig wird...
    mit dem Teilstück Durlacher Allee zw. Gottesauer Platz und Durlacher Tor könnte man auch die Verkehrsführung nach rechts auf den Adenauerring wieder normal laufen lassen und dazu auch die Baumaterialabstellfläche räumen vor der ehemaligen Kinderklinik, die längst geräumt werden könnte.
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  •   melotronix
    (2258 Beiträge)

    15.02.2017 14:52 Uhr
    so ist es...
    ich kann mir natürlich über Planung und Voranschreiten der Arbeiten nur laienhaft Gedanken machen. Aber die Frage darf bererchtigt sein: warum kann man z.b. am Mühlbuger Tor bei der Tunnelein/ausfahrt nicht schon mit den Gleissockeln begonnen werden. Seit mehreren Monaten passiert da gar nichts. Durlacher Tor, wie schon mein Vorredner. Verkehrsführung um die Tunnelein/ausfahrt .... monatelang nichts! Ich habe so meine Befürchtung, dass manche Baustellen nicht effektiv "bearbeitet" werden.
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  •   Bimbo
    (70 Beiträge)

    11.02.2017 22:13 Uhr
    Eröffnung wann...
    Es hängt davon ab wieveil Steine zusätzlich in den Weg gelegt werden von den Personen und Politikern, die dagengen sind. Bestimmte Politische Gruppierungen die dagegen waren sitzen und sasen im Aufsichtsrat der KASIG (und Kassieren Geld). Das bedeutet aber längst nicht, dass sie alles für das Projekt tun werden um es erfolgreich abzuschliessen....
    Deren hass auf das Projekt ist ohne Ende.
    Diese Politischen Verteter sind auch dafür bekannt dass sie im Rahmen der Bürokratischen Möglichkeiten etwas finden werden was das ganze verzögern wird. Da werden sie ihren großen Erfolg feiern!
    Hat schon jemand darüber nachgedacht wann Rechnungshof bei Krigsstrasse eingeschritten ist?
    Ich bin mir zimmlich sicher, dass der ganze Zirkus von Personen veranstalltet worden ist, die bestimmten Parteibuch haben oder deren nahe stehen.
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  •   dipfele
    (4240 Beiträge)

    13.02.2017 03:06 Uhr
    voll daneben.....
    .... argumentiert. Vor 2-3 Jahren hätte man die Argumentation vielleicht noch gelten lassen können. Es ist niemand von den Aufsichtsräten bekannt, der gegen die Kombi ist, obwohl es viele gute Gründe dagegen gibt:
    - Kosten haben sich verdoppelt
    - Bauzeit wird sich verdoppeln
    - Folgekosten jährlich 20- 30 Mio p.a.
    - Umrüstung von 160 Bahnen auf Tunnelbetrieb für 22 Mio
    - Umleitungsfahrten der Straba und 10er Bus derzeit für 120.000,- p.m. seit 2013 bis Bauende
    - G leisprovisorien während der Bauzeit für die Haltestellenbauwerke für 65 Mio
    - Nebenkosten für Planung, Werbung, Entschädigungen, Zinsdienst etc für 100 Mio
    Die Steine legen sich die Verwaltung und der Gemeinderat selbst in den Weg, weil hier ein überflüssiges und kostenmässig niedrig kalkuliertes Projekt auf teufel komm raus umgesetzt werden soll.
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  •   peddersenn
    (962 Beiträge)

    12.02.2017 12:29 Uhr
    naja...
    "Könnte" und "wäre" und "bin mir ziemlich sicher "- das sind rausgeplapperte Verdächtigungen, nicht mehr. Müll. Und daß jemand GEGEN etwas ist und nach dem Entscheid DAFÜR trotzdem seinen Pflichten nachgeht, ist nicht im Bereich Ihres Vorstellungskraft?

    Ich hab zu der Sache (pro und contra U-Strab) keine Meinung - aber daß das Ganze "voranschreitet" kann man ja nicht leugnen. Vielleicht könnte das schneller gehen - aber das kann niemand hier fachkundig beurteilen. Und es liegt sicher nicht daran, daß irgendjemand absichtlich bremst.
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  •   Bimbo
    (70 Beiträge)

    12.02.2017 15:04 Uhr
    Pape la pap...
    Sie haben keine Meinung, dass ich nicht lache.....
    Bitte Recherche, wie sich bestimmte Politiker (Staträte/inen) bei Spatenstich benommen haben. (Soviel zum Thema Demokratie Verständiss...)
    Bitte Recherche wo die Kiner dieser Persönlichkeiten waren. So als ob keine Anderen Kinder in dieser Stadt gegeben hätte, die auch sowas gern gemacht hätten....
    Bitte Recherche welche Aufsichtratsmittglieder Schwachsinnige Klagen eingereicht haben. (Die nicht mal Verwaltungsgericht angenommen hat. Weil Planung aller Gültigen Normen Entspochen hat)
    Diese Persönlichkeiten sassen dann paar Monate Später im Aufsichtsrat.
    Ich will die Firma sehen, die ich zuerst Beleidige, Verklage und dann mich in Aufsichtsrat setzt - dazu noch ohne jegliche kleinste Fachliche Kompetenz!!!!!
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  •   peddersenn
    (962 Beiträge)

    12.02.2017 17:34 Uhr
    Nein....
    ....ich habe keine Meinung. Zumindest nehme ich mir in dem Zusammenhang die Freiheit, zuzugeben, daß ich mich mit der Problematik Ustrab nicht ausreichend beschäftigt habe., um zu beurteilen, ob das nun gut, schlecht oder so mittendrin ist (das stünde dem einen oder anderen je nach Thema hier auch gut zu Gesicht) grinsen

    Den Brückenschlag von der Frage, wessen Kinder jetzt wo waren oder dem Zusammensetzung eines Aufsichtsrates und der Frage, ob der Bau jetzt schnell oder langsam geht, halte ich allerdings für abenteuerlich bis abstrus.
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  •   Bimbo
    (70 Beiträge)

    13.02.2017 16:52 Uhr
    Märchen...
    Dann bitte Rechechieren Sie wer im Aufsichtsrat sitzt und sass... Diese Persönlichkeiten sind jetzt überzeugte Anhänger der Kombilösung... Das ich nicht lache... und diese Persönlichkeiten erzählen allen jetzt die volle Warheit!

    Bitte auch Rechechieren was sich Grawierendes während der Bauzeit im Punkto Verwaltungsrecht werändert hat bei Kostenrechnungen für solche Projekte. Ein großer teil davon ist daruf zu führen!
    Ob es richtig oder falsch ist. 2010 war es geltendes Verwaltungsrecht wie man solche Kosten kalkuliert!

    Kombilösung ist ein Jahrhundert Projekt von dem die Ganze Region hat und zwar alle.
    Nicht wie bei Stadion für einige wenige! ABER bei dem Thema schweigen alle!
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  •   yokohama
    (3181 Beiträge)

    11.02.2017 18:32 Uhr
    "In drei Jahren...
    ... sollen die Bahnen unter der Karlsruher Innenstadt fahren".

    Ich dachte der Tunnel unter der Kaiserstraße wird schon nächstes Jahr eröffnet. Ist das nicht mehr aktuell, wer weiß mehr?
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  •   dipfele
    (4240 Beiträge)

    13.02.2017 03:12 Uhr
    seit....
    ... 2016 geht es schneller durch die City !! Oder hat da jemand das Volk falsch informiert?
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