Karlsruhe Kombi-News: Ettlinger Straße soll vor Weihnachten frei sein

Ein weiteres Baustellen-Jahr neigt sich dem Ende entgegen: Bevor die Arbeiter der Kombilösung in die Winterpause gehen, stehen noch einige Arbeiten an. Wie es voran geht, beschreibt die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Kasig) in einer Pressemeldung.

Beim Teilprojekt 'Umbau der Kriegsstraße' der Kombilösung erfolgt im Baufeld W2 zwischen Lammstraße und Ritterstraße, nachdem die Bohrungen für die Weichgelsohle ins Erdreich eingebracht worden sind, nun die Injektion der Weichgelsohle, die die Baugrube nach unten abdichten wird.

Östlich von diesem Baufeld, in den Baufeldern O3 und O4 zwischen Fritz-Erler-Straße und Ettlinger Tor, läuft der Bau der Provisorien für den Autoverkehr und die Führung der Fußgänger, damit die in der Kriegsstraßen-Mitte liegende Fläche zukünftig von den Großgeräten für den Tunnelbau genutzt werden kann. Noch weiter östlich werden im Baufeld O1 die Spundwände nach hinten ins Erdreich verankert und gleichzeitig auch die Injektionsbohrungen für die Weichgelsohle vorgenommen.

Druckluft-Einrichtungen werden abgebrochen

Beim Teilprojekt Stadtbahntunnel der Kombilösung steht zumindest an den beiden Enden des Tunnels Karl-Friedrich-Straße der Abbruch im Mittelpunkt des Baugeschehens - bevor weitergebaut werden kann: Die beiden Schlitzwände am Südende der Haltestelle Marktplatz beziehungsweise am Nordende der Haltestelle Ettlinger Straße sowie die Stahlbetoneinbauten, die einst für den Druckluftvortrieb errichtet wurden, werden mit Betonsägen und Baggern abgebrochen, um auch die Übergänge vom Tunnel in die Haltestellen mit den endgültigen Wänden betonieren zu können. Das Abbruchmaterial - Baustahl und Beton - werden vor Ort voneinander getrennt und dann mit LKW nach Süden über den Tunnel und die Haltestelle Kongresszentrum an die Oberfläche gebracht und dann entsorgt.

Unter der Erde läuft der Rohbau

In den künftigen unterirdischen Haltestellen laufen die Rohbauarbeiten: Unter dem Europaplatz, unter der Kaiserstraße auf Höhe der Lammstraße, unter dem Marktplatz und unter dem Berliner Platz für die Station Kronenplatz werden weiter Fahrgastaufgänge, Aufzugsschächte, Innenwände, Zwischendecken, Verteilerebenen und Treppenläufe hergestellt.

In den beiden Haltestellen Kongresszentrum und Durlacher Tor sind diese Arbeiten abgeschlossen. Außerdem werden in der Haltestelle Kronenplatz in den nächsten Wochen nicht nur die Schotterbegrenzungswände – die Vorderkante der Bahnsteige zum Gleisbett hin – betoniert, sondern auch durch die Maurer das Mauerwerk für die Kabelräume unter den Bahnsteigen errichtet.

Unter dem Europaplatz werden nach wie vor die Primärstützen im westlichen Bereich der Haltestelle abgebrochen, die bis zum Bau der endgültigen Stationswand und der Innenwände den Haltestellendeckel mitgetragen haben.

Verzögerungen gibt's in der Lammstraße

Die Randwege werden sukzessive in den Tunnelabschnitten zwischen den einzelnen Haltestellen betoniert – in sie eingegossen sind die Kabelleerrohre für die Leitungen für die Sicherheits- und Lichttechnik.

Oberirdisch wird in der Kaiserstraße zwischen Marktplatz und Lammstraße auf der Südseite die Andienöffnung an der Südostecke der Kreuzung Kaiserstraße/Lammstraße geschlossen. Die von der ARGE Stadtbahntunnel zugesagte Fertigstellung zum Monatswechsel kann nicht ganz eingehalten werden. Kapazitätsprobleme und verspätete Lieferung der Fertigteile für die Schließung der Andienöffnung auf der Südseite seien mit verantwortlich. Aufgrund der Witterungsbedingungen der letzten Tage konnte der Zeitverzug nicht mehr aufgeholt werden. Daher verzögert sich die Fertigstellung um zwei bis drei Werktage.

Die Arbeiten in der Ettlinger Straße an Straßen, Radwegen und Gehwegen zwischen der Kreuzung der Ettlinger Straße mit der Baumeister- und Hermann-Billing-Straße im Norden und der Einmündung der Augartenstraße im Süden sollen vor Weihnachten beendet sein. Am Durlacher Tor läuft ebenfalls die Wiederherstellung von Teilbereichen der Oberfläche – andere Teilflächen werden dagegen noch bis 2019 für den Innenausbau der Tunnelabschnitte und der Haltestellen genutzt.

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