Karlsruhe Kombi-News: Durlacher Tor oben fast "wie früher", Durlacher Tor unten schon weit im Innenausbau

Stück für Stück, Meter für Meter, Platte für Platte geht es in Sachen Kombilösung voran. Jeden Tag erkennt man mehr von dem, was später mal Haltestelle oder Autotunnel sein soll. Weil mittlerweile vieles nur noch unterirdisch passiert, gibt es wöchentlich ein Update von der Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Kasig) zum Status Quo der Baustellen.-

Nachdem sich die unterirdischen Arbeiten am Stadtbahn- und Straßenbahntunnel inzwischen nur noch auf das Durchspülen der in der Tunnelsohle verlegten Drainage beschränken, hat der Innenausbau praktische alle sieben neuen Haltestellen und die dazwischenliegenden Tunnelabschnitte ganz für sich allein. Daher werden Arbeiten an gleichen Gewerken hin und wieder auch in zwei Haltestellen gleichzeitig ausgeführt.

Kombi-News 16. November 2018
Schwebt: Fahrtreppen werden in die Treppenabgänge der Haltestelle Kongresszentrum eingehoben und montiert. | Bild: Kasig

So sind beispielsweise die Fachbetriebe, die die Fahrtreppen und die Aufzüge montieren, derzeit in den Haltestellen Durlacher Tor und Kongresszentrum mit dem Zusammensetzen der Einzelteile beschäftigt. Gleiches gilt auch für das Unternehmen, das die Betonwerksteine als helle Wand- und Bodenverkleidung montiert: Während die Haltestelle Durlacher Tor bereits über größere bereits verkleidete Wand- und Bodenflächen verfügt, läuft in der Haltestelle Kronenplatz noch die Montage der Unterkonstruktion sowie das Verlegen der Bahnsteigkanten.

Kombi-News 16. November 2018
Passt: In der Haltestelle Kronenplatz wird die Unterkonstruiktion für die Haltestellen-Innenauskleidung befestigt. | Bild: Kasig

Auch in der Haltestelle Europaplatz zieht jetzt die Technik ein, die den Fahrgästen das Erreichen der Bahnsteige erleichtern wird: Hier werden an der Oberfläche die sogenannten Mundhäuser für die Aufzüge montiert und unterirdisch die stählernen Gerüste in den Schächten, in denen der Aufzug unterwegs sein wird.

Oben und unten geht es gut voran

Der Fachmann für das "Stocken" - das Aufrauen des Rohbaubetons - lässt seinen Meißel aktuell in der Haltestelle Marktplatz kreisen. Hier werden die Wände der Zwischenebenen bearbeitet, deren raues Aussehen dann auch den Endzustand darstellt.

Die Elektriker ziehen vorzugsweise in Nachtarbeit ihre kilometerlangen Leitungen. Die Enden der Leitungen werden dann auch bis in die elektrischen Betriebsräume geführt.

Kombi-News 16. November 2018
Sitzt: In der Haltestelle Durlacher Tor werden die Bodenplatten und auch die Wandplatten befestigt. | Bild: Kasig

Oberirdisch bleibt für die Arge Stadtbahntunnel noch ein täglich schwindender Rest an Arbeiten: Das Durlacher Tor verfügt inzwischen über nahezu alle Verkehrsflächen für Autos, Radfahrer und Fußgänger. Bis Dezember müssen nur noch wenige Asphalt- und Pflasterarbeiten erledigt werden.

Unter den Hilfsbrücken wird der Tunnel hergestellt

Beim zweiten Teilprojekt der Kombilösung, dem Umbau der Kriegsstraße mit einer neuen Gleistrasse oben und einem Autotunnel darunter, beherrscht im Baufeld O 2, das sich östlich und westlich der inzwischen in Betrieb genommenen Gleishilfsbrücken erstreckt, jetzt die Herstellung der Baugrube für den Bau des Autotunnels unter diesem Abschnitt der Kriegsstraße das Geschehen.

Im östlichen Teil ist der Schlitzwandgreifer noch mit der Herstellung der seitlichen Baugrubenwände beschäftigt, während im westlichen Teil bereits die Leitwände, die dem Schlitzwandgreifer zur exakt senkrechten Führung nach unten dienten, abgebrochen werden.

Kriegsstraße soll trotz Bauarbeiten durchgängig sein

Und die Arbeiter sind weiterhin mit dem Aushub des Erdreichs bis zur ersten Ankerlage und eben auch mit dem Verankern der Spundwände in das dahinter liegende Erdreich beschäftigt. In den ausgehobenen Baubgrubenflächen folgen Bohrungen, um Lanzen (Kunststoffröhrchen) in die Tiefe zu bringen, durch die dann Weichgel zur Abdichtung der Baugrube gegen das Eindringen des Grundwassers von unten eingepresst werden wird.

Kombi-News 9. November 2018
Über die Gleishilfsbrücke am Mendelssohnplatz werden ab morgen (Samstag) früh um 1.15 Uhr die Stadtbahnen und Straßenbahnen fahren. | Bild: Kasig

Westlich vom Mendelssohnplatz im Baufeld O 3 läuft der Straßenbau auf dem betonierten Kragarm. Die bauzeitliche Fahrbahn verläuft zu einem Teil später über der Baugrube, um einerseits die Durchgängigkeit der Kriegsstraße zu gewährleisten und andererseits auf diese Weise den Bau des Autotunnels unter den Kragarmen zu ermöglichen. Auch im Baufeld O 4 hat der Bau solcher Fahrbahnen begonnen. Ab Anfang Dezember wird dann bereits mit der Herstellung der nördlichen Baugrubenabsicherung in den Baufeldern O3 und O4 begonnen.

Kombi-News 9. November 2018
Baggerballett: Auf dem Baufeld O 2 sind östlich vom Mendelssohnplatz derzeit viele schwere Geräte im Einsatz. | Bild: Kasig

Im Baufeld W 3 zwischen Ettlinger Tor und Lammstraße sind derzeit ebenfalls viele Arbeiten zu beobachten, die gleichzeitig nebeneinander ablaufen: Erdreich wird ausgehoben, in den ausgehobenen Bereichen werden dann auch gleich die Schlitzwände verankert. Zudem erfolgen auch hier die Bohrungen für die Lanzen, durch die die Weichgelsohle injiziert wird. In jenen Bereichen, in denen wegen Hindernissen im Untergrund Schlitzwände mit den eingestellten stählernen Spundwänden nicht hergestellt werden können, "versenken" die Arbeiter Bohrpfähle in bis zu 20 Metern Tiefe ins Erdreich.

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