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Karlsruhe Kombi-News: Bahnen fahren ab Montag wieder durch die Innenstadt

Seit einer Woche fahren keinen Bahnen durch die Karlsruher Innenstadt. Ab Montag sind die Bauarbeiten aber beendet und der Betrieb läuft damit wieder an. Und auch an den anderen Baustellen der Kombilösung geht es voran, wie die Karlsruher Schienen Infrastrukturgesellschaft (Kasig) in ihrer Pressemeldung berichtet.

Ab Montag werden die Stadt- und Straßenbahnen nach der einwöchigen Sperrung zwischen Kronenplatz und Europaplatz wieder wie gewohnt durch die Kaiserstraße rollen – und machen dann auf Höhe des Marktplatzes keinen "Knick" mehr.

In der vergangenen Woche hat in diesem Bereich der Bau des Tunnels für die Stadtbahnen und Straßenbahnen einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht: Ein provisorischer Deckel aus Stahlträgern mit aufgelegten Betonplatten über dem östlichen Teil des Gleisdreiecks wurde entfernt, ein Hohlraum zwischen Provisorium und dem endgültigen Deckel mit Erdreich verfüllt sowie eine Treppe und ein Aufzugsschacht für die Haltestellen Marktplatz und Lammstraße freigelegt, die sich bisher unter den Gleisen befunden haben. Damit kann an Treppe und Aufzug weitergebaut werden.

Kombi-News 3. November 2017
Genau unter der oberirdischen Gleisbaustelle wird im unterirdischen Gleisdreieck die Zwischendecke hergestellt. | Bild: Kasig

Die endgültigen Stationswände sehen fast überall

In den unterirdischen Haltestellen des Stadtbahntunnels wird nach wie vor an der Fertigstellung des Rohbaus gearbeitet. Endgültige Stationswände stehen nur noch in einigen wenigen Bereichen an – beispielsweise eben an Fahrgastaufgängen oder Aufzugsschächten, an denen bisher noch nicht gearbeitet werden konnte. Daher werden derzeit im Wesentlichen Innenwände, Zwischendecken, Verteilerebenen und Treppenläufe betoniert.

In der Haltestelle Durlacher Tor sind nur noch Restarbeiten auszuführen – diese Haltestelle ist nach der Haltestelle Kongresszentrum die zweite Haltestelle, in der der Rohbau beendet werden kann und in den Innenausbau übergeht.

Kombi-News 3. November 2017
Im Nordkopf der Haltestelle Ettlinger Tor werden alle Einrichtungen, die für den Druckluftvortrieb des Tunnels unter der Karl-Friedrich-Straße benötigt wurden, demontiert. | Bild: Kasig

Grundwasser kann nicht mehr in Haltestellen eindringen

Anders gelagert sind die Arbeiten am Tunnel unter der Karl-Friedrich-Straße und im angrenzenden Nordkopf der unterirdischen Haltestelle Ettlinger Tor: Der Abbau der Druckluftvorrichtungen, die während des Vortriebs beim Tunnel unter der Karl-Friedrich-Straße benötigt wurden, läuft auf Hochtouren, während gleichzeitig die Arbeiten an diesem Haltestellen-"Drittel" weitergehen, die erst nach Vortriebsende begonnen werden konnten: So werden hier etwa noch die endgültigen Stationswände betoniert.

Nachdem die Innenröhre des Tunnels unter der Karl-Friedrich-Straße komplett hergestellt ist und damit auch nicht mehr die Druckluft zur Verhinderung des Eindringens von Grundwasser benötigt wird, werden die Einrichtungen für den Druckluftvortrieb wie etwa die Personen- und Materialschleusen abgebaut.

In den Röhren werden leere Rohre verlegt

Der Bau der Randwege mit den integrierten Leerrohren für die Elektrokabel für die Zug- und Sicherheitstechnik in den beiden Tunnelröhrenabschnitten zwischen den Haltestellen Europaplatz und Lammstraße und zwischen Gleisdreieck und der Haltestelle Kronenplatz dauert noch an.

Kombi-News 3. November 2017
Im Tunnelabschnitt zwischen Marktplatz und Kronenplatz steht der Bau der Notwege auf dem Arbeitsprogramm. | Bild: Kasig

Aber nicht nur im Bereich der Fußgängerzone auf Höhe des Marktplatzes ist oberirdische Bautätigkeit zu beobachten: Am Durlacher Tor wird an der endgültigen Lage der Gleise und der Gleiskreuzung zwischen Durlacher Tor und dem Beginn der Kaiserstraße gearbeitet. In der Ettlinger Straße biegen die Oberflächenarbeiten an der neuen Straßen-, Radwege- und Gehwegführung in die Zielgerade ein. Der Rondellplatz wird um die Verfassungssäule herum neu gepflastert und die angrenzenden Straßenbereich asphaltiert.

In der Kriegsstraße beginnt der Aushub

Beim Bau des Teilprojektes Kriegsstraße innerhalb der Kombilösung ist auf dem östlichsten Baufeld O1 der Schlitzwandgreifer in der Ludwig-Erhard-Allee im Einsatz, um die bis zu 18 Meter tiefen Schlitze herzustellen, in die die Spundwände zum Abdichten der Baugrube eingestellt werden. Gleichzeitig beginnt hier schon der Aushub des Erdreichs bis auf eine Tiefe, von der aus die Spundwände nach hinten im Erdreich verankert werden.

In den sich westlich anschließenden Baufeldern O3 und O4 zwischen Fritz-Erler-Straße und Ettlinger Tor läuft der Bau von Gehwegen und Autofahrbahnen weiter, damit während der anstehenden Arbeiten mit schwerem Gerät eine sichere Führung von Fußgängern und Autos gegeben ist. Die provisorischen Autofahrbahnen werden jeweils nach außen verlegt, um in der Mitte der Kriegsstraße Platz zum Bauen des Straßentunnels zu haben.

In den sich auf beiden Seiten der Kreuzung Ettlinger Tor anschließenden Baufeldern O5 und W4 werden die Brüstungen der alten Unterführung abgebrochen, um mehr Platz für Autoverkehr und Baustellenverkehr zu haben. Im Baufeld W 2 zwischen Lammstraße und Ritterstraße wird Erdreich bis zur ersten Ankerlage ausgehoben und unter den ausgehobenen Bereichen die Weichgelsohle hergestellt, die die Baugrube nach unten abdichtet. Zudem werden die Spundwände rückverankert.

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  •   workman
    (29 Beiträge)

    06.11.2017 05:47 Uhr
    Den Grund
    für die lange Bauzeit läßt sich auf dem ersten Bild
    erkennen, ein Mann arbeitet und vier schauen zu !!!
    Das ist aber nicht nur bei dieser einen Baustelle so, denn wenn man täglich mit der Straßenbahn
    durch die Stadt fährt kann man
    diesen Arbeitseifer sehr oft sehen. Die Stadtverwaltung nimmt das so hin
    und die KVV erhöht die Preise.
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  •   ALFPFIN
    (5677 Beiträge)

    05.11.2017 14:09 Uhr
    Wie lange geht das noch,
    bis die Bahnen unten durch fahren sollen. Da ist die nächste oberirdische Änderung oder der Wiedereinbau eines "Knicks" sicher schon in Planung. grinsen
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  •   Mondgesicht
    (1566 Beiträge)

    05.11.2017 18:05 Uhr
    Womöglich
    muss man dann in zwei Jahren die Schienen in der Kaiserstraße noch einmal ersetzen, weil sie zu stark abgefahren sind. Geplant war schließlich, dass wir seit letztem Jahr unterirdisch fahren... konnte ja keiner wissen dass jetzt noch so viele Bahnen die Schienen abnutzen grinsen
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  •   dipfele
    (4178 Beiträge)

    06.11.2017 00:12 Uhr
    so schnell....
    ..... fahren sich die Schienen nicht ab Die können 30 Jahre und länger halten. Wenn in 3 bis 4 Jahren die Bahnen unten schnell voran fahren, werden die fast neuen Gleise oben wieder rausgerupft und die Platanen gleich mit. Die Stadt hat kein Geld um Sozialleistungen zu finanzieren, aber in der Kaiserstrasse kann nicht genug Geld verbrannt werden. Darüber hinaus sollte auch daran gedacht werden, dass täglich 15.000 Kinder an Hunger sterben.
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  •   melotronix
    (2233 Beiträge)

    05.11.2017 12:33 Uhr
    Fortschritt bei der Kombi
    ...als Erfolg zu verkaufen ist sehr vermessen, wenn man bedenkt dass seit 2010 gebaut wird!
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  •   Ozeiger
    (1459 Beiträge)

    05.11.2017 13:41 Uhr
    Stimmt,
    an den Spatenstich können wir uns alle noch gut erinnern. grinsen
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  •   Ozeiger
    (1459 Beiträge)

    05.11.2017 13:43 Uhr
    Man lese
    auch die beiden Kommentare darunter. zwinkern
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