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Karlsruhe Kombi-News: Andernorts laufen Arbeiten trotz Tunnelstillstand weiter

In letzter Zeit gab es wenig Positives zur Kombilösung zu vermelden. Dass die Arbeiten zumindest teilweise dennoch voranschreiten, zeigt der wöchentliche Statusbericht der Karlsruher Schieneninfrastruktur Gesellschaft (Kasig). An einigen Haltestellen und auch an vielen Tunnelbereichen gehen die Betonarbeiten weiter.

Die Arbeiter in der Haltestelle Marktplatz sind in einem Abschnitt damit beschäftigt, die Schalung für die endgültige Sohle aufzubauen und darin auch die Bewehrung. Dieser Bereich der endgültigen Sohle wird in der nächsten Woche betoniert. Anschließend beginnt bereits das Bewehren des letzten Sohlenabschnitts am Marktplatz.

Am Durlacher Tor und im Südkopf Ettlinger Tor werden abschnittsweise die endgültigen Wände betoniert – die Schalungen sind teilweise als Fertigelemente ausgebildet und können nach dem Ausschalen zum nächsten Wandabschnitt umgesetzt werden.

Betonieren im Untergrund

Ähnliches ist auch südlich der künftigen unterirdischen Haltestelle Kongresszentrum zu beobachten: Auch in dem in offener Bauweise hergestellten Tunnelabschnitt werden die endgültigen Wände – und in der Rampe auch die Bodenplatte – fortlaufend betoniert.

In den Haltestellen Europaplatz, Lammstraße zusammen mit dem Gleisdreieck sowie am Kronenplatz läuft dagegen noch der Erdaushub, in allen drei Haltestellen wird auch schon auf die freigelegten Wände eine Spritzbetonschicht aufgetragen.

In dem Tunnelabschnitt südlich und nördlich der Kreuzung Ettlinger Straße / Baumeister- und Hermann-Billing-Straße steht in den nächsten Wochen der Erdaushub an. An der Haltestelle Kongresszentrum wird nach dem mittlerweile erfolgten Aushub die Sauberkeitsschicht eingebaut, anschließend erfolgt das Aufbringen des Spritzbetons auf die Schlitzwände.

Arbeiten an der zukünftigen Oberfläche laufen

Beim Kombi-Bauwerk in der Mitte der Kreuzung Ettlinger Tor werden ab nächster Woche die Schlitzwände nach Norden und Süden hin abgebrochen, die das Kombibauwerk gegen den Nord- und den Südkopf abgeschottet haben. Zur Vorbereitung auf den Bau des Deckels, auf dem dann die Autos im Kriegsstraßentunnel den Stadtbahntunnel queren werden, werden die östlichen und westlichen Schlitzwände abgestemmt, um die Bewehrung daran anschließen zu können.

Am Mühlburger Tor kommen die Arbeiten an den Straßen und Gehwegen sowie an dem Gleisbogen auf dem Kaiserplatz voran. Nördlich der Rampe wurden die Spundwände gezogen. In der übernächsten Woche wird wegen Asphaltarbeiten die Einfahrt zur Hans-Sachs-Straße gesperrt.

In dem Tunnelabschnitt unter der Kreuzung Reinhold-Frank-Straße/Kaiserallee wurden in dieser Woche die letzten beiden endgültigen Sohlen betoniert. Jetzt steht der Bau der Wände in diesem Abschnitt an.

In der Durlacher Allee sind die Arbeiter mit dem Kanalbau für die Straßen- und Gleisentwässerung beschäftigt. Danach wird mit den Vorbereitungen für den Einbau des südlichen Umfahrungsgleises für die Rampe begonnen. Anschließend erfolgt der Straßenbau zusammen mit den Parkplätzen.

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  •   ALFPFIN
    (5719 Beiträge)

    04.06.2016 11:59 Uhr
    Kombi-Lösung
    Aussage von Dieter Ludwig bei seiner Verabschiedung.

    "Die Kombi-Lösung bezeichnete Dieter Ludwig abschließend als "ein Jahrhundert-Bauwerk", für das man langen Atem brauche".

    Na, dann, er muss es ja wissen. Da haben wir noch lange Zeit und müssen halt mal öfter durchschnaufen. Und den langen Atem kann die nächste Generation schon mal trainieren, damit ihr nicht die Luft ausgeht. Die übernächste Generation, die kann dann schon einmal aufatmen, denn irgendein Bähnle wird schon eine gewisse Zeit unten durch fahren. grinsen
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  •   Vector
    (808 Beiträge)

    05.06.2016 15:08 Uhr
    Ein klares Zeichen,
    dass der Ludwig noch zu Amtszeiten offensichtlich schwer überschätzt war.
    Die Tunnelidee stammt doch aus den frühen 80ern oder sogar noch etwas früher. Da hätte man es machen sollen, zusammen mit dem Umbau der Kaiserstrasse zur Fussgängerzone. Ich würde mal vermuten, dass es an den gigantischen Kosten scheiterte.
    Dass man 20 Jahre später aus dieser Erkenntnis NICHTS gelernt hat spricht Bände.
    Das ist in etwa so als würde man einen modernen effizienten Verbrennungsmotor mit Vergasern ausstatten.
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  •   Greif
    (1418 Beiträge)

    06.06.2016 00:36 Uhr
    Angestossen...
    noch vom OB Klotz (Amtszeit bis 1970) - Vorstellung der Studie war m. W 1972
    Zitat von Vector Die Tunnelidee stammt doch aus den frühen 80ern oder sogar noch etwas früher. Da hätte man es machen sollen, zusammen mit dem Umbau der Kaiserstrasse zur Fussgängerzone. Ich würde mal vermuten, dass es an den gigantischen Kosten scheiterte.

    Für den ersten Wurf gab es gab mehrere Sargnägel:
    - Streckenführung teilw. nicht unter der Straße, sondern auf langen Abschnitten (Durlacher Tor - Mühlburger Tor und Kongresszentrum - Hauptbahnhof) unter Bestandsgebäuden (schweineteuer!)
    - planfreie Abzweige (wg. Leistungsfähigkeit) am Rondellplatz hätten eine größere Tiefenlage erfordert (z. T. >20 m) (sehr teuer)
    - dadurch größere Tunnel- und "Rampenlänge" zum "Auftauchen": Rampen an der Tullastr,, an der Schillerstr., am Städtischen Klinikum und in Dammerstock (teuer)
    - Strecken und Abzweige Karlstr., Rüppurrer Str. (und Strecke Kaiserstr zwinkern ) als "Ergänzungsnetz" aus Kostengründen oberirdisch
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  •   wolkenschauer
    (1295 Beiträge)

    05.06.2016 08:21 Uhr
    Kombi-Desaster, Elitenversagen, Bürgerverachtung, Kasinorettungen
    Das mit dem Aufatmen der übernächsten Generation und der Nutzung des Tunnels anno 2040ff (?) halte ich für ne gewagte Aussage. Ob das unnütze, schädl. und für die Stadtentwicklung bisher schon sehr ruinöse Ding jemals realisiert wird und wie lange es auf Kosten der Karlsruher Bürger laufen kann/wird, ist für mich nicht absehbar.

    Ähnlich der Einschätzung wann (!) die nächsten Bankenkrise kommt, die nächste Immobilienblase platzt oder die börsige Grossspekulierei völlig aus dem Ruder läuft, weil sich der nach wie vor gefütterte gierige und hochgradig kriminelle Finanzkapitalismus mal wieder verzockt hat bzw. völlig unreguliert austoben durfte.

    Mal sehen wann es an das Bargeld (Abschaffung) bzw. die politikergarantierten ( grinsen) Einlagen bei den Geldinstituten gehen soll. Wenn sich die Leut nicht wehren, ists eher nicht mehr lang hin bis zum totalitären Crash.

    Dann sind sicherl. wieder Flüchtlinge, der Muslim, Ausländer, der Fahrradfahrer, der Klimaschützer oder der Veganer schuid !
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  •   wolkenschauer
    (1295 Beiträge)

    05.06.2016 09:03 Uhr
    Emanzipation statt angstgetriebene Unterordnung
    'Schuld' statt (österreichisch ?) 'schuid'..

    Lieber deutlich weniger systemimmanente durchknallende, völlig ungeerdete, unsozialisierte 'Macher' und dafür mehr nachdenkliche freundliche Leute, die noch gemeinschaftlich-gemeinnützig mit sozialer Verantwortung denken, handeln und leben können.

    Lächerl. Trieb nach Gigantismus, materieller Maßlosigkeit, Weltgeltung, Protzertum.

    Ist ein wohltuender freundlicher Sinn und ein Gefühl für ein gegenseitiges Miteinander, die Wertschätzung von Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Höflichkeit immer mehr Fehlanzeige ? Muss dieser Irrweg von immer mehr sinnlicher, emphatischer, unmenschlicher, selbstwertentgrenter egozentrischer Verrohung immer weiter gehen ?

    Wer steht denn noch hinter dieser Karlsruher Entwicklung ? Brauchen wir hier noch mehr systemimmanente, tendenz. extrem von grossflächiger (digitaler) Dauerwerbung durchmanipulierte JA-Sager ? Oder gar den 'starken Mann', den Tyrannen, die faschistischen Institutionen von Vorgestern ?
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  •   wolkenschauer
    (1295 Beiträge)

    05.06.2016 09:25 Uhr
    ...
    Und bitte endlich den irreführenden, unsachgemässen Begriff der 'Kombilösung' wertneutraler ersetzen ! zwinkern

    Vorschläge ?
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  •   Petrolhead
    (960 Beiträge)

    05.06.2016 10:44 Uhr
    wie wäre es mit
    Kombitorso ?

    Bei der Gelegenheit: dieser unsägliche K. Punkt Infobunker gehört umgehend geschlossen.
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  •   wolkenschauer
    (1295 Beiträge)

    05.06.2016 11:51 Uhr
    Guter Vorschlag !
    Oder einfach K. Dann könnte man immerhin wie bei 'Man in Black' daraufhoffen, dass Karlsruhe geblitzdinkst wird und dass mit ner neuentwickelten Sonderfunktion, dass nicht nur die Erinnerung an das Desaster gelöscht wird, sondern auch alles, was hier an grossen Schandtaten nach der Jahrtausendwende implantiert wurde. Vorrangig wäre natürlich der Kombitorso. Und gucke ich gen Südstadt-Ost und betrachte die Kunschtt der angeblich modernen klotzigen Esplanaden und das beigefügte hässlich-kalte Wohnghetto Ost mit ihrem ästhetischen Vorbild der Nachkriegs-Fünfziger.

    Potthässlich !

    Ein noch recht kahler Otto-Dullenkopf-Park bringt uns auch nicht die gefällten Bäume aus Kaiser-, Kriegs-, und Ettlinger Strasse wieder und macht den Bahnhofs-Vorplatz, den Marktplatz, den Kronenplatz und den recht drangsal. Friedrichsplatz auch nicht fröhlicher, strahlender.

    Dazu gerne noch als Therapie für entspannte, beglückende Sinne (Augenkrebsgefahr !) ein 'ein paar' Smartphon-Zombies auf Reset... grinsen
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  •   wolkenschauer
    (1295 Beiträge)

    05.06.2016 11:59 Uhr
    Korrektur
    'Geblitzdingst' mit g... Hoffen wir also vorschlagshalber auf einen Kay - alles also nur ein peanutsiger Albtraum ohne nachhaltige Erinnerung... grinsen
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  •   ALFPFIN
    (5719 Beiträge)

    05.06.2016 10:55 Uhr
    Na, aber immerhin
    der K. Punkt Infobunker wurde doch wenigstens fertiggestellt. Hauptsache, der Infobunker ist keine Baustelle mehr. Wer will da noch was sagen. grinsen
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