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Karlsruhe Karlsruhe nach Kombilösung: So sehen Haltestellen, Marktplatz und Co. aus!

Karlsruhe nach der Kombilösung: Wie werden die zukünftigen Tunnel-Haltestellen aussehen? Wie steht es um die Sicherheit? Wie stellen sich die Verantwortlichen die Neugestaltung von Marktplatz und Kaiserstraße vor? Wir haben uns die bisherigen Planungen angesehen.

Wasserspiele auf dem Marktplatz und bunte Lichter in den unterirdischen Haltestellen - langsam aber sicher werden seitens der Stadt erste Planungen preisgegeben, die verraten, wie das fertige Gesicht der Kombilösung aussehen soll.

Zur Entwicklung der Innenstadt lud die Stadt Karlsruhe am Donnerstagabend zu einem öffentlichen Einzelhandelsforum in das Ständehaus ein. Auf der Tagesordnung stand die aktuelle und zukünftige Baustellensituation, geplante Maßnahmen des Kooperationsmarketings, die Gestaltung der unterirdischen Haltestellen sowie die Neugestaltung des Marktplatzes und der Kaiserstraße.

"Es entsteht etwas Gewaltiges da unten"

Uwe Konrath, Geschäftsführer der Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Kasig), informierte über den aktuellen Stand unter Tage: "Wir sind in der Endbauphase des Rohbaus des Stadttunnels angekommen." Zunächst steht unter anderem der Abbruch der Primärstützen am Europaplatz bevor." Während die Rohbau-Fertigstellung der Haltestellen voranschreitet, soll in der ersten Hälfte der Sommerferien 2018 am Durlacher Tor die Gleislage wiederhergestellt werden. Gut sieht es laut Konrath auch auf der Kriegsstraße aus: Die Baumaßnahmen liegen aktuell zwei bis drei Wochen vor dem Zeitplan.

Unterirdische Haltestelle
Unterirdische Haltestelle | Bild: Kilius Ernst für Allmann Sattler Wappner

"Es entsteht etwas Gewaltiges da unten", sagt Ludwig Wappner, Founding Partner des Architekturbüros Allmann-Sattler-Wappner.  Als "groß, hell und eindrucksvoll" beschreibt Wappner die zukünftigen sieben Tunnel-Haltestellen. "Wir wollten an einer Linie festhalten und keine Einzelstationen schaffen, sondern ruhige, zurückhaltende Bahnsteige kreieren. Wie eine zusammenhängende unterirdische Perlenkette die durch die Innenstadt führt." Da der Rohbau mit den notwendigen Tunnelabschnitten und Bahntrassen bereits weitestgehend fertig gestellt ist, fällt mit Beginn des Jahres 2018 der Startschuss für den gestalterischen und funktionalen Ausbau der Haltestellen.

Jede Haltestelle wird über Tage mit einem leuchtenden, symbolischen U gekennzeichnet sein. "Grossmaßstäbliche Untergrundräume" werden sich, so das Architektenbüro, dem Besucher beim Hinabsteigen in die Haltestellen der neuen U-Bahn in Karlsruhe öffnen. Unter dem zentralen Marktplatz liege außerdem ein "gewaltiges Raumvolumen mit mächtigen Dimensionen" und die Haltestellen bestehen aus verschiedenen Ebenen: "Bevor man an den Bahnsteig kommt, ist man in einer Transferebene - hier kann man nach den Bahnen schauen oder etwas verweilen", informiert Wappner weiter.

Haltestellen werden nachts verschlossen

Eine besondere Rolle spielt das Lichtkonzept in den neuen Haltestellen, denn Lichtdesigner Ingo Maurer, hat sich für die Karlsruher Kombilödung etwas besonders einfallen lassen:  Damit der "tiefste Punkt gleichzeitig auch der hellste Raum" sein kann, wird ein choreografisches Lichtgebilde an der Decke mit einem seilartigen Gefüge, installiert. Das Thema Oberleitungen und das vermeintliche Gewirr aus Drähten und Kabeln, das sich über die Bahntrassen zieht, ist der Ausgangspunkt des Konzepts, erklärt das Architekenbüro. "In jedem der sieben Bahnhöfe sind Drahtseile quer über die Bahnsteige gespannt. Auf den Drahtseilen liegen viele zylindrische Leuchtstäbe, die für eine gleichmäßige Ausleuchtung der Bahnsteige und des Deckenraums sorgen", so Wappner.

Die LED-Röhren sollen bunte Lichtspiele erlauben: Die von den Drahtseilen abgehängten Leuchter sorgen für farbige Lichtquellen, je nachdem wo man am Bahnsteig steht, wird der Schatten in bunten Farben auf dem Boden abgebildet. Es entstehe eine unerwartete Interaktionen zwischen den Wartenden und dem Licht durch die Farbwechsel der Schatten am Boden, so Wappner. 

Künftiger Lichteffekt in Haltestellen
Künftiger Lichteffekt in Haltestellen | Bild: Ingo Maurer

Die große Helligkeit soll das Sicherheitsgefühl der Menschen stärken. Dazu erklärt Pischon: "Wir planen ein komplexes, umfassendes Sicherheitskonzept und werden eine Streife beziehungsweise eine Sicherheitsmannschaft aufbauen." Zudem gebe es Notruftasten und eine Videoüberwachung, so der VBK-Chef. Auch weist Pischon darauf hin, dass die Haltestellen nachts, zu Zeiten wo kein Bahnverkehr herrscht, mit Gittern verschlossen sein werden.

Um die, so Wappner, "sakralen, eindrucksvollen Räume", der Tunnelhaltestellen zu wahren, will der Architekt, unterirdische Gewerbe- und Werbeflächen vermeiden und ein "Raumerlebnis ohne Werbung" schaffen. VBK-Chef Pischon strebt allerdings schon Überlegungen über drei Werbevitrinen pro Haltestelle sowie Bildschirmen zwischen den Gleisen an. Hier bleibt abzuwarten, wie werbefrei die Haltestellen letztendlich sein werden.

Unterirdische Haltestelle
Unterirdische Haltestelle | Bild: Kilius Ernst für Allmann Sattler Wappner

Wasserspiele auf dem Marktplatz

"Wasser Marsch" heißt es nach der Kombilösung am Marktplatz! Die Neugestaltung von Kaiserstraße und Marktplatz befindet sich bereits in vollem Gange. Bereits in der nächsten Gemeinderatsitzung sollen konkrete Details dieser Neugestaltungsmaßnahmen auf der Tagesordnung stehen.

Geplant sind unter anderem 31 Wasserdüsen und eventuell auch Nebeldüsen, die nördlich der Pyramide für Erfrischung sorgen sollen. Effektbeleuchtungen am Ludwigsbrunnen, dem Rathaus und der Weinbrennerkirche sind ebenfalls vorgesehen. Insgesamt wird für das gesamte Marktplatzkonzept mit einer Bauzeit von rund einem Jahr gerechnet. Ein Baubeginn könne Mitte 2019 angepeilt werden, so Andrea Thielemann vom Stadtplanungsamt.

Bäume werden ersetzt

Während der Marktplatz weiterhin ohne ein Baumkonzept auskommen soll, wird in der Kaiserstraße mit neuen Bäumen geplant, dafür sollen, so Thielemann, einige Platanen gefällt und dafür geeignetere Zürgelbäume gepflanzt werden. Die Hängebeleuchtung der Kaiserstraße wird modernen LED-Leuchten weichen. Der Wald-, Herren- und Lammbrunnen bleiben dagegen erhalten.

Der Marktplatz nach der Kombilösung
Der Marktplatz nach der Kombilösung: Nördlich der Pyramide sind nun noch Wasserspiele geplant. (Fotomontage). | Bild: Stadtplanungsamt Karlsruhe

Und welche Projekte hat das Kooperationsmarketing vorgesehen? Sascha Binoth, Citymanager des Stadtmarketing Karlsruhe, möchte ab dem Frühjahr 2018 unter anderem die Haltestellenpodeste neu gestalten. "Die Imagekampagne der Innenstadt 'Sieh mit dem Herzen' wird ebenfalls neu konzipiert und neue Zwischennutzungskonzepte wie Pop-Up-Stores, ausgeweitet", informiert Binoth. Zusätzlich sei für März 2018 eine eigenständige neue Onlineplattform der Innenstadt geplant. Auch ein zusätzlicher verkaufsoffener Sonntag werde aktuell geprüft. Die Fertigstellung der Kombilösung ist aktuell für 2020 angesetzt.

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  •   yokohama
    (3371 Beiträge)

    28.11.2017 01:19 Uhr
    So sieht es aus
    Der Marktplatz wird in den von Weinbrenner angedachten Zustand zurückversetzt.

    Historische Ansichten gibt es im Internet zu Hauf. Wenn man einen verirrten Geschmack und von Städtebau keine Ahnung hat, kann man natürlich alles "hässlich" finden.

    https://web1.karlsruhe.de/Historie/Weinbrenner/marktplatz.htm

    https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/937/files/2015/08/Karlsruhe-Marktplatz.png
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  •   Eine_Armlaenge_Abstand
    (1122 Beiträge)

    27.11.2017 21:52 Uhr
    Via Triumphalis ...
    Mit der Argumentation landen Sie aber ganz schnell in der rechten Schmuddelecke.
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  •   stoersender
    (1309 Beiträge)

    27.11.2017 21:34 Uhr
    Hetzerei
    Jetzt ist man also auch schon ein Hetzer, wenn man etwas mehr grün auf dem Marktplatz sehen will. Ja, Wahnsinn - Hetzer wohin man schaut... echt irre.
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  •   Eine_Armlaenge_Abstand
    (1122 Beiträge)

    27.11.2017 20:23 Uhr
    Weitestgehend stimme ich da zu,
    ich hoffe nur, dass dann wenigstens die Kaiserstraße reichlich bepflanzt wird.

    Man könnte den Marktplatz schon etwas mehr mit Bäumen und Pfanzen versehen, so dass es den Veranstaltungen nicht im Weg steht.

    Nichts ist für das Stadtklima schädlicher als weitläufige Betonflächen.
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  •   Rundbau-Gespenst
    (11250 Beiträge)

    27.11.2017 12:42 Uhr
    @ka-news: wo oder was ist ein
    "Markplatz" ???
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  •   Waterman
    (6317 Beiträge)

    27.11.2017 12:48 Uhr
    Vielleicht kann ich helfen:
    Das ist da, wo vor kurzem eine Gleis-Begradigung durchgeführt wurde.
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  •   Eckfaehnchen
    (2681 Beiträge)

    27.11.2017 13:57 Uhr
    Ach du lieber Gott,
    auch da fehlt ein t wie Trottel. Fallen diese Fehler eigentlich niemand auf ? Liest wohl keiner Korrektur.
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  •   Rundbau-Gespenst
    (11250 Beiträge)

    27.11.2017 13:55 Uhr
    aaah! so etwa
    wie bei Rastatt-Niederbühl am 12.08.2017?
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  •   Prof.Baerlapp
    (674 Beiträge)

    27.11.2017 12:22 Uhr
    Der Marktplatz
    sieht ein bissche3n arg nach Betonwüste aus. Abgesehen von den sechs Oleander-Töpfen natürlich.
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  •   Prof.Baerlapp
    (674 Beiträge)

    27.11.2017 12:20 Uhr
    Fotomontagen
    haben einen großen Vorteil: alles sieht so wunderbar sauber und gepflegt aus. So wird es in der Realität schon ab der 2. Betriebsstunde des ersten U-Strab-Tages definitiv nicht mehr aussehen. Es sei denn, man stellt an jede Ecke einen Aufpasser und einen Müllmann, der den Dreck entsorgt, der auf den Boden geschmissen wird.
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