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Karlsruhe Kaiserstraße gesperrt: Bahnen fahren ab 29. April über Baumeisterstraße

Um Kombilösungsarbeiten in der östlichen Kaiserstraße konzentriert abzuwickeln, wird zwischen 29. April und November der Schienenverkehr zwischen Marktplatz und Kronenplatz gesperrt. Die Stadtbahnen und Straßenbahnen werden statt über den gesperrten Abschnitt der östlichen Kaiserstraße über den "Bypass" Baumeisterstraße umgeleitet, wie die Verkehrsbetriebe mitteilen.

Der Marktplatz, der Kronenplatz und auch das KIT sind mit dem ÖPNV während der gesamten Zeit erreichbar.

Die Umleitungsfahrwege führen auf einzelnen Linien zu unterschiedlichen, insgesamt aber moderaten Fahrzeitverlängerungen: Die S2 benötigt zwischen Hauptfriedhof und Marktplatz sieben Minuten mehr pro Richtung, die S5 zwischen Tullastraße und Marktplatz drei Minuten pro Richtung. Der Umleitungsfahrweg der S4/S41 ist zeitneutral. Die Tramlinie 1 braucht zwischen Tullastraße und Marktplatz bei ihrem Fahrweg über das Durlacher Tor sechs Minuten mehr. Die Abfahrtszeiten der Buslinien werden gegebenenfalls den veränderten Bahn-Abfahrtszeiten angepasst.

Während der siebenmonatigen Sperrung der östlichen Kaiserstraße für den Schienenverkehr fährt die S2 von Norden kommend ab Hauptfriedhof über Tullastraße, Südostbahn und durch die Baumeisterstraße zum Marktplatz und von dort wie gewohnt nach Rheinstetten (und genauso zurück). Die S4/S41 verkehrt zwischen Tullastraße und Hauptbahnhof Vorplatz (und umgekehrt) über Durlacher Tor, Kronenplatz und durch die Baumeisterstraße. Die S5 fährt ab der Haltestelle Tullastraße als Eilzug über die Südostbahn mit Halt an den Haltestellen Ostendstraße, Philipp-Reis-Straße und Ettlinger Tor bis zum Marktplatz und dann weiter nach Wörth (und genauso umgekehrt).

Die Tramlinie 1 fährt von Durlach kommend bis Kronenplatz, dann durch die Baumeisterstraße und über das Ettlinger Tor zum Marktplatz und weiter nach Oberreut (und so auch wieder zurück). Die Tramlinie 2 verkehrt im Osten nicht; von Westen kommend fährt sie ab Hauptbahnhof Vorplatz zum Tivoli (und dann wieder zurück). Zwischen Durlach und Wolfartsweier verkehrt die Tramlinie 8 als Ersatz für die Tramlinie 2 in den üblichen Taktintervallen und Betriebszeiten der Linie 2. Die Tramlinien 3 und 4 fahren zwischen Heide und Waldstadt über Europaplatz, Karlstraße, Hauptbahnhof Vorplatz, Rüppurrer Straße und Kronenplatz.

Die Tramlinie 5 verkehrt im Westen vom Rheinhafen kommend über Mathystraße, Karlstor, Europaplatz, Marktplatz, Ettlinger Tor und Konzerthaus zurück in Richtung Rheinhafen; im Osten der Stadt wird ab Tullastraße ein Schienenersatzverkehr (SEV) eingerichtet, der Rintheim an das Schienennetz anbindet. Die Tramlinie 6 verkehrt von Daxlanden kommend über Hauptbahnhof Vorplatz, Ettlinger Straße, Marktplatz bis Kaiserplatz und genauso auch wieder zurück. Fahrgäste im Ostteil der Linie können auf die S2 ausweichen, die durch ihre geänderte Linienführung Hirtenweg und Marktplatz über die Südostbahn miteinander verbindet.

Die Sperrung hat auch Auswirkungen auf den Individualverkehr: Um den zusätzlichen Bahnverkehr aufnehmen zu können, wird die Baumeisterstraße entsprechend ausgestattet: Autos und Bahnen erhalten eigene Fahrwege. Dazu ist eine teilweise Umwandlung der Schrägparker durch Längsparker zwischen Marienstraße und Rüppurrer Straße vorgesehen. An der Kreuzung Baumeisterstraße/Rüppurrer Straße wird eine Stauerkennung in der Rüppurrer Straße zwischen Mendelssohnplatz und Baumeisterstraße eingebaut, um die Ampelschaltung flexibel beeinflussen zu können.

Zusätzlich sollen Ampeln in den entsprechenden Bereichen optimiert werde. Die Karl-Friedrich-Straße soll in Richtung Süden vorläufig wieder geöffnet werden. Im Vorfeld der Umleitung werden die Fahrgäste außer über den in den Bahnen und an den Haltestellen ausgehängten Umleitungsplan auch mit eigens für die Sperrung ausgearbeiteten und die geänderten Abfahrtszeiten berücksichtigenden Taschenfahrplänen umfassend informiert. Der gewohnte Takt der Bahnen bleibt während der gesamten sieben Monate erhalten. Zu Beginn der Sperrung wird Infopersonal an den Haltestellen individuelle Fragen von Fahrgästen beantworten. Ein Flyer weist außerdem die geänderte Verkehrswegeführung für alle Verkehrsteilnehmer aus.

Siehe auch:

Kombilösung: Was halten die Karlsruher von der Kaiserstraßen-Sperrung?

Kombilösung: Kaiserstraße wird 7 Monate gesperrt - Mentrup will Bauzeit verkürzen

Kombilösung: Sperrung der Kaiserstraße - nicht alle Stadträte begeistert

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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (1 Beiträge)

    26.03.2013 20:20 Uhr
    Untragbar
    Denjenigen, die für die Verlagerung der Folgen von katastrophalem Projektmanagement auf die Bürger verantwortlich sind, sollte eine Schaufel in die Hand gedrückt werden - anschließend sollte man sie in die unzähligen Baugrube in Karlsruhe stecken und den Verzug, welcher nicht erst seit gestern bekannt ist, mit bloßen Händen wieder aufholen lassen. Die Politik macht wieder den Bückling vor der Wirtschaft - wenn die Kasigs, Alpines und wie sie Alle heißen die Folgen, Mehrkosten, Verzögerungen usw. tragen müssten, wäre auf den Baustellen in Karlsruhe ganz schnell ein anderer Zug drin. Aber so werden sich die Bürger nur wundern, warum die Bahn am Kronenplatz auf einmal abbiegt und man plötzlich nicht um 8:00 sondern um 8:30 am Arbeitsplatz ist und dafür wohlgemerkt immer noch 52€ für eine Monatskarte hinlatzt. Da muss man dann halt etwas früher aufstehen - leider ist es dafür jetzt zu spät.
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  •   Selbstdenker
    (258 Beiträge)

    27.03.2013 16:01 Uhr
    Bitte nicht
    Denn dann braucht die Bauerei ja _noch_ länger. Gegenvorschlag: Alle, die damals dafür gestimmt haben, leisten ihren Beitrag im Form eines Arbeitseinsatzes ab. Schaufeln sollten sich finden.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (29986 Beiträge)

    27.03.2013 02:14 Uhr
    Frag mal
    die Autofahrer, die kommen erst nicht rein und müssen dann noch Parkgebühren zahlen.
    Vor diesem Hintergrund kann man den Bahnfuzzis alles zumuten, denen gehts in KA eh zu gut.

    Faule Bahnfahrer, alle 100 Meter eine Haltestelle, die kriegen es jetzt mal gezeigt mit der Sperrung. Da müssen sie denken! Aber auch wieder nicht, denn es entfällt keine Haltestelle. Sie sind nur länger unterwegs und das geschieht ihnen recht!

    Wirklich leid tut es mir um die 800 Millionen 'Manager' die nicht rechtzeitig zu ihrem lebensnotwendigen und weltrettenden 'Meeting' kommen um zu entscheiden ob auf dem Big Mäc zwei oder drei Gurkenscheiben liegen.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (29986 Beiträge)

    27.03.2013 01:52 Uhr
    Es ist ja wohl
    dein Problem wie du rechtzeitig am Arbeitsplatz erscheinst, für früher aufstehen ist es nie zu spät!
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  •   Insider
    (779 Beiträge)

    26.03.2013 13:26 Uhr
    Das wird ein Spass...
    ... werden! zwinkern Kann ich die Baumeisterstraße tagsüber queren? zwinkern
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  •   mueck
    (12321 Beiträge)

    26.03.2013 13:47 Uhr
    Ab
    3:00 nachts, aber beeeilen, nur bis 5:00! zwinkern
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  •   Selbstdenker
    (258 Beiträge)

    26.03.2013 11:49 Uhr
    Das _kann_ nicht gutgehen
    Ehrlicherweise sperrt man gleich noch die Ausfahrt aus der Herrman-Billing-Straße, außer für Rechtsabbieger. Bei dem Verkehrsaufkommen an Bahnen darf ansonsten mit zehn und mehr Minuten gerechnet werden, bis es mal grün gibt.

    Außerdem: Wirklich "Karl-Friedrich-Straße" südwärts? Wie die dann einfädeln in die ohnehin schon überlastete Ettlinger-Tor-Kreuzung? Oder ist doch eher die Ettlinger Straße vom Tor südwärts gemeint?
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  •   Selbstdenker
    (258 Beiträge)

    26.03.2013 12:39 Uhr
    Mal nachgelegt
    Drei Linien sollen nach der Haltestelle Ettlinger Tor nach links in die Baumeisterstraße biegen (1, S2, S5). Alle drei sind planmäßig mit langen Bahnen unterwegs. Schon jetzt muß an dieser Stelle die 3 länger auf freie Fahrt warten, was Rückstau von Bahnen erzeugt. Die Weiche ist direkt am Ende der Haltestelle, eine wartende Bahn blockiert also nachfolgende. Die wegen Ihrer Länge eigentlich schon vor dem Rondellplatz stehenbleiben müßten, danach gibt es keine legale (ohne anderen Verkehr zu behindern) Wartefläche mehr. Wie das eingehalten wird, ist schon jetzt täglich zu bewundern.

    Also: Der Querverkehr übers Ettlinger Tor kann sich auch schon mal davon verabschieden, in realistischen Zeiten über den Platz zu kommen. Spannend wird's, wenn es das erste Mal ein Rettungsfahrzeug behindert (aus dem Postbank-Hof zum ECE, der Einsatz kommt öfters vor).
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  •   andip
    (11224 Beiträge)

    26.03.2013 11:05 Uhr
    Naja
    Etwas unausgegoren scheinen mir diese Umleitungsstrecken schon.
    Wieso muss die östliche Tram 2 durch die Tram 8 erstzt werden,anstatt bei beiden alles so zu lassen wie es ist.
    Und warum lässt man auch die Tram 6 nicht weiterhin so fahren wie jetzt?
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  •   mueck
    (12321 Beiträge)

    26.03.2013 12:26 Uhr
    !
    Das fragen sich die Durlacher Grünen auch, ist sicher in den nächsten Stunden auch Thema bei ka-news zwinkern
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