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Karlsruhe Infopavillon: es ist ein "K."

Ein gesundes Kind werde nach neun Monaten geboren, das hat Erste Bürgermeisterin Margret Mergen den Besuchern bei der Eröffnung des Infopavillons zur Kombilösung ins Gedächtnis gerufen. Das Kind hat auch einen Namen: es heißt K. ("K-Punkt"). K. Steht für Kombilösung, Karlsruhe, Kommunikation und Kompetenz.

Künftig sollen Interessierte montags bis samstags die Möglichkeit haben, sich in dem Bauwerk über das Jahrhundertprojekt zu informieren. Nach derzeitigem Stand der Planungen sollen in zwei Wochen die ersten großen Gerätschaften anrücken und mit den Arbeiten beginnen.

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Die Eröffnung fand ohne Oberbürgermeister Heinz Fenrich statt; dieser sei kurzfristig verhindert gewesen. Für ihn sprang die Erste Bürgermeisterin ein. "Der Einzelhandel wird in sechs bis sieben Jahren sagen, dass der Bau die richtige Entscheidung war", war sich Mergen sicher. Dem Gesamtprojekt traue sie durchaus einen Quantensprung-Charakter zu.

Anhand von Informationstafeln, Touchscreens und "Der Sendung mit der Maus" soll die Kombilösung für jeden begreiflich werden. Die Kasig hat außerdem ein kleines Bistro einrichten lassen, auf dem Dach befindet sich außerdem eine Aussichtsplattform. Was sich im Laufe der Jahre verändern wird, ist das Informationsangebot. Wird momentan noch vorwiegend über die Kaiserstraße informiert, soll 2015 bereits über die Kriegsstraße aufgeklärt werden.

Der K. soll auch zu einem Kommunikationszentrum werden. Mit dem Theater führe man bereits gute Gespräche. Und auch Vereine seien willkommen, um im Infopavillon Veranstaltungen abzuhalten, es sei Platz für 100 Personen. "Der Veranstaltungskalender ist schon gut gefüllt", verriet Kasig-Chef Walter Casazza.

"Es war keine alltägliche Aufgabe", gab einer der Architekten zu Protokoll und erinnerte an das frühere Aussehen: Die Rampe mit Gittertor als Hintereingang des Substage.

Erste Kritiker melden sich zu Wort

Die Grüne-Gemeinderatsfraktion übt anlässlich der Eröffnung des sogenannten Infopavillons erneut Kritik an der Informationspolitik der KASIG. "Bis heute weigert sich die KASIG, wichtige Informationen zum Projekt wie die Standardisierte Bewertung und verschiedene Gutachten zur Leistungsfähigkeit des Tunnels öffentlich zu machen", kritisiert Fraktionssprecherin Bettina Lisbach.

Anstatt Bürger richtig zu informieren, würden 800.000 Euro öffentlicher Gelder herausgeworfen, um einen Werbe-Pavillon zu errichten, der für viele Bürger "eine reine Provokation" sein müsse.

Auch das Bündnis "Stoppt das Millionengrab" fordert in seiner Pressemitteilung eine "transparente und seriöse Informationspolitik". "Was bringt uns ein Infopavillon, wenn uns grundlegende Informationen vorenthalten werden?", so Tina Bauer. "Der Gesamtvorstand der Freien Wähler Karlsruhe fordert den Oberbürgermeister auf, dass man trotz der jetzt wohl fälligen Millionenstrafen die Reißleine beim Projekt Kaiserstraßentunnel ziehen sollte", meintLars Dragmanli, Vorsitzender der Freien Wähler (FW) Karlsruhe. FW und das Bündnis hegen die Befürchtung, dass noch vor dem geplanten Kriegsstraßenumbau das Geld für die vollständige Umsetzung der Kombilösung ausgegangen sein wird. 

 

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  •   kampion
    (1294 Beiträge)

    20.04.2010 14:35 Uhr
    K. wie...
    Katastrophale Stadtplanung
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (1673 Beiträge)

    20.04.2010 11:38 Uhr
    alles sehr richtig hier
    ... kleinvieh macht ja bekanntlich auch mist, also sollte man doch mal auch anfangen die werbeausgaben macher öffentlicher einrichtungen oder dazu gehörender gmbhs überprüfen. beim runterscrollen in ka_news stellt man fest, dass da doch mindestens die hälfte der werbebanner (sponsoren) aus öffentlichen betrieben stammt ---- sollte man ja eingentlich mal überdenken oder?
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (587 Beiträge)

    20.04.2010 11:26 Uhr
    K
    steht für Herrn Fenrichs extremes Kurzzeitgedächtniß.
    Er kann die Bürger morgen oder irgendwann nicht mehr informieren denn da weiß er ja gar nix mehr!
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  •   todi01
    (1175 Beiträge)

    20.04.2010 10:57 Uhr
    Guter Artikel zum Thema
    http://www.ftd.de/politik/deutschland/:leere-kassen-wie-sich-die-kommunen-in-die-krise-ritten/50103022.html

    "Beharrlich ignoriert der Chor der Jammernden, dass sich machthungrige Bürgermeister, überforderte Kämmerer und inkompetente Räte über Jahrzehnte an den städtischen Haushalten versündigt haben."
    Woran erinnert mich das nur?
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  •   ObenLang
    (2745 Beiträge)

    20.04.2010 10:46 Uhr
    Wie das ganze Projekt
    Erst mal Werben, Geld ausgeben und dann anfangen zu überlegen was man tut.
    K. steht für "KEIN PLAN" und nicht mal dazu scheint man zu stehen.
    Werbung, Selbstbeweihräucherung und "alles ist ja so toll, nur versteht das (verständlicher Weise) niemand, damit die Bürger an Schlechtes glauben, arbeitet man nicht am Problem, sondern intensiviert in teuere Werbung - echt schlau! Toller Plan! Da bezahlen wir doch gerne 800.000 EUR für eine neue Häßlichkeit ;-(
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  •   guglhupf
    (312 Beiträge)

    19.04.2010 23:15 Uhr
    Gombinötigung ist kein Lovechannel
    Die Röhre wird durch einen K-Punkt nicht sexy. Der Tunnel wird so erotisch wie der "technikverliebte"(Danke Robert) Fenrichheinz. Ob mit oder ohne Schnauzer.

    Aber auf die Idee zu kommen, einen G- Punkt in die Röhre einzubauen wären die Planer eh zu phantasielos.

    Entsprechend reizvoll sieht schon der K-Bunker aus. Herr Kenrich sei Dank.
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  •   motzki
    (760 Beiträge)

    19.04.2010 22:19 Uhr
    k. wie..
    kompetenz? auf wen, um gottes willen, sollte das in karlsruhe zutreffen?
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (162 Beiträge)

    19.04.2010 22:01 Uhr
    ohne lange nachzudenken
    fallen mit in Karlsruhe zwei Feuerwehrhäuser ein, in die es seit Jahren reinregnet.

    Warum nichts gemacht wird? Na, weil die nötigen Umbaumaßnahmen von Doppelhaushalt zu Doppelhaushalt geschoben werden. Es ist schließlich kein Geld da.

    Ups...
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (4 Beiträge)

    19.04.2010 20:16 Uhr
    K
    K wie
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  •   stefko
    (2329 Beiträge)

    19.04.2010 20:25 Uhr
    Geanz so
    Ich lese deinen Beitrag als "K wie (nix dahinter)" und bin voller Zustimmung zwinkern
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