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Karlsruhe Haltestellen bekommen Stück für Stück finales Aussehen: Kombilösung macht große Fortschritte

Quadratmeter um Quadratmeter dehnen sich in den sieben neuen unterirdischen Haltestellen der Kombilösung die Terrazzo-Böden aus: Beim Innenausbau des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels unter der Kaiserstraße mit dem Südabzweig vom Marktplatz in die Ettlinger Straße bis zur Augartenstraße werden die Zwischen- oder Fahrgastebenen sowie sämtliche Treppenabgänge mit Terrazzo gestaltet.

Auf den vom Rohbau hinterlassenen Betonboden wird zunächst ein Schutzanstrich aufgebracht, darauf dann eine Folie. Große Flächen werden geteilt, um Dehnungsrisse zu vermeiden. Dann wird das flüssige Material - ein farblich zu den Wänden passender Zement mit eingestreuten kleinen Steinchen - von der Straßenoberfläche in die Zwischenebene hinuntergepumpt und dort von Arbeitern sorgsam geglättet.

Durch Abschleifen entsteht die gewünschte Struktur

Schließlich wird der ausgehärtete Estrich noch geschliffen - dabei entsteht die endgültige Oberfläche mit den angeschliffenen Steinen. Die Treppenstufen werden dagegen vorgefertigt angeliefert und auf die Rohbau-Rampen montiert. Sorgfältig abgedeckt finden sich große Terrazzoflächen und bereits montierte Treppen bereits in den Haltestellen Europaplatz, Kronenplatz, Marktplatz und Ettlinger Tor.

Terrazzo am Boden: Der Estrich wird auf der Zwischenebene zwischen den Haltestellen Marktplatz und Lammstraße eingebaut.
Terrazzo am Boden: Der Estrich wird auf der Zwischenebene zwischen den Haltestellen Marktplatz und Lammstraße eingebaut. | Bild: Kasig

Vom Innenausbau ist der Umbau der Kriegsstraße mit einer neuen Gleistrasse "oben" und einem darunter liegenden Autotunnel dagegen noch ein Stück weit entfernt. Der Ingenieurbau - also der "eigentliche" Bau des Autotunnels mit Sohle, Außenwänden und der die Fahrbahnen trennenden Zwischenwand sowie dem Deckel - macht große Fortschritte und liegt seit dem Spatenstich Kriegsstraße im April 2017 im Zeitplan.

Am westlichen Ende der mit Ein- beziehungsweise Ausfahrtsrampen etwa 1,6 Kilometer langen Strecke im Bereich des Karlstors im Baufeld W 1 ist das Erdreich im östlichen Teil der Baugrube bis auf die endgültige Tiefe ausgehoben. Die Wände des Baugrubenverbaus werden noch mit Spritzbeton geglättet. Sie dienen dann als rückwärtige Schalung für die Tunnelaußenwände.

Tunnel wächst mit beeindruckender Geschwindigkeit

Im neuen Jahr wird hier der Ingenieurbau beginnen und den Straßentunnel vom bereits hergestellten Abschnitt im Bereich Nymphengarten nach Westen zum Karlstor hin verlängern. In den Baufeldern W 3 und W 4 zwischen Lammstraße und Ettlinger Tor wächst der im Rohbau hergestellte Tunnel mit beeindruckender Geschwindigkeit: Vor dem Einkaufszentrum wird aktuell auf der Nordseite die Wand, in der sich die Öffnung für die Ausfahrt aus dem Autotunnel zum Parkhaus befindet, hergestellt.

Die schräg gegenüberliegende Betriebszentrale für den Tunnel ist weit fortgeschritten. Direkt neben der Kreuzung Ettlinger Tor ist die Fahrrampe für die Baumaschinen inzwischen abgegraben, so dass auf der endgültigen Tiefe mit dem Planum begonnen werden kann, auf dem die Betonsohle des Tunnels schließlich hergestellt werden wird.

Tunnelbau in Sicht: Die Lücke zwischen dem hergestellten Abschnitt Höhe Nymphengarten und dem Ettlinger Tor wird kleiner.
Tunnelbau in Sicht: Die Lücke zwischen dem hergestellten Abschnitt Höhe Nymphengarten und dem Ettlinger Tor wird kleiner. | Bild: Kasig

Da die Querung für die Fußgänger an der Kreuzung Ettlinger Tor inzwischen von der Ost- auf die Westseite verlegt wurde, kann jetzt auch der noch von der früheren Unterführung übrig gebliebene Deckel - auf ihm befanden sich bisher Geräte der Baustelleneinrichtung - im Baufeld O 5 abgebrochen werden. Östlich davon im Baufeld O 4, das sich bis zur Meidingerstraße erstreckt, laufen Erdaushub bis zur zweiten Ankerlage, Ankerarbeiten und das Auftragen von Spritzbeton auf die Verbauwände.

Baugrube muss gegen Grundwasser geschützt werden

Im östlichen Baufeld-Abschnitt ist von Osten nach Westen der Ingenieurbau für den Autotunnel zu beobachten. Im Baufeld O 3 zwischen Meidingerstraße und Mendelssohnplatz beginnt in wenigen Tagen nach Abschluss der Dichtigkeitsprüfung - die Baugrube muss seitlich und unten gegen eindringendes Grundwasser geschützt sein - der Aushub von Erdreich bis hinunter zur zweiten Ankerlage und das Glätten der Verbauwände mit Spritzbeton.

Die Baufelder O 2 und O 1 östlich des Mendelssohnplatzes bis zur Querung der Ludwig-Erhard-Allee durch die Ostend- beziehungsweise Henriette-Obermüller-Straße sind ganz von den Arbeiten an der Oberfläche geprägt: Auf der Nordseite werden die stadteinwärts führenden Fahrbahnen, Rad- und Gehwege gebaut, der Autoverkehr fließt in dieser Phase von Osten nach Westen zwischen den beiden Tunnelrampen.

Straßenbau in Sicht: In der Ludwig-Erhard-Allee entstehen auf der Nordseite Fahrbahnen, Rad- und Gehwege.
Straßenbau in Sicht: In der Ludwig-Erhard-Allee entstehen auf der Nordseite Fahrbahnen, Rad- und Gehwege. | Bild: Kasig

Ab Januar dreht sich die Richtung: Dann fahren die Autos auf der Nordseite auf der endgültigen Fahrbahn, während die Südseite gebaut wird und der stadtauswärts fließende Verkehr die provisorische Fahrbahn zwischen den Tunnelrampen nutzt.

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Kommentare (5)
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  •   mueck
    (11498 Beiträge)

    07.12.2019 12:58 Uhr
    Bild 2:
    ka-news hat aufgedeckt:
    Schlossgartenbahn übernimmt die Feinverteilung der Fahrgäste in den Tunnelhaltestellen! Gleis liegt schon.
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  •   Waterman
    (6436 Beiträge)

    06.12.2019 14:52 Uhr
    Das liest sich ja alles sehr positiv!
    Der Baufortschritt ist erfreulich und man kann es auch schön auf den Webcams verfolgen.

    Aber wie armselig in der Oberstube muss eigentlich jemand sein, mutwillig Öl auf die Steine beim Marktplatz zu schütten.

    Hoffen wir mal, auch doof genug, dass der Täter auf der Webcam zu sehen ist.
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  •   Amerikaner_mit_Zuggerguss
    (46 Beiträge)

    06.12.2019 17:46 Uhr
    Ich vermute, das kommt von einer Baumaschine.
    Wie man lesen durfte (aber nicht kommentieren) muß am Marktplatz der neue Bodenbelag stellenweise wegen ausgelaufenem Altöl ausgetauscht werden, da Reinigung nicht möglich ist. So etwas kann durch Fahrzeuge immer einmal verloren werden (Be- und Entladezeit).
    Schafft man es in KA nicht einmal einen Bodenbelag auszusuchen, den man anständig reinigen kann (Öl, Kaugummis und sonstiger üblicher Schmutz)? Hoffentlich mußten da nicht externe Berater für die Auswahl der Platten bezahlt werden.
    Diese Stadt will Klimaneutral werden? Wohl eher intelligenzneutral...
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  •   Berty87
    (791 Beiträge)

    06.12.2019 22:40 Uhr
    Wird
    Man dann auch die Platten tauschen wenn Kaugummis auf dem Boden kleben oder Hundekott oder Menschliche Fekalien auf dem Boden liegen.
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  •   Buddha
    (56 Beiträge)

    06.12.2019 16:04 Uhr
    JA
    Es ist selbst für einen Buddha zum kotzen
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