Karlsruhe Graben für den Tunnel: Zwischen Ettlinger Tor und Meidingerstraße laufen sich schon die Großgeräte warm

In der Kriegsstraße haben sich die Autofahrer wieder an eine neue Verkehrsführung gewöhnen müssen: Damit sich die Maschinen für den Autotunnel in die Tiefe arbeiten können, wurden die Spuren zur Seite verlegt. Aber auch bei den anderen Baustellen geht es voran, wie die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Kasig) in einer Pressemeldung berichtet.

Beim Umbau der Kriegsstraße mit einer neuen Gleistrasse oben und einem Autotunnel darunter ist der Autoverkehr nun auch in den Baufeldern O3 und O4 an den äußersten nördlichen und südlichen Rand der Kriegsstraße verlegt – und schon beginnen die Großgeräte auch hier mit dem Herstellen der Baugrube. Im Baufeld O 4, das sich vom Ettlinger Tor bis fast auf die Höhe der Meidinger Straße erstreckt, rücken Schlitzwandgreifer und Großbohrgeräte an. Für letzteres werden im westlichen Teil des Bohrfelds – also nahe am Ettlinger Tor – auch schon die Bohrschablonen hergestellt, die dem Bohrer dann die Lage der bis zu 20 Meter tief ins Erdreich zu bohrenden Löcher vorgeben.

Kombi-News 14.12.18
Die Lage der Löcher für die Bohrpfähle wird in der Kriegsstraße östlich des Ettlinger Tors präzise markiert. | Bild: Kasig

Untergrund wird "freigemacht"

Gebohrt wird auch auf Höhe der Kreuzstraße: Dort müssen noch die Reste der früheren Fußgängerunterführung aus dem Erdreich entfernt werden. Auf den restlichen Flächen wird das Baufeld "freigemacht" – also "störende" Hindernisse wie die oberen Teile der ehemaligen Trogwände des östlichen Teils der früheren Unterführung Ettlinger Tor, alte Leitungen oder Kanäle werden beseitigt. Außerdem wird, vor dem Einsatz der Großgeräte, in den Baufeldern O3 und O4 das Erdreich nach möglicherweise im Boden verbliebenen Kampfmitteln abgesucht.

Kombi-News 14.12.18
Zwischen Kreuzstraße und Adlerstraße wird in der Kriegsstraße der alte Asphalt abgetragen und der Baugrund untersucht. | Bild: Kasig

Nach Weihnachten wird eine Pause eingelegt

Östlich und westlich vom Mendelssohnplatz im Baufeld O 2 wird bis zur Weihnachts- und Winterpause an der Herstellung der Baugrube gearbeitet: Der Aushub von Erdreich bis zur ersten Ankerlage und damit bis zur Arbeitsebene, von der aus die Weichgelinjektionen ausgeführt werden, sind im Osten des Baufelds zu beobachten. Im Westen erfolgen noch in diesem Monat die letzten Weichgelinjektionen, bevor dann im Januar die Dichtigkeitsprüfung vorgenommen wird, die zeigt, dass die Baugrube seitlich und von unten gegen das Eindringen von Grundwasser geschützt ist.

Kombi-News 14.12.18
Weichgelinjektionen stehen östlich vom Mendelssohnplatz auf dem Bauprogramm. | Bild: Kasig

Im Baufeld W 3 zwischen Ettlinger Tor und Lammstraße stehen Bohrungen zur Vorbereitung der Injektion der Weichgelsohle im Mittelpunkt der Arbeiten. Bei diesen Bohrungen muss die Betonsohle der alten Straßenunterführung Ettlinger Tor, die bis in das Grundwasser reicht, durchbohrt werden.

Unter der Erde werden die Kabel eingezogen

Beim Innenausbau des Stadtbahntunnels unter der Kaiserstraße mit dem Südabzweig vom Marktplatz in die Ettlinger Straße hinein macht die Verkleidung der Haltestellen mit den hellen Betonwerksteinen in den beiden Haltestellen Durlacher Tor und Kronenplatz Fortschritte. In der Haltestelle Lammstraße wird zunächst noch die Unterkonstruktion mit Bohrungen auf dem Beton befestigt, bevor auch hier die bis zu 70 Kilogramm schweren Betonwerksteine angebracht werden.

Praktisch nicht sichtbar, aber mit umfangreichen Arbeiten verbunden ist das Einziehen der dicken und dünnen Kabel für den elektrischen Strom in die Leerrohre an beiden Seiten der Tunnelabschnitte sowie unter den Bahnsteigen. Diese Arbeiten werden in den Nächten vorgenommen, um die anderen Handwerker nicht bei deren Gewerken zu stören. Aufzüge werden montiert im Durlacher Tor und in der Haltestelle Kongresszentrum, in den Haltestellen Kronenplatz und Lammstraße sind die die Fahrtreppen an der Reihe.

Der für das Aufrauen der Betonwände in den Treppenabgängen und Zwischenebenen zuständige Handwerker kann Karlsruhe bald verlassen: "Gestockt" werden müssen noch Restflächen in den Haltestellen Kronenplatz, Durlacher Tor und Lammstraße.

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