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Karlsruhe Ein Tunnelrundgang in Bild und Video: So sieht es unter der Karlsruher Innenstadt gerade aus

In regelmäßigen Abständen lädt die Initiative "Ja zur Kombilösung" Interessierte zu Führungsrundgängen auf den Baustellen, ober- und unterhalb, der Kombilösung ein. Bauingenieure und andere Fachmänner führen die Runden und informieren zu den derzeit laufenden Arbeiten. Am Donnerstag standen die Ausbaumaßnahmen im Tunnelinneren im Fokus. Für rund 30 Personen ging es unter Tage vom Ettlinger Tor zum Durlacher Tor, dem Ostende der Karlsruher U-Strab.

Die Arbeiten beim Innenausbau des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels vervielfältigen sich: Viele Spezialisten sind zur Zeit in den insgesamt sieben neuen unterirdischen Haltestellen und auch den dazwischenliegenden Tunnelabschnitten unterwegs, um aus dem Rohbau eine betriebsbereite Anlage des Öffentlichen Personennahverkehrs zu machen.

Tunnelrundgang auf der Kombilösung
Bild: Paul Needham

Zu Beginn des neuen Jahres sollen nach derzeitigem Planungsstand die Schienen verlegt werden.

Tunnelrundgang auf der Kombilösung
Bild: Paul Needham

Die Ausstattung mit Technik stellt einen enormen Aufwand der Baumaßnahmen da, für die späteren Fahrgäste werden diese Arbeiten aber einmal weitestgehend unsichtbar bleiben. Viele Kilometer Stromkabel und Telekommunikationsleitungen müssen in die Leerrohre in den Tunnelabschnitten eingezogen oder in den Bahnsteigkörpern sowie in den Betriebsräumen verlegt werden.

Tunnelrundgang auf der Kombilösung
Bild: Paul Needham

Ebenfalls mit technischem Aufwand verbunden, aber später für die Fahrgäste von direkter Bedeutung ist der Einbau der Fahrtreppen: Sie werden in ganzer Länge vormontiert angeliefert und werden in die vom Beton-Rohbau vorbereiteten Treppenaufgänge genau eingepasst. Am Durlacher Tor und dem Kronenplatz konnten sich die Besucher davon schon vor Ort ein Bild machen.

Tunnelrundgang auf der Kombilösung
Bild: Paul Needham

Erheblicher Aufwand ist auch bei der optischen Gestaltung der Haltestellen und der darüber liegenden Fahrgastebenen vonnöten. In der Haltestelle Durlacher Tor werden die ersten der vielen tausend Betonwerksteine, die später für eine helle Haltestelle sorgen, an die Wände montiert.

Tunnelrundgang auf der Kombilösung
Bild: Paul Needham

Die Bahnsteigkanten stehen weitestgehend, auch die Hohlkehlsteine, die den Übergang vom Bahnsteigboden zur Bahnsteigwand bilden, finden Stein für Stein ihren Platz.

Tunnelrundgang auf der Kombilösung
Bild: Paul Needham

Derzeit wird auch das sogenannte taktile Leitsystem auf die beiden Bahnsteige im Durlacher Tor gelegt: Mithilfe dieser von Erhebungen geprägten Bodenplatten sollen sich Sehbehinderte in den Haltestellen zurechtfinden.

Die Bahnsteige in der Haltestelle Ettlinger Tor sind mittlerweile hergestellt, sodass in dieser wie auch in der Haltestelle Marktplatz und in einigen wenigen Tunnelabschnitten lediglich noch Restarbeiten anstehen.

Tunnelrundgang auf der Kombilösung
Bild: Paul Needham

Dazu gehört das Durchspülen der Drainagerohre in den Tunnel- und Haltestellensohlen ebenso wie letztlich auch die Räumung des Tunnels von Material und Baugeräten, die die für den Rohbau zuständige Arbeitsgemeinschaft benötigt hat.

Tunnelrundgang auf der Kombilösung
Bild: Paul Needham
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  •   NeoTiger
    (615 Beiträge)

    22.10.2018 07:41 Uhr
    Weiß jemand, was mit der Decke der Haltestellen geschehen soll? Wird die verputzt/gestrichen oder bleibt die hässlicher Beton?
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  •   Mondgesicht
    (1933 Beiträge)

    22.10.2018 09:27 Uhr
    Vielleicht
    findet sich noch ein namhafter Künstler für eine Deckenbemalung... grinsen
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  •   NeoTiger
    (615 Beiträge)

    22.10.2018 10:35 Uhr
    Zu dumm, dass Emil Wachter schon gestorben ist. Sonst könnte er uns auch sowas lustiges malen wie in der Ettlinger St. Martinskirche
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  •   Rick59
    (1 Beiträge)

    21.10.2018 16:51 Uhr
    Furchtbare Video
    Wenn man nur ein bisschen Geschmack und Stil hat, dann veröffentlicht man solch ein Video nicht.
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  •   Rino
    (257 Beiträge)

    21.10.2018 16:45 Uhr
    Zappel-Phillip
    War da ein Wackeldackel, Selfie-Dau oder ähnliches am Werk?
    Wurde sich das Geflackere vor dem hochladen nicht angeschaut?

    Fragen über Fragen!
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  •   freigeist
    (469 Beiträge)

    21.10.2018 12:46 Uhr
    Also
    das Video hätte aber schon besser gedreht werden können,da wird dem Betrachter ja ganz schwindelig beim Zusehen.
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  •   Toffl
    (78 Beiträge)

    21.10.2018 14:29 Uhr
    In einfacher Geschwindigkeit ...
    ... hätte ich weniger geko***t
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  •   IchKA
    (600 Beiträge)

    21.10.2018 13:56 Uhr
    Einzige Wackelarie
    im Zeitraffer noch schlimmer. Das müssen echte "Medienprofis" gemacht haben. Dann lieber ganz weglassen.
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