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Karlsruhe Die Verbindung von über und unter Tage steht: Die letzte Rolltreppe für die Haltestellen der Karlsruher Kombilösung ist eingebaut

Am vergangenen Donnerstag war es soweit: Am Ettlinger Tor wurde die letzte Rolltreppe der Kombilösung von einem großen Autokran in die künftige Haltestelle eingehoben. Insgesamt sind damit 58 Rolltreppen in die sieben neuen unterirdischen Haltestellen eingebaut. Darüber informiert die Karlsruher Schienen Infrastruktur-Gesellschaft (Kasig) in ihrem wöchentlichen Baustellen-Update.

Die vormontierten Rolltreppenelemente von der Straßenebene hinunter zur Fahrgastverteilerebene wurden von der Oberfläche aus angeliefert und eingehoben, die Rolltreppen von den Zwischenebenen hinunter zu den Bahnsteigen wurden zunächst per LKW in den Tunnelabschnitten oder Haltestellenbereichen abgeladen, bevor sie dann mit Seilwinden ihren endgültigen Platz gefunden haben.

Das zweite Drittel liegt dagegen hinter den Gleisbauern: Beim Innenausbau des Stadtbahntunnels unter der Kaiserstraße mit dem Südabzweig vom Marktplatz in Richtung Hauptbahnhof ist der Gleisbau auf dem West-Ast des Tunnels unter der Kaiserstraße so gut wie abgeschlossen: Zwischen dem Gleisdreieck am Marktplatz und der Rampe Mühlburger Tor liegen nun auf beiden Längshälften des Fahrwegs die Gleise im Schotterbett.

Kombinews 14. Juni 2019
Das wird noch: Im Gleisdreieck werden die Gleise bereits in Richtung Haltestelle Marktplatz verlegt. | Bild: Kasig

Auch ein weiterer Teil der sogenannten "festen Fahrbahn" im Gleisdreieck ist fast fertiggestellt: Im Kurvenbereich des Gleisdreiecks werden die Gleise nicht in Schotter verlegt, sondern fest in einem Betonfundament vergossen. Dadurch können sich nach der Inbetriebnahme keine Gleise mehr beim Befahren der Kurven durch die Bahnen verschieben.

In den nächsten drei Monaten soll nun der Südabzweig folgen: Gleise werden dabei vom Gleisdreieck durch die Haltestellen Marktplatz, Ettlinger Tor und Kongresszentrum sowie durch die dazwischen liegenden Tunnelabschnitte bis zur Rampe Augartenstraße verlegt. Die Gleisarbeiten im Süd-Ast sollen bis Ende September abgeschlossen sein.

Verkleidung der Haltestellen wird montiert

Aber nicht nur im Gleisbau, sondern auch beim Innenausbau sind viele Monteure unterwegs: In der künftigen unterirdischen Haltestelle Durlacher Tor befestigen Handwerker die Verkleidung der Haltestellendecke von dem riesigen Gerüst aus, das in dieser und für die kommenden Montagearbeiten auch in allen anderen Haltestellen aufgestellt wurde oder noch wird.

Wenn diese Arbeiten beendet sind, präsentieren sich die Haltestellen in der Form, die sie nach dem Siegerentwurf aus dem Jahr 2002 erhalten sollen: Nahezu weiße Bahnsteigoberflächen, Wände und eben die Decke lassen die groß dimensionierten Räume dann hell und freundlich erscheinen. Die an den Haltestellenwänden und auf den Bahnsteigoberflächen verwendeten Betonwerksteine werden in den Haltestelle Marktplatz und Ettlinger Tor montiert.

Montagen an Leitungen und Schaltschränken

Weitere Montagen werden von Elektrikern an Leitungen und Schaltschränken vorgenommen, von den Fachunternehmen, die die Aufzüge montieren sowie auch von Wasserinstallateuren, die die Leitungen für Löschwasser in die Haltestellen einbauen.

Beim Umbau der Kriegsstraße, die oberirdisch eine neue Gleistrasse zwischen Mendelssohnplatz und Karlstor mit drei neuen Haltestellen sowie einen unter der Gleistrasse liegenden Autotunnel erhalten wird, läuft der Rohbau in vollen Zügen: Im Baufeld O 2 im Bereich Mendelssohnplatz und im Baufeld W 3 zwischen Lammstraße und Ettlinger Tor werden laufend Tunnelsohlen, Tunnelaußen- und Tunnelmittelwände sowie Tunneldecken betoniert. 

Im Baufeld O 2 sind auf einen ersten Abschnitt des Autotunnels, der bereits seine Decke erhalten hat, Versorgungsleitungen verlegt worden. Diese Leitungen ersetzen Versorgungsleitungen, die bisher quer durch das benachbarte Baufeld O 3 zwischen Mendelssohnplatz und Adlerstraße liefen, aber jetzt entfernt werden, da sie der Herstellung der Baugrube buchstäblich im Wege liegen.

Baugrube wird gegen Grundwasser abgedichtet

In den Baufeldern W 4 westlich des Ettlinger Tors sowie O 4 östlich des Ettlinger Tors laufen die Vorbereitungen für die Injektion von Weichgel. Dieses Material dichtet die Baugrube dann gegen von unten eindringendes Grundwasser ab.

Ob die Baugrube durch das Weichgel und seitlich durch die Bohrpfähle und die in Schlitzwände eingestellten Spundwände genügend abgedichtet ist, zeigt später die Dichtigkeitsprüfung: Dabei wird das Grundwasser aus der noch nicht ausgehobenen Baugrube gepumpt - fließt dann nur noch maximal die "erlaubte" Menge Grundwasser nach, beginnt der Erdaushub auch unterhalb des Grundwasserspiegels.

Im westlichsten Baufeld W 1, direkt östlich der Kreuzung der Kriegsstraße mit der Karlstraße, werden die Arbeiten am Baugrubenverbau fortgesetzt: Bohrpfähle und Dichtwände, die die einzelnen Bauabschnitte vor Eindringen von Grundwasser schützen, werden hergestellt.

Kombinews 14. Juni 2019
Noch eine Woche dauert die Suche nach dem Baugrubenverbau der alten Unterführung am Karlstor. | Bild: Kasig

Im Bereich Karlstor werden zudem noch sogenannte Suchgrabungen durchgeführt: Dabei wird die exakte Lage des alten Baugrubenverbaus der jetzt - noch - bestehenden Unterführungen erkundet. Wegen dieser Arbeiten ist in der (Ferien-)Woche von Montag, 17., bis Freitag, 21. Juni, der Wender in der Kriegsstraße westlich des Karlstors gesperrt. Radler und Fußgänger sind von der geänderten Verkehrsführung nicht betroffen.

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  •   udoh
    (1790 Beiträge)

    17.06.2019 23:31 Uhr
    Klingt ja so als ob alles fertig WÄRE
    Man könnte fast glauben, dass der fragwürdige Hohlkörper für (im Mittel) mehrere 100.000 EUR der laufende Meter praktisch fertig wäre und keine weitere Kostenexplosion mehr auf zu kommt. Mal sehen wie gut die Chancen stehen vor BER in Betrieb zu gehen grinsen
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  • unbekannt
    (1273 Beiträge)

    17.06.2019 12:30 Uhr
    Barrierefreiheit
    in der U-Strab ? Nee, oder?
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  •   bingobongo
    (296 Beiträge)

    17.06.2019 14:15 Uhr
    Natürlich
    Da ich schon unten war sage ich ihnen ganz einfach: Ja, Barrierefreiheit. Besser als die U-Bahn in Berlin. Aufzüge und Rolltreppen und normale Treppen.

    Und den Karlsruher Bruddlern werden die Augen aus dem Kopf fallen, ihre Haltestellen sind wahre Kathedralen. Im Vergleich z.B. zur U-Bahn in Berlin oder sonstwo.
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