Karlsruhe Die Decken der U-Bahn-Haltestellen werden weiß: Arbeiter bringen in luftiger Höhe die Verkleidung an

Hohe Gerüste, die bis an die Decken der unterirdischen Haltestellen ragen und ein immer länger werdender Autotunnel: Was passiert an diesen warmen Tagen auf den Baustellen der Kombilösung? Darüber informiert die Karlsruher Schienen Infrastruktur-Gesellschaft (Kasig) in ihrem wöchentlichen Baustellen-Update.

In den Haltestellen Durlacher Tor, Kronenplatz und Lammstraße stehen sie schon, in den Haltestellen Europaplatz und Marktplatz läuft gerade der Aufbau, in den beiden anderen der insgesamt sieben neuen unterirdischen Haltestellen des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels der Kombilösung werden sie noch in diesem Jahr aufgebaut: Die Raumgerüste füllen die gesamten Haltestellen aus - mit Ausnahme des Bereiches über dem Gleisbett.

Unter der Erde hoch hinaus: Decke wird verkleidet

Handwerker sind in luftiger Höhe in den Haltestellen Durlacher Tor und Kronenplatz inzwischen dabei, die Unterkonstruktion der Deckenverkleidung zu befestigen. Denn sowohl die Deckenunterseite wie auch die Haltestellenwände oberhalb einer Höhe von vier Metern werden mit großen, hellen Verkleidungselementen ausgestattet. Dadurch setzt sich die nahezu weiße Farbgebung auch im oberen Bereich aller Haltestellen fort.

Kombi-News, 29. Juni 2019
Ganz oben unter der Decke der Haltestelle Kronenplatz wird die Unterkonstruktion für die Deckenabhängung montiert. | Bild: Kasig

Parallel zu diesen Arbeiten im "Obergeschoss" der Haltestellen geht die Montage der Betonwerksteine auf den Bahnsteigoberflächen und an den Wänden weiter: Die Unterkonstruktion für die schweren Platten oder die Platten selbst werden aktuell in den Haltestellen Marktplatz und Ettlinger Tor montiert.

Gleisdreieck bekommt die letzten Gleisstücke

Auf der Sohle der Haltestellen und der Tunnelabschnitte sind beim Innenausbau des Stadtbahntunnels unter der Kaiserstraße - mit dem Südabzweig vom Marktplatz in Richtung Hauptbahnhof - die Gleisbauer tätig. Im Gleisdreieck werden die letzten Gleisstücke eingesetzt, auf denen die Bahnen später beim Abbiegen von der oder in die Kaiserstraße fahren werden. 

Kombi-News, 29. Juni 2019
Ganz unten in der Haltestelle Ettlinger Tor wird die Unterkonstruktion für die Haltestellenverkleidung montiert. | Bild: Kasig

Beim Umbau der Kriegsstraße mit einer neuen oberirdischen Gleistrasse und einem darunterliegenden Autotunnel fließt zwischen Mendelssohnplatz im Osten und Karlstor im Westen fast täglich der Beton in Massen: Im Bereich Mendelssohnplatz und auch zwischen Lammstraße und Ettlinger Tor läuft das Herstellen von Tunnelsohlen, Tunnelaußen- und Tunnelmittelwänden sowie Tunneldecken unaufhörlich.

Hilfsbrücke beim Mendelssohnplatz wird entfernt

Die drei Schritte - Bewehren, Schalen, Betonieren - geben den Arbeitstakt vor. Der nächste Meilenstein steht an: Die Hilfsbrücken quer über der Baugrube unter dem Mendelssohnplatz, auf denen die Stadtbahnen und Straßenbahnen fahren, werden Ende Juli entfernt. Auf dem Straßentunnel wird dann ein Gleisviereck eingebaut, das den Bahnen an dieser Stelle das Befahren zunächst in Nord-Süd-Richtung und später auch in Ost-West-Richtung sowie das Abbiegen in jede Richtung erlaubt.

Kombi-News 21. Juni 2019
Weichgelinjektionen und (dahinter) Erdaushub: Westlich des Ettlinger Tors regiert demnächst auch der Tunnelbau. | Bild: Kasig

Die Bauarbeiten westlich und östlich des Ettlinger Tors liegen planmäßig einen Schritt zurück: Hier werden die letzten Anker der obersten Lage gebohrt und daneben die Abdichtung mit Weichgel hergestellt. Damit soll die Baugrube gegen von unten eindringendes Grundwasser abgesichert werden.

Zwischen Mendelssohnplatz und Adlerstraße nimmt noch einmal der Schlitzwandgreifer seine Arbeit auf, um die letzten Lücken im Baugrubenverbau zu schließen. Der Einsatz wird jedoch bereits im Juli wieder beendet sein, wenn der letzte Schlitz der Kombilösung hergestellt sein wird.

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