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Karlsruhe Baustellen-Entspannung ist in Sicht : Am Mendelssohnplatz geht es ab Montag fast wieder normal über die Kreuzung

Mit dem Schulbeginn am Montag (10. September) wird sich für Autofahrer die Umleitungssituation am Mendelssohnplatz etwas entspannen. Das teilt die Bauherrin der Kombilösung, die Kasig, in ihrem wöchentlichen Baustellen-Update mit.

Im Baufeld O 2 – es befindet sich östlich und westlich vom Mendelssohnplatz – geht es dynamisch zu: Die bisherige Verkehrsfläche zur Fritz-Erler-Straße hin hat bereits einige Meter Gleise neu erhalten, alter Asphalt wurde aufgebrochen und entfernt. Ziel ist, den Straßenverkehr entlang der Kriegsstraße an deren äußerste Ränder zu verlegen und so die Mitte der Kreuzung komplett zu räumen, um dort mit der Freimachung des Baufeldes und der Herstellung des Verbaus für die Tunnelbaugrube beginnen zu können.

Kombilösung Mendelssohnplatz
Bild: Anna Krüger

Der Verbau der Tunnelbaugrube dient dann auch den beiden Hilfsbrücken für die Stadtbahnen und Straßenbahnen zwischen Rüppurrer und Fritz-Erler-Straße als Auflager. Bis Mitte November werden die Bahnen noch Umleitung fahren. Mitte November sind dann die Brücken eingebaut, danach fahren die Bahnen wie vor den diesjährigen Sommerferien.

Mit dem Ende der Sommerferien enden auch viele Baustellen

Mit dem Schulbeginn am Montag, 10. September, wird sich für Autofahrer die Umleitungssituation am Mendelssohnplatz etwas entspannen: Der Individualverkehr kann aus der Rüppurrer Straße kommend wieder bis zur Kriegsstraße, dort dann aber nur nach rechts abbiegen und über einen "Wender" Höhe Ostendstraße/ Henriette-Obermüller-Straße nach Westen die Kriegsstraße oder die Fritz-Erler-Straße nach Norden befahren. Nach Nordosten kann bereits auf Höhe der Volksbank in die Kapellenstraße abgebogen werden.

Baustelle am Mendelssohnplatz
Baustelle am Mendelssohnplatz | Bild: Anna Krüger

Radfahrer müssen noch Umweg nehmen

Aus der Fritz-Erler-Straße heraus können Autofahrer nach Westen und – über einen kleinen Schwenk – ab Mitte der kommenden Woche auch nach Osten in die Kriegsstraße abbiegen und geradeaus in die Rüppurrer Straße gelangen. Fußgänger können kreuzungsnah den Mendelssohnplatz queren – außer an der östlichen Seite, da dort das Tunnelbaufeld geöffnet sein wird. Radler sollten die ausgeschilderten Umleitungen über die Waldhornstraße beziehungsweise über die Ettlinger Straße nehmen und den Mendelssohnplatz umfahren. Der Autoverkehr entlang der Kriegsstraße ist von der Sperrung des den Mendelssohnplatz querenden Verkehrs nicht betroffen – er läuft seit zwei Wochen problemlos.

Östlich vom Mendelssohnplatz im Baufeld O 1 in der Ludwig-Erhard-Allee steht der Bau der Ein- und Ausfahrtrampen auf dem Plan der Arbeiter. Auf dem bereits im Rohbau hergestellten Tunnelabschnitt befindet sich die Straßenkreuzung mit der Kapellenstraße. Der Autoverkehr in Richtung Durlacher Tor befährt bereits die neu hergestellte Kapellenstraße. Ab Mittwoch, 12. September, wird auch der vom Durlacher Tor kommende Autoverkehr über die neu hergestellte Kapellenstraße und – sofern er nach Osten in die Ludwig-Erhard-Allee einbiegt – über den bereits im Rohbau hergestellten Tunnelabschnitt geführt.

Kombilösung
Am Ende offen: Das Ostportal des Autotunnels Kriegsstraße: Links die Ausfahrt, rechts die Einfahrt. | Bild: Kasig

Straße liegt auf "Stelzen", darunter wird der Tunnel gebaut

Westlich vom Mendelssohnplatz in den Baufeldern O 3 und O 4 bis hin zum Ettlinger Tor haben die Arbeiter damit begonnen, auf die Bohrpfahlwände die "Kragarme" und die "Kragplatten" aufzubetonieren: Auf diese Flächen kann der Straßenverkehr gelegt werden, während darunter der Tunnel gebaut wird.

Noch etwas weiter westlich, hinter dem Ettlinger Tor im Baufeld W 3 bis zur Lammstraße entstehen Schlitz- beziehungsweise Dichtwände, in die Spundwände eingestellt werden. Zunächst ein, in Kürze zwei, Großbohrgeräte stellen zudem Bohrpfahlwände her. Die Wände, die die Baugrube absichern, werden gleichzeitig während des Tunnelbaus als nach außen liegende Schalung eingesetzt.

Freie Fahrt am Durlacher Tor - fast wie früher

Im westlichsten der bisher eröffneten Baufelder W 2 zwischen Ritterstraße und Lammstraße wird auf dem im Rohbau fertiggestellten Tunnelabschnitt bis Oktober auf Höhe der Ritterstraße eine Kreuzung eingerichtet, die das Queren der Kriegsstraße in diesem Bereich für Autofahrer, Radler und Fußgänger erleichtern beziehungsweise überhaupt erst ermöglichen wird.

Am Durlacher Tor kommen Fahrgäste der Stadtbahnen bereits ab dem frühen Sonntagmorgen, 9. September, in den Genuss einer weiteren Streckenfreigabe: Die Stadtbahnlinie S 2 sowie die Straßenbahnlinien 4 und 5 fahren aus der Kaiserstraße kommend nun nach links in die Karl-Wilhelm- und die Haid-und-Neu-Straße zu ihren Zielen Spöck, Waldstadt und Rintheim – und natürlich auch umgekehrt.

Kombilösung  Kombi-News 3.8.2018
Fließt: Die Gleise am Durlacher Tor werden auf einen Fahrweg verlegt, der derzeit betoniert wird. | Bild: Kasig

Geradeaus aus der Kaiserstraße in die Durlacher Allee verkehren die Stadtbahnlinie S 5 in Richtung Pforzheim und Bietigheim-Bissingen sowie die Straßenbahnlinie 1 nach Durlach – und umgekehrt. Nachdem die Gleise damit auf ihrer endgültigen Trasse liegen, bleiben noch die Arbeiten an den Fahrbahnen für Autos, an den Radwegen und den Fußgängerwegen am Durlacher Tor. Bis Jahresende soll auch das abgeschlossen sein.

Autotunnel in Arbeit, Bahntunnel immer mehr als solcher zu erkennen

Sehr viel früher ist der Rohbau des Stadtbahn- und Straßenbahntunnel abgeschlossen: In der Haltestelle Marktplatz sind noch die Bahnsteigoberflächen zu betonieren, ebenso in der 250 Meter weiter südlich liegenden Haltestelle Ettlinger Tor.

Beim Innenausbau des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels sind verschiedene Gewerke in Arbeit: Das mit dem "Stocken" des Rohbaubetons beauftragte Unternehmen raut in der Haltestelle Lammstraße und im Gleisdreieck die Wände auf. Die Maler "weißeln" in der Haltestelle Lammstraße die künftigen Betriebsräume der Verkehrsbetriebe Karlsruhe.

Auf- und Abgänge entstehen

Während in der Haltestelle Europaplatz die Aufzugsschächte mit einem Sandstrahl geglättet und anschließend gespachtelt werden, montieren die Mitarbeiter des Aufzugs- und auch des Rolltreppenherstellers ihre Anlagen bereits in der Haltestelle Durlacher Tor.

Hier wie auch in der Haltestelle Kongresszentrum wird zudem an der Unterkonstruktion aus Stahlprofilen gearbeitet, an der die Wandverkleidungen für die unteren Bereiche der Haltestellen montiert werden. Im Bereich der Haltestelle Ettlinger Tor wurde mit dem Innenausbau begonnen. Sanitärleitungen, Feuerlöschleitungen und Kabelrinnen werden zurzeit unterhalb der Bahnsteige (Kriechkeller) verlegt.

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  •   udoh
    (1727 Beiträge)

    12.09.2018 11:24 Uhr
    Auf den Bildern ist die Definition von "Normalität"..
    sehr gut zu erkennen grinsen
    Bagger, Absperrungen, alles dominierende Gleisanlagen, Autos in Kolonne, ...
    Fehlt nur noch das ewig-leidige Mantra: aber wenn alles irgendwann mal fertig ist wirds schon gut grinsen
    OK, bezahlt muss es auch noch werden, aber was sind mehrere 100.000 EUR je laufender Meter.
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  •   Waterman
    (6154 Beiträge)

    08.09.2018 16:06 Uhr
    Da tut sich wenigstens was...
    Auf der Baustelle direkt hinter der Rheinbrücke wurde jetzt eine Woche lang nur Stau produziert.

    Erst mal ein Wochenende und 3 Tage nichts, dann 3 Leute, die die Straße gereinigt und ein bisschen Vermessungsarbeit gemacht haben. jetzt wieder ein Wochenende nichts und niemand.

    Irgendwie plan- und sinnlos.
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  •   karlsruher1955
    (1106 Beiträge)

    08.09.2018 13:47 Uhr
    Super Schlagzeile
    Fast normal ist eben nicht normal.
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  •   ettlinger
    (157 Beiträge)

    08.09.2018 14:39 Uhr
    Normal
    Für in Karlsruhe geeignete Werte von "normal" passt das doch.
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