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Karlsruhe Baustart für Autotunnel: Wohin mit der Erde aus der Kriegsstraße?

Jetzt soll es vorwärts gehen in der Kriegsstraße: Noch im April will die Karlsruher Schieneninfrastruktur Gesellschaft (Kasig) mit dem Bau des Autotunnels beginnen. In mehreren Bauabschnitten soll das 1,6 Kilometer lange Bauwerk - der zweite Teil der Karlsruher Kombilösung - entstehen. Die ausgebuddelte Erde kommt einem anderen Karlsruher Bauprojekt zugute.

Was mit der Erde aus dem Stadtbahntunnel in der Kaiserstraße passiert, stand schon im Voraus fest. Die Kombi-Erde wird an verschiedenen Orten entlang des Rheins unweit von Karlsruhe recycelt. In Wörth beispielsweise solle der Aushub für den Straßenbau und in Germersheim für die Sanierung des Rheindamms verwendet werden, erklärte die Kasig. Die ausgehobene Erde unter der Kriegsstraße soll ebenfalls wiederverwertet werden. Der Karlsruher Gemeinderat einigte sich in seiner Sitzung am Dienstag einstimmig auf eine Lösung für die anschließend überschüssige Kombi-Erde.

Mülldeponie wird saniert

Der Plan: Das Aushubmaterial aus der Kriegsstraße soll in zwei Mülldeponien bei der Oberflächendichtung zum Einsatz kommen. Mehr als 82.000 Kubikmeter gehen an die Deponie West im Karlsruher Rheinhafengebiet. Dort soll die Erde zunächst zwischengelagert und teilweise aufbereitet werden. Grünes Licht für die Aufbereitung hat das für die Aufsicht zuständige Regierungspräsidium bereits gegeben. Mit den Baumaßnahmen auf der Deponie West soll noch in diesem Sommer begonnen werden. Die Sanierung ist nach aktueller Planung dann 2020 abgeschlossen.

Weniger klar ist der Fahrplan auf der Deponie Ost in Durlach. Rund 40.000 Kubikmeter Erde sind für die dortige Sanierung vorgesehen. Auch hier ist die Kriegsstraßen-Erde als Baustoff eingeplant. Allerdings soll das Material zuvor in ein Zwischenlager gebracht werden - wo genau, steht bislang noch nicht fest. Aktuell befinden sich die Stadt und das Regierungspräsidium noch in der Planungsphase. 2019 soll aber auch in Durlach mithilfe des Aushubs die Oberfläche der Deponie abgedichtet werden.

Kosten reduzieren sich

Sowohl für die Kasig als auch für das Amt für Abfallwirtschaft (AfA) hat diese Lösung Vorteile. Für die Kombi-Bauherrin entfallen die Entsorgungskosten für das Material. Außerdem reduzieren bei dieser Lösung die Kosten für den Transport nach Aussage der Stadt erheblich. Das AfA wiederum kann die Erde als Deponieersatzbaustoffe verwerten und muss diese nicht extern erwerben. Insgesamt sind für beide Maßnahmen 689.000 Euro eingeplant.

Die Baumaßnahmen für den Autotunnel starten am Wochenende vom 25. bis zum 27. März: Die Fußgängerbrücke in der Ritterstraße wird abgerissen, die Kriegsstraße gesperrt. Nach aktueller Planung soll der Startschuss für den Bau des Autotunnels dann am 21. April fallen.

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  •   MacGeifer
    (1840 Beiträge)

    18.03.2017 18:02 Uhr
    Never forget!
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  •   Der_Sprayer
    (143 Beiträge)

    18.03.2017 18:22 Uhr
    Durch das immer gleiche dumme Geschwätz
    +++ Das Posting ist themenfremd und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   MacGeifer
    (1840 Beiträge)

    18.03.2017 23:03 Uhr
    Aber
    +++ Das Posting ist themenfremd und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   ka-lex
    (1521 Beiträge)

    18.03.2017 19:32 Uhr
    Ironie
    +++ Das Posting ist themenfremd und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  • unbekannt
    (229 Beiträge)

    18.03.2017 17:14 Uhr
    ZUM ANTI RASSISMUS TRAINER............
    +++ Das Posting verstößt gegen unsere AGB und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   aridus
    (203 Beiträge)

    20.03.2017 12:24 Uhr
    Warum wird man
    hier bei einem Beitrag zur Kombilösung nicht nur über Bauschutt informiert, sondern auch noch mit rassistischem Müll belästigt?
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  •   timo
    (2967 Beiträge)

    19.03.2017 21:07 Uhr
    Ich bin gespannt
    +++ Das Posting ist themenfremd und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   Malerdoerfler
    (3675 Beiträge)

    18.03.2017 15:28 Uhr
    Da wird sich doch ein Plätzchen finden lassen,
    oder etwa nicht?
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  •   patrikw
    (3 Beiträge)

    18.03.2017 13:44 Uhr
    Von Berlin lernen
    Karlsruhe kann sich immerhin für das Guinnessbuch der Rekorde bewerben: Die kürzeste und bezogen auf die Länge, teuerste U-Bahn der Welt 😂😂
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  •   haku
    (3815 Beiträge)

    18.03.2017 14:37 Uhr
    In Karlsruhe wird eine U-Bahn gebaut?
    Wann wurde denn das beschlossen? Ich denke, man sollte erst mal mit der U-Starb fertig werden...
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