Karlsruhe Autotunnel unter Karlsruhe "wächst zusammen": Östlich des Mendelssohnplatzes ist der Rohbau fertig

Langsam aber sicher macht die Kombilösung Fortschritte - auch wenn sie nicht immer sichtbar sind: So ist der Tunnelrohbau östlich des Mendelssohnplatzes abgeschlossen, die Tunnel-Teilstücke sind jetzt "aus einem Guss". Was es sonst noch Neues auf den Baustellen der Kombilösung gibt, berichtet die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Kasig) in ihrer wöchentlichen Meldung an die Presse.

Der Umbau der Kriegsstraße mit einer neuen oberirdischen Gleistrasse und einem darunterliegenden Autotunnel macht Fortschritte - und ist zudem im Zeitplan, der seit dem Baubeginn im April 2017 für das Teilprojekt der Kombilösung gilt. Die Betonbauer haben im Baufeld O 2 am Mendelssohnplatz und östlich davon in Richtung Ludwig-Erhard-Allee den Tunnelrohbau abgeschlossen: Die Tunnel-Teilstücke im Baufeld O 1 und im Baufeld O 2 sind jetzt "aus einem Guss".

Am Mendelssohnplatz wird auch am Wochenende geschuftet

Oben auf dem Mendelssohnplatz und in den angrenzenden Straßenbereichen wird die endgültige Oberfläche mit dem Gleisviereck in der Kreuzungsmitte sowie den Verkehrsflächen für Autos, Radfahrer und Fußgänger gebaut. Die Gleisbauarbeiter arbeiten dafür auch an den Wochenenden. Nördlich des Mendelssohnplatzes in der Fritz-Erler-Straße wird das Substrat für das neue Rasengleis eingebaut.

Kombi-News 11. Oktober
Schweißen und schleifen: Am Mendelssohnplatz wird das künftige Gleisviereck gebaut. | Bild: Kasig

Zwischen Mendelssohnplatz und Markgrafenstraße ersetzen Grünflächen und das neue Rasengleis die ehemalige gepflasterte Haltestelle und den zuvor gepflasterten Gleisstrang. Nur noch zwei Wochen bleiben, bis von Norden nach Süden und umgekehrt auch wieder Stadtbahnen und Straßenbahnen über den Mendelssohnplatz fahren. Etwas weiter westlich, zwischen Mendelssohnplatz und Meidingerstraße im Baufeld O 3, wird die Weichgelsohle hergestellt.

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Spritzen und Sprühen: Im Baufeld O 4 auf Höhe der Meidingerstraße wird der Baugrubenverbau mit Beton geglättet. | Bild: Kasig

Von der Meidingerstraße bis knapp vor die Kreuzung Ettlinger Tor hat im östlichen Baufeldbereich von Baufeld O 4 der Ingenieurbau begonnen, nachdem Erdaushub und Ankerarbeiten auch in der tiefsten Lage abgeschlossen sind. Im westlichen Teilbereich des Baufelds ist die Weichgelsohle hergestellt - die Dichtigkeitsprüfung wird in Kürze darüber Auskunft geben, ob die Baugrube seitlich und von unten ausreichend gegen eindringendes Grundwasser geschützt ist.

Dem Betontrog am Ettlinger Tor geht's an den Kragen

Direkt an die Kreuzung Ettlinger Tor stößt das Baufeld O 5 an: Diese Fläche dient auf dem Betondeckel der alten Straßenunterführung noch als Baustellen-Einrichtungsfläche, während unter dem Deckel bereits Vorbereitungen für die Herstellung der Weichgelsohle getroffen werden. Ab Anfang Dezember wird auch hier mit dem Abbruch des alten Betontrogs begonnen.

Auf der anderen, der westlichen, Seite der Kreuzung Ettlinger Tor im Baufeld W 4 läuft der Erdaushub bis zur endgültigen Tiefe der Baugrube - und beim Aushub treffen die Bagger auch auf den Stahlbetontrog der früheren Unterführung der Kriegsstraße unter der Ettlinger Straße hindurch, der in diesem Zuge abgebrochen wird.

Im Baufeld W 3 zwischen Lammstraße und Ettlinger Tor sind die Rohbauarbeiten am Straßentunnel und auch an der dort auf der Südseite der Kriegsstraße angesiedelten Betriebszentrale im vollen Gange.

Licht an: Elektrik für den neuen Stadtbahntunnel

Am Karlstor läuft im westlichen Baufeldbereich noch einige Zeit der Abbruch und parallel das Herstellen der Weichgelsohle, die unter der Bodenplatte der früheren Rampe eingebracht wird. Im östlichen Teil wird mit der Dichtigkeitsprüfung nachgewiesen, ob das Baufeld gegen eindringendes Grundwasser abgedichtet ist, damit auch hier der Erdaushub unterhalb des Grundwasserspiegels beginnen kann.

Beim Innenausbau des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels unter der Kaiserstraße mit dem Südabzweig vom Marktplatz in die Ettlinger Straße bis zur Augartenstraße steht einerseits noch das Verkleiden der Haltestellenwände in den Haltestellen Ettlinger Tor und Kongresszentrum mit den hellen Betonwerksteinen auf den Plänen der Handwerker.

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Strecken und Schrauben: In der Haltestelle Durlacher Tor montieren Arbeiter die Verkleidung der Haltestellendecke. | Bild: Kasig

Andererseits sind in den zahlreichen Betriebsräumen innerhalb der insgesamt sieben neuen unterirdischen Haltestellen die Elektriker unterwegs, um die für die Betriebstechnik der Bahnen, der unterirdischen Anlagen wie Fahrtreppen oder Aufzüge oder für die Kommunikationsanlagen notwendigen und aufwändigen Installationen abzuarbeiten.

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