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Karlsruhe Alpine-Pleite: Mentrup hat jetzt ein Glaubwürdigkeitsproblem

"Wir brauchen keinen Plan B", erklärte Oberbürgermeister Frank Mentrup noch vor wenigen Monaten auf die Nachfrage von ka-news, was denn im Falle einer Pleite von Alpine oder eines anderen an der Kombilösung beteiligten Unternehmens passieren würde. Nun wurde er von der Realität eingeholt - und hat damit ein ernstes Glaubwürdigkeitsproblem. Ein Kommentar von Felix Neubüser.

Es kann nicht sein, was nicht sein darf, besagt eine Redensart. Die galt offenbar auch vor drei Monaten, als der damals noch frisch gebackene Oberbürgermeister Frank Mentrup die Alpine-Führung zum Rapport nach Karlsruhe einbestellte. Keinen Grund zur Sorge, so der Tenor der im Anschluss abgehaltenen Pressekonferenz - Alpine ist über den Berg. Die Firma, deren Logo an praktisch allen Kombilösungsbaustellen prangt, ist gerettet.

Öl im Feuer der Kombi-Gegner

Zu früh gefreut. Am Dienstagabend wurde genau das Realität, was doch eigentlich nicht sein darf. Zugegeben: Selbst wenn die Stadt und ihr OB diese Möglichkeit damals schon offen in Betracht gezogen hätten, an der Situation heute hätte das vermutlich nicht viel geändert. Vermieden hätte man damit allerdings das Glaubwürdigkeitsproblem, das alle Beteiligten inklusive dem Oberbürgermeister nun haben - und das ist Öl im Feuer der Kombi-Gegner.

In Zukunft müssen Mentrup und Co. damit rechnen, dass jede Aussage zu Kosten, Bauzeit oder Baufortschritt um so kritischer hinterfragt wird. Das Beispiel Alpine hat schließlich bewiesen: Was heute nicht sein darf, kann schon morgen Realität sein - egal was man gestern gesagt hat.

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  •   Hoellenreiter
    (517 Beiträge)

    19.06.2013 20:04 Uhr
    wow
    Es ist das erste Ma, dass ich Herrn JR zustimme. Die Grünen sind daran unschuldig. Schuld sind betrügerische und verlogene Angebote auf eine Ausschreibung. Allerdings muss das Angebot doch auch auf Machbarkeit geprüft werden, oder????
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  •   Greif
    (1516 Beiträge)

    19.06.2013 20:39 Uhr
    Zitat von Hoellenreiter Allerdings muss das Angebot doch auch auf Machbarkeit geprüft werden, oder????

    Einen Sondervorschlag würde man detailliert auf Machbarkeit prüfen - aber eine hundsgewöhnliche Ausschreibung? Da wird - salopp gesagt - eine leere Preisliste mit Beschreibung verschickt, der Bieter trägt Preise ein packt ein paar Beglaubigungen und Referenzen dazu und schickt die Preisliste zurück.
    Du kannst die Beglaubigungn prüfen, ob er wirkich keine Schulden bei Finanzamt und Sozialversicherung hat, die Referenzen, ob er wirklich mit x Mann und schwerem Gerät den Straßentunnel auf der Ostalb gebaut hat - OK, aber was willst du detailliert auf Machbarkeit prüfen?
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (999 Beiträge)

    19.06.2013 19:20 Uhr
    spar Dir die Mühe den Bierbauchpratzen was erklären zu wollen
    die rennen ihrer dummen Merkel wie die Lemminge hinterher, weils schon der Vater getan hat. Mehr Analyse brauchts da net.

    Der ist ja noch mild behämmert den Grünen die Alpine-Pleite in die Schuhe schieben zu wollen. Wart, bis die völlig lobotomierten kommen und es Spaniern, Griechen und Türken anhängen wollen...btw..wo ist mein arkadas Vaterland nur?
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  •   auchmalsenfdazu
    (3223 Beiträge)

    19.06.2013 17:57 Uhr
    Mentrup
    ist halt im Herzen ein Grüner.
    Die haben nie einen Plan B. (und meistens ist Plan A schon sch***)

    ;-)
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  •   ElAnduri
    (324 Beiträge)

    20.06.2013 13:56 Uhr
    Haha, da zitiere ich mal Herrn Kretschmann.
    "Was wir machen, wenn's nicht klappt, überlegen wir uns dann, wenn's nicht klappt."
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  •   abakus
    (1066 Beiträge)

    19.06.2013 22:01 Uhr
    ne, definitiv kein Grüner
    wer von der zweiten Rheinbrücke träumt, ein Stadion irgendwo hinbauen will, den kommunalen Ordnungsdienst unterstützt, den Stadtwerken beim Wasserwerk Kastenwört keinen Stopp verordnet, der kann kein Grüner sein.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (195 Beiträge)

    19.06.2013 17:50 Uhr
    Nicht Herr Mentrup....
    hätte einen Plan B haben müssen, sondern sein Vorgänger hätte von Anfang an diesen Plan B ausarbeiten und bereithalten müssen. Herr Mentrup muss nun mal wieder schauen wie er die Kacke seines Vorgängers und dessen Blödmannsgehilfen ausbügelt.
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  •   Fragensteller
    (730 Beiträge)

    20.06.2013 08:22 Uhr
    Ich verstehe es immer noch nicht
    diese "Plan B" Zeugs. Eine Baufirma geht insolvent, dann muss eine neue Ausschreibung her falls die nicht weiter bauen können und fertig - ist ärgerlich und kostet Zeit und Geld. Das Geld hat der OB schon eingeplant (in seiner letzten Rechnung war neben Infaltions auch noch Puffer für unerwartetes erwähnt).
    Es geht hier nicht um Abschnitte die aus Sicherheitsgründen nicht abgenommen werden o.ä. (Berliner Flughafen) sondern "nur" um einen Auftragnehmer.
    Alternative: Ich halte immer eine 2. Baufirma bereit (kostet). Wäre hier super - wenn ich es aber bei allen städtischen Bauprojekten so machen würde wären die Kosten deutlich höher, da in >95% der Fälle diese Firma nie eingreifen müsste.
    Wer ein Haus baut beauftragt auch nicht 2 Maurer, 2 Dachdecker und 2 Fließenleger, falls mal einer Pleite geht.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (475 Beiträge)

    19.06.2013 20:39 Uhr
    Sein
    Vorgänger, Herr Fenrich, putzt grad die Medaillen
    und Ehrenurkunden die er seither sammeln darf.
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  •   alpinium
    (5615 Beiträge)

    19.06.2013 23:47 Uhr
    Dem Fenrich
    sollte man lieber Spitzhacke und Schaufel in die Hand drücken.
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