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Karlsruhe Alpine-Pleite: Mentrup hat jetzt ein Glaubwürdigkeitsproblem

"Wir brauchen keinen Plan B", erklärte Oberbürgermeister Frank Mentrup noch vor wenigen Monaten auf die Nachfrage von ka-news, was denn im Falle einer Pleite von Alpine oder eines anderen an der Kombilösung beteiligten Unternehmens passieren würde. Nun wurde er von der Realität eingeholt - und hat damit ein ernstes Glaubwürdigkeitsproblem. Ein Kommentar von Felix Neubüser.

Es kann nicht sein, was nicht sein darf, besagt eine Redensart. Die galt offenbar auch vor drei Monaten, als der damals noch frisch gebackene Oberbürgermeister Frank Mentrup die Alpine-Führung zum Rapport nach Karlsruhe einbestellte. Keinen Grund zur Sorge, so der Tenor der im Anschluss abgehaltenen Pressekonferenz - Alpine ist über den Berg. Die Firma, deren Logo an praktisch allen Kombilösungsbaustellen prangt, ist gerettet.

Öl im Feuer der Kombi-Gegner

Zu früh gefreut. Am Dienstagabend wurde genau das Realität, was doch eigentlich nicht sein darf. Zugegeben: Selbst wenn die Stadt und ihr OB diese Möglichkeit damals schon offen in Betracht gezogen hätten, an der Situation heute hätte das vermutlich nicht viel geändert. Vermieden hätte man damit allerdings das Glaubwürdigkeitsproblem, das alle Beteiligten inklusive dem Oberbürgermeister nun haben - und das ist Öl im Feuer der Kombi-Gegner.

In Zukunft müssen Mentrup und Co. damit rechnen, dass jede Aussage zu Kosten, Bauzeit oder Baufortschritt um so kritischer hinterfragt wird. Das Beispiel Alpine hat schließlich bewiesen: Was heute nicht sein darf, kann schon morgen Realität sein - egal was man gestern gesagt hat.

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  •   silberahorn
    (11040 Beiträge)

    20.06.2013 09:22 Uhr
    man ersetze
    zum besseren Verständnis eigenständig die Worte
    "aAgelegenheit, Galubwürdigkeitsproblem"
    mit
    "Angelegenheit, Glaubwürdigkeitsproblem"

    Manchmal staune ich auch, warum solche Buchstabenverdreher stehen bleiben.
    Aber alles nichs gegen WORD, das automatisch in Texten immer aus StPO dann Stopp machte. grinsen
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  •   JeanneDarc
    (366 Beiträge)

    20.06.2013 07:46 Uhr
    Pferde
    wären doch auch ne Lösung....wir machen alle Löcher wieder zu,
    und von dem gesparten Geld kriegt jeder auf Kosten der Stadt ein Pferd, inklusive Reitkurs Verpflegung usw. Dann hat sich der gesamte Straba-Verkehr erledigt. Man könnte dann höchstens noch gaaaanz wenige Linien fahren lassen für die Menschen die sich partour nicht auf ein Pferd trauen (auch wenn das für mich schwer vorstellbar ist dass s das gibt - ich hab selbst vor sehr vielem Panik - aber garantiert nicht vor Pferden...)
    Im Mittelalter brauchen wir so einen Blödsinn doch auch noch nicht...hat mir keiner eine Zeitmaschine ? ich will ca.600 Jahre zurück..und so viel wärmer als hier im Moment war der Scheiterhaufen dann auch nicht zwinkern
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (123 Beiträge)

    20.06.2013 07:26 Uhr
    Ich finds lustich
    Hoffentlich bleibt ihr Karlsruher für immer auf den Trümmern eurer größenwahnsinnigen u-bähnle Pläne sitzen.
    Karlsruhe die ewige Baustelle. Dilettanten überall.
    Viel vor nix dahinter gilt mehr denn je...
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (18 Beiträge)

    20.06.2013 07:09 Uhr
    Was ein schlechter Kommentar
    Von Mitarbeitern bei ka-news sollte man schon etwas mehr verlangen können. Der Kommentar ist einfach nur popolistisch und plump. Wie hätte Herr Mentrup denn reagieren sollen auf die damalige Frage? Da hat jemanden in der Redaktion wohl die Hitze nicht gut getan. KA-news sollte lieber auf türkische Mitarbeiter setzen!
    Neubüser setzen, 6!
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (999 Beiträge)

    20.06.2013 12:56 Uhr
    ABER ER HAT DOCH SCHON EIN ü IM nAMEN
    für mich geht er zur Quotenerfüllung durch.
    Jetzt aber komm mal raus mit der Sprache, willst Du nicht lieber über Kollegin Werhahn schreiben? Was fällt Dir dazu ein?
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  •   silberahorn
    (11040 Beiträge)

    20.06.2013 06:26 Uhr
    Glaubwürdigkeit
    Das mit dem "Glaubwürdigkeitsproblem" ist ziemlich weit her geholt. Es beschreibt aber deutlich, wie die Reaktionen sein werden.

    Alpine hat Milliarden Schulden und selbstverständlich hat man die Entwicklung sehen können. Das ist aber hauptsächlich ein Problem für Österreich und dort kommen leider auch noch Wahlen.

    Als ich gestern unsere Kanzlerin und den amerikanischen Präsidenten im Osten von Berlin gemeinsam schelmisch grinsen sah, war meine Reaktion: beiden traue ich zu (und das ist für mich Glaubwürdiggkeit), dass sie zum Wohl ihres Volkes handeln wollen und dabei das Wohl der ganzen Welt nicht aus den Augen verloren haben.

    Ich habe z.B. immer noch keine Zweifel an Obamas charakterlicher Eignung. Und bei Karlsruhes jetzigen OB hätte ich auch noch gar keinen Grund irgendwelche Zweifel zu haben.
    Aber ich gelte als naiv und lasse mich deswegen schon jahrzehntelang beschimpfen.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (4144 Beiträge)

    19.06.2013 23:43 Uhr
    Ich denke zwar immer noch,
    dass ein Chirurg relativ wenig mitbringt um eine Grosstadt zu regieren(was uebrigens auch einige seiner Freunde so sehen), aber was sollte er den bitte in dieser Sache tun?
    Wenn ueberhaupt, dann ist der Badener des Jahres hier verantwortlich, aber der hat sich rechtzeitig verabschiedet!!
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  •   alpinium
    (5615 Beiträge)

    20.06.2013 00:08 Uhr
    Der Mann ist kein
    Chirurg sondern Arzt in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Das passt doch sehr gut um Stadträte und Provinzpolitiker an der Leine zu halten.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (4144 Beiträge)

    20.06.2013 03:45 Uhr
    Ist ja noch schlimmer,
    ich dachte er waere wenigstens medizinisch etwas Richtiges?
    Jetzt wird mir Einiges klar.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (999 Beiträge)

    20.06.2013 12:54 Uhr
    Du bist auf dem richtigen Weg
    versuch jetzt einfach noch sinnvolles zu denken, nicht einfach irgendwas.
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