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Karlsruhe Abluftkamin am Karlstor sorgt für heiße Luft: "Turm darf nicht kommen"

Knapp 20 Meter hoch und fünf Meter breit: So sehen die bisherigen Planungen der Kasig für einen Abluftkamin am Karlstor aus. Er soll nach 2019 Abgase aus dem künftigen Kriegsstraßentunnel nach oben leiten. Die ersten Skizzen lösten jedoch allgemeines Entsetzen unter den Karlsruher Stadträten aus. Am Dienstag setzten sie sich deshalb fraktionsübergreifend dafür ein, dass "dieses Monstrum" niemals gebaut werden soll. Einziges Problem: Noch 2008 hatte die Mehrheit die Planungen abgenickt.

"Ich kann mich noch gut daran erinnern", erklärte KAL-Stadtrat Eberhard Fischer. 2008 sei in den Planungsunterlagen ein Kreis mit einem Kreuz darin am Karlstor eingezeichnet gewesen. Welche Maße die Zeichnung jedoch einmal annehmen soll, habe wohl jeder im Raum vollkommen übersehen.

"Dieser Turm darf nicht kommen"

Das bestätigen auch andere Stadträte. Sie alle zeigten sich am Dienstagabend im Karlsruher Gemeinderat betroffen und kämpferisch. Der Tenor war eindeutig: "Dieser Turm darf nicht kommen - egal wie das geschieht", formulierte es Friedemann Kalmbach (GfK). Auch Jürgen Wenzel von den Freien Wählern bezeichnete die Planungen - wohl stellvertretend für die vorherrschende Meinung - als "inakzeptabel".

Diese Bedenken ließen auch die Stadtverwaltung nicht kalt. Oberbürgermeister Frank Mentrup versprach, dass man bis Ende Januar Alternativlösungen zusammentragen und diese im Planungsausschuss vorstellen werde. Zudem gäbe es unter Umständen die Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit dem KIT ein Filtersystem zu entwickeln, das den 20 Meter hohen Turm überflüssig machen würde.

Grundsätzlich gebe es jedoch keinen Grund zur Panik. "Es passiert doch immer wieder, dass man Dinge neu überdenken muss, auch im Privaten. Wir rollen das jetzt eben noch einmal neu auf und prüfen, ob es andere Lösungen gibt."

"Turm soll auch schützen"

Der Abluftkamin ist im rechtsmäßigen Bebauungsplan eingezeichnet. Dieser sieht vor, die Notwendigkeit des Kamins zu gegebener Zeit noch einmal zu prüfen. Derzeit geht man davon aus, dass die Schadstoffbelastungen am Westportal des Autotunnels die geltenden Grenzwerte für Stickoxide überschreiten und der Turm so notwendig würde. "Er soll ja auch schützen", gab Mentrup zu bedenken. Wenn am Ende darauf verzichtet würde und die Belastung grenzwertig sei "würde ich mich dabei auch nicht wohl fühlen".

Vorgeschlagen wurde auch eine Verteilung der Abluftströme auf mehrere kleine Kamine. "Dies ist aus lüftungstechnischer Sicht möglich", heißt es in einer Stellungnahme der Stadt auf Anträge von KAL und Freien Wählern. Allerdings müsse auch hier geprüft werden, ob es dafür Standorte gäbe und welche Kosten diese mit sich brächten. Abweichungen vom derzeitigen Bebauungsplan "Kriegsstraße Mitte, Straßenbahn in der Kriegsstraße mit Straßentunnel" erfordern ein gesondertes Genehmigungsverfahren.

In die Überlegungen könnte auch folgendes, von der CDU ins Spiel gebrachte, Zukunftsszenario einfließen: Immer mehr Elektrofahrzeuge sowie die technische Entwicklung im Filter- und Abgasverhalten moderner Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren reduzieren die Abgase langfristig - und machen die Abluftzentrale im besten Fall hinfällig.

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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    18.12.2013 16:12 Uhr
    ja
    Wenn das nun das größte Problem mit der Kombilösung ist, ist sie nun in die Phase ruhigen Fahrwassers eingetreten.
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  •   todi01
    (1094 Beiträge)

    18.12.2013 15:36 Uhr
    Bald ist Kommunalwahl
    Dann können wir Stadträte wählen, die sich sorgfältiger um die Belange der Stadt und der Bürger kümmern. Hoffentlich gibt es solche Kandidaten überhaupt, der Mangel an Sachverstand ist in der Karlsruher Politik und Verwaltung schon beinahe epidemisch.
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  •   Freibeuterin
    (232 Beiträge)

    19.12.2013 09:32 Uhr
    Was sind die Belange der Bürger?
    Auch zum Abluftkarmin gab es Belange der Bürger!
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  •   StrangeOne
    (97 Beiträge)

    18.12.2013 15:28 Uhr
    kann man da nicht
    ein Haus darum bauen und so Kernwärme schaffen?
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    18.12.2013 16:13 Uhr
    oder zumindest
    eine Raucherecke für die Mitarbeiter am Gericht. Wem die Kippen ausgegangen sind, kann sich dann notfalls einen kleinen Seitenausgang bohren und schnüffeln.
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  •   barlou
    (2555 Beiträge)

    18.12.2013 15:26 Uhr
    Wo ist das Problem?
    Seit wann wissen geschweige verstehen Politiker in Stadt, Land oder Bund, was sie alles so abnicken?
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  •   andip
    (9757 Beiträge)

    18.12.2013 15:24 Uhr
    Warum
    muss dieses Teil unbedingt so aussehen,wie jetzt auf diesem Entwurf?
    Noch ist Zeit genug,den so zu planen,dass der optisch wesentlich gefälliger aussieht.
    Oder man integriert ihn in die Schornsteinanlagen der umliegenden Häuser.
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  • unbekannt
    (513 Beiträge)

    18.12.2013 15:23 Uhr
    Überdimensioniert
    wie die großen KARLSRUHE-Schilder an der Südtangente.

    Wobei - ich fänds witzig. Deutschlands größter Auspuff steht dann in Karlsruhe.

    "Woher kommen Sie?" - "Aus Puff."

    Hahahahahahahaha... ich klatsch mir auf die Schenkel. So, ich fahr jetzt wieder heim in die schöne Pfalz. Macht was ihr wollt zwinkern
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  •   caleu
    (374 Beiträge)

    18.12.2013 15:06 Uhr
    Turm
    da bauste aussen noch so paar keile dran, und schon wird klettern wieder zum outdoorsport...
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  •   lynx1984
    (3169 Beiträge)

    18.12.2013 15:02 Uhr
    Mehrere Kamine
    Dann hat halt jeder eine Litfaßsäule äh Abluftkamin im Gärten stehen...

    Aber jetzt mal konkret gesprochen: warum war dieser Fakt mit dem Abluftkamin Monster nicht bereits vorher bekannt? Wer konnte da keine Pläne lesen? Auch in einer Planzeichnung ohne 3D- Visualisierung ist eine solcher Kamin mit einem solchen Durchmesser durchaus ersichtlich.
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