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Dies zeigten zahlreiche Delegationen aus aller Welt, die in den vergangenen Jahren nach Karlsruhe gekommen sind, um eines der weltweit innovativsten und erfolgreichsten Nahverkehrskonzepte kennenzulernen, so die Bürgerinitiative. Die Idee, das Umland mittels der Straßenbahn zu erschließen und die Nutzung der Bundesbahninfrastruktur bringe der Region und der Stadt Karlsruhe zahlreiche Vorteile.

"Unser ÖPNV bringt die Menschen in die Stadt. Das bedeutet Kaufkraft, die nach Karlsruhe kommt. Gerade der Einzelhandel, Gastronomie und Kultur- und Freizeiteinrichtungen profitieren von unserem Straßenbahnnetz", so die Bürgerinitiative. Über 170 Millionen Fahrgäste seien der eindeutige Beleg für die Attraktivität des ÖPNV Konzeptes. 2001 waren es noch 150 Millionen Fahrgäste. Die Erfahrung zeige, dass die Straßenbahnnutzer ohne Umsteigen an ihr Ziel gelangen wollen. Sei dies nicht möglich, sinke die Bereitschaft, Straßenbahn zu fahren.

"Schlagader" Kaiserstraße droht der Infarkt

Dies zeige beispielhaft die Tatsache, dass auf der früheren Albtalbahn das Fahrgastaufkommen rasant angestiegen sei, als diese nicht mehr am Albtalbahnhof endete. Früher musste dort umgestiegen werden, mit dem Anschluss an die Innenstadt wurde das Verkehrsmittel Bahn attraktiv. Völlig voneinander unabhängige Studien hätten immer wieder gezeigt, dass das wichtigste Ziel aller Innenstadtbesucher die Kaiserstraße ist. Ziele wären nicht nur die Kaufhäuser und Geschäfte, sondern auch die Behörden, Banken. Universität, Ärzte und Dienstleistungseinrichtungen.

"Das Karlsruher Modell lebt von der 'Schlagader' Kaiserstraße. Hier droht jedoch die Verstopfung und der Infarkt. Deshalb brauchen wir einen Stadtbahntunnel in der Kaiserstraße", argumentiert die Bürgerinitiative. Das Karlsruher Modell sei aktiver Umweltschutz. "Ja zur Kombilösung" wolle im Interesse von Umwelt- und Klimaschutz einen Ausbau des Karlsruher Modells. Es verbinde die Gemeinden der Region mit der städtischen Infrastruktur.

Durch seine hohe Akzeptanz sei der ÖPNV der beste Beitrag zur Reduzierung von Umweltbelastungen durch den Autoverkehr. Wer mehr Passagiere zum Umstieg vom Auto auf die Straßenbahn bewegen will, könne die notwendige Infrastruktur des Stadtbahntunnels vernünftigerweise nicht ablehnen. Wer jetzt nein zur Kombilösung sage, werde verantwortlich sein für mehr Autofahrten und die daraus entstehenden Umweltbelastungen, schlussfolgert die Bürgerinitiative abschließend.