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Karlsruhe Pille oder Pillepalle? Von Arbeitskrankheiten und (lustigen) Phobien

"Chef, ich kann heute nicht zur Arbeit kommen. Ich bin krank." Während dieser beim Erkennen der Nummer schon den Arbeitstag mit dezimierter Mannschaft durchplant, murren die Kollegen wegen dem Mehr an Arbeit. Krank - was aber bedeutet krank? Da gibt es Husten und Schnupfen, Kopfschmerzen und Kreislaufbeschwerden und so vieles mehr. Ganz so "langweilig" muss es aber nicht sein. Die Diagnose stellt ka-news-Volontär Felix Brenner.

Krankheiten und Ängste gibt es viele - und dann auch genau so viele Gründe nicht zur Arbeit zu kommen. Natürlich will man in erster Linie schnell wieder gesund werden und die Kollegen nicht anstecken. Auch bei ka-news gibt es die ein oder andere Krankheitsangst zu beobachten.

Skurrile Phobien: Angst vor Spiegeln, 666 und vor Truthähnen

Da gibt es Kollegen, die anderen Menschen - besonders mit frisch gewaschenen Händen - nicht gerne die Hand schütteln. Zum Glück ist ein Desinfektionsspray in der Schreibtischschublade - Tschüss, Bakterien. Wiederum andere haben Angst, dass sich die Kälte in den Händen auf den ganzen Körper ausbreitet und die schlimmste Erkältung des Jahres ins Haus steht. Zum Glück gibt es Heizungen, über denen man wie an einer offenen Feuerstelle seine Hände reiben kann. Wetterfühlige Kreislaufopfer gibt es hier wie die Helden, die wegen einer "vermutlich gebrochenen Schulter" nicht zum Arzt gehen.

Es geht aber auch ganz skurril, und eigentlich möchte man es bei seinen Kollegen ja gar nicht für möglich halten. Diagnose: Catoptrophobie. Die Angst vor Spiegeln. In dem der Redaktion bekannten Fall handelt es sich sogar um eine Unterform der Catoptrophobie, der temporären Catoptrophobie. Spiegel, die der "kranken" Person nach 22 Uhr in die Quere kommen, sorgen für Schreier, Angstzustände und Schweißausbrüche. Eine Erklärung konnte dem Patienten nicht entlockt werden. Dennoch, die Catoptrophobie scheint einmal etwas anderes zu sein als die üblichen Kopfschmerzen. Bleibt nur zu hoffen, dass nicht zusätzlich noch eine Iatrophobie vorliegt - die Angst vor dem Arztbesuch.

Sachen gibt's, die gibt's gar nicht: skurrile Phobien

Die Angst vor Spiegeln ist aber nicht die einzige skurrile Phobie, wie ein Lexikon der Phobien verrät. Was ist zum Beispiel die Hexakosioihexekontahexaphobie? Ganz genau, die Angst vor der Zahl 666. Wer keine asymmetrischen Dingen mag, leidet folgerichtig an einer Asymmetriphobie. Wenn ein Kollege mit Schweißperlen anfängt zu stottern, weil er einen Termin im Zoo, auf dem Bauernhof oder im Tierheim wahrnehmen soll, leidet er womöglich an Meleagrisphobie (Angst vor Truthähnen), Taurophobie (Angst vor Stieren), Ostraconophobie (Angst vor Schalentieren) oder ganz einfach an einer Zoophobie, der Angst vor Tieren im Allgemeinen.

Eine solche Liste ließe sich nun noch sehr viel weiter führen. Den Autor packt aber gerade die Angst vor dem Schreiben - die sogenannte Easiophobie. Oder ist es die Scriptophobie, also die Angst öffentlich in Form einer Kolumne zu schreiben? Eine schwere Entscheidung, beides klingt plausibel. Wenn da beim Schreiberling nicht die Decidophobie größer wird - die Angst sich zu entscheiden.

Die Mitarbeiter von ka-news haben zudem weitere skurrile Phobien gesammelt. Welche finden Sie am lustigsten? Stimmen Sie ab! Sie kennen eine andere skurrile oder lustige Phobie, die nicht in der Abstimmung zu finden ist? Posten Sie diese als Kommentar unter diesen Artikel.

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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (999 Beiträge)

    29.05.2013 16:34 Uhr
    Hey wie wärs mit Brenner-Phobie
    Sie sind ja wohl nicht mehr gescheit, sich so über Leute lustig zu machen.
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  •   silberahorn
    (10959 Beiträge)

    30.05.2013 03:53 Uhr
    Darüber macht man sich nicht lustig, weil das Hirn eines Gefoobten tatsächlich Dinge durcheinanderbringen kann. Der liest dann die Überschrift:
    Polizei kontrolliert Radler: Rote Ampeln und Handy am Ohr
    und versteht:
    Polizei kontrolliert rote Ampeln mit Handy am Ohr.

    Insofern ist Konzentrationsfähigkeit eine wichtige Sache, wenn man etwas arbeitet.

    Kinder zu erschrecken ist eine riesige Sauerrei, weil die erst lernen müssen, wie etwas richtig ist. Die können Fehler nicht so schnell selbst bemerken, wie es ein Erwachsener schafft. Und ein Erwachsener, der tatsächlich durch Schreckensbilder geflasht wird, verbraucht viel Lebenszeit mit Korrekturen, die normalerweise nicht nötig wären.
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  •   silberahorn
    (10959 Beiträge)

    30.05.2013 04:03 Uhr
    Darüber macht man sich deswegen nicht lustig,

    weil das was rauskommt, wenn einer eine Vorschreckhirnverdrehkrankheit hat, schon lustig und komisch genug wirkt.

    Herr Brenner hat sich aber auch nicht lustig gemacht - er ist nämlich der Held und Retter, wenn jemand im Spiegel was kommen sieht und sich fücrhtet.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (999 Beiträge)

    29.05.2013 16:34 Uhr
    Hey wie wärs mit Büser-Phobie
    Sie sind ja wohl nicht mehr gescheit, sich so über Leute lustig zu machen.
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    unbekannt
    (24 Beiträge)

    29.05.2013 16:29 Uhr
    Es gab einmal ein Glückskind, das hieß..sagen wir mal Felix
    denn Nomen ist ja bekanntlich Omen.
    Seine Eltern liebten ihn, er bekam immer alles was er wollte, hatte die tollsten Geburtsfeiern, das teuertse Fahrrad und schon vor dem Tanzkurz eine Freundin, mit der er zusammen dahinging.

    Nun nach dem 1,8 Abi hat ihm Papi, der ein wichtiger Mensch bei einer dieser Karlsruher Institutionen ist, wo keiner so genau weiß, was die eigentlich tun, ein Volontariat klargemacht.

    Wie soll Felix aber wissen, wie schlimm das Leben für manche menschen sein kann? Er hatte ja noch nie Pech im Leben.

    Wie daraus ein anständiger Journalist mit Rückgrat werden soll, man weiß es nicht.

    Ich weiß nur, daß Felix diese Zeilen nicht mögen wird und löschen lassen wird.

    Die Menschen, die er mit seinem infaltielen geschreibsel über Ängste beleidigt hat, können seinen Erguss leider nicht löschen, obwohl er es verdient hätte.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (14337 Beiträge)

    29.05.2013 21:00 Uhr
    Tolle Geschichte
    schreiben Sie auch auf Wunsch, so als Geburtstagsgeschenk? Stelle mir das so vor: Ich nenne Ihnen einen Namen und Sie schreiben mir über Denjenigen eine Geschichte grinsen
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (999 Beiträge)

    30.05.2013 10:11 Uhr
    klar..aber ein wenig Input braucht man
    und sei es nur ein im Thema verfehlter Schulaufsatz grinsen
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  •   JeanneDarc
    (366 Beiträge)

    29.05.2013 15:59 Uhr
    @ka news
    Ich fühle mich durch den Beitrag ein wenig sagen wir "auf den Schlips getreten" - lachen sie denn auch ueber menschen mit Tourette-Syndrom ? oder über Menschen die eine Behinderung haben bei der sie "anders" aussehen ? ich hoffe doch nicht...und falls doch haetten sie sich am Samstag bei der Demo sicher gut aufgehoben gefühlt - aber auf der Seite mit den weniger Teilnehmern. Denn -Es ist einfach respektlos ueber Krankheiten oder Behinderungen von anderen Menschen zu lachen nur weil man selber diese Krankheit nicht hat oder wahlweise nicht versteht. Und von Respektlosigkeit ist es nicht weit bis zur Ausgrenzung - dann nicht bis zum Ghetto und dann - naja - das wissen wir ja wie viele behinderte vor rund 70 Jahren endeten.....ich hoffe doch sehr dass sie Hr.Brenner sich bei diesen die den Behinderten das angetan haben nicht wohl fühlen würden.....
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  •   JeanneDarc
    (366 Beiträge)

    29.05.2013 15:54 Uhr
    da ich
    selbst unter allerlei Phobien leide (wenn auch nicht unter solch skurilen)
    nehme ich die Aengste anderer Menschen ernst -auch wenn sie FÜR MICH ungewöhnlich und nicht nachvollziehbar erscheinen -daher konnte ich nicht abstimmen -denn der Knopf -"Keine -ich nehme meine Mitmenschen ernst" fehlt leider...und ich habe Humor -sehr viel sogar....aber es gibt Grenzen...
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