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Karlsruhe Journalisten-Krankheit: Fernweh - warum Schreiberlinge gerne reisen

Die charakterlichen (und physischen) Voraussetzungen für Berufe sind verschieden. Gärtner haben einen grünen Daumen und Journalisten haben quasi einen Stift als Zeigefinger. Aber nicht nur das: Ständiger Begleiter ist das Fernweh, denn Journalisten wurde das Weltentdecker-Gen in die Wiege gelegt, das behauptet zumindest Volontärin Marie Wehrhahn, nachdem das Reisefieber die ka-news-Redaktion gepackt und nicht mehr losgelassen hat.

Journalisten reisen gerne - diese Behauptung stelle ich, Volontärin bei ka-news, hier und heute einfach mal so auf.

Fernweh in der ka-news-Redaktion

Natürlich kontert der kritische Leser unserer Seite jetzt: "Na klar, so gut wie jeder fährt gern in den Urlaub - egal ob Versicherungsvertreter, Heizungsmonteur oder eben Redakteur." Da hat er nicht Unrecht - jedoch gibt es einige Aspekte, die die Schreiberlinge von anderen Berufstätigen unterscheiden. Bei vielen von uns gehört es zum Job, verhalf es zum Job oder ist es unter den drei - in der Bewerbung - angepriesensten Charaktereigenschaften: Fernweh.

Karlsruhe ist eine schöne Stadt. Aber nicht zuletzt, um meine These zu belegen, muss ich zugeben: Einige meiner Kollegen sind nicht in der Fächerstadt geboren. Da haben wir Mitarbeiter, die aus dem Dreiländereck, Westdeutschland und dem hohen Norden stammen und - obwohl man sich im sonnigen Baden wohl fühlt - lockt der Ruf der Ferne und sorgt regelmäßig für die träumerische Gedankenversunkenheit der Kollegen kurz vor Feierabend.

Weltentdecker-Gen für den Berufswunsch?

Wenn es um den Jahresurlaub geht, werden gerne alle freien Tage zusammengekratzt, um dem weitentferntesten Reiseziel näher zu kommen. Neuseeland, Costa Rica, Nordafrika - am besten nur mit Rucksack, denn der Journalist braucht Abenteuer. Den Duft von Freiheit und fremden Gerüchen kennen viele der Kollegen schon von längerfristigen Auslandserfahrungen nach der Schulzeit. Egal ob Schuljahr in Finnland, Semester auf Island oder eingeschobene Weltreise - das Weltentdecker-Gen machte sich schon früh bemerkbar - und damit wahrscheinlich auch der Berufswunsch des Journalisten.

Zu guter Letzt noch ein kleines feines Argument, das Sie als Leser endgültig von meiner Theorie überzeugen muss: Während sich ein Metzgermeister wahrscheinlich lieber drinnen an einem fertigen Stück Fleisch zu schaffen macht, als das Schwein draußen erst einmal eigenhändig einzufangen, verhält es sich beim Journalisten anders: Egal ob es stürmt oder schneit, wir freuen uns stets rauszukommen und auf Pressekonferenzen zu gehen - und wenn diese mehr als zehn Minuten Anfahrt erfordern, weil sie außerhalb der Karlsruher Innenstadt stattfinden, bedeutet das die tägliche Dosis Wanderlust und Reisefreude.

Kleinigkeiten abseits des Tagesgeschäfts, Kuriositäten und was uns sonst noch durch den Kopf geht: Die ka-news-Kolumne erscheint immer am Mittwochnachmittag. Autoren sind im Wechsel die ka-news-Redakteure Felix Neubüser, Tabea Rueß, Moritz Damm und die ka-news-Volontäre Felix Brenner und Marie Wehrhahn. Hier gibt's früherer Kolumnen!

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Kommentare (19)
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  •   runsiter
    (11986 Beiträge)

    04.04.2013 12:26 Uhr
    Dass sie
    gerne reisen, die Journalisten, ist im Artikel hinreichend belegt. Aber warum das so ist, bleibt weiterhin offen.

    Das bietet natürlich Raum für Spekulationen verschiedenster Art.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (3882 Beiträge)

    04.04.2013 12:47 Uhr
    was für Spekulationen
    meinst du jetzt?
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  •   runsiter
    (11986 Beiträge)

    04.04.2013 12:53 Uhr
    dazu sag ich nix mehr
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    unbekannt
    (3882 Beiträge)

    04.04.2013 13:07 Uhr
    achso die
    ********
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  •   runsiter
    (11986 Beiträge)

    04.04.2013 10:34 Uhr
    Darf man eigentlich noch etwas kommentieren, ohne mit einer Anzeige rechnen zu müssen?
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  •   NeubueserF
    (674 Beiträge)

    04.04.2013 09:18 Uhr
    Kommentare
    Wir haben unter diesem Artikel zwei Kommentare entfernt. Ich möchte an dieser Stelle einfach noch mal festhalten, dass dies nichts mit Zensur zu tun hat.

    Wir werden über die Kommentarfunktion immer wieder kritisiert und lassen dies auch zu. Was wir allerdings nicht tolerieren sind derartige persönliche Angriffe, wie sie unter diesem Artikel standen. Solche Kommentare werden von uns entfernt. Ausdrücklich möchte ich an dieser Stelle auch noch einmal darauf hinweisen, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist. Jedem Nutzer, der sich beleidigt fühlt, steht es frei, eine Strafanzeige zu stellen. Auch wir behalten uns dies vor.
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  •   runsiter
    (11986 Beiträge)

    04.04.2013 08:29 Uhr
    Okay,
    war schon ein bisschen derb. Sorry for that.

    Aber so ganz unberechtigt waren die Kommentare nicht.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (3882 Beiträge)

    04.04.2013 07:35 Uhr
    hehe und schon zensiert
    der Kommentar von LaCage
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  •   silberahorn
    (10895 Beiträge)

    04.04.2013 07:58 Uhr
    Wieso schon? Ich habe den Eintrag kurz nach drei gelesen, da stand er also schon ein Weilchen. Ich dachte nämlich noch, ob sich junge Jounalistinnen alles gefallen lassen müssen, habe ihn aber nicht gemeldet, weil ich nicht betroffen war.
    Beleidigungen zu entfernen ist keine Zensur. Manch einer kapiert wahrscheinlich auch gar nicht, was daran beleidigend war.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (3882 Beiträge)

    04.04.2013 08:02 Uhr
    also ich fande den lustig
    20.- in die Machokasse.. und woweit hergeholt war das jetzt auch nicht. Habe ich in den Ländern schon zigfach gesehen..
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