Wellenreuther hatte Mitte August den Vorgang öffentlich gemacht und kritisiert, dass es zwischen Stadtverwaltung und Ditib bereits weitgehende Absprachen über den Verkauf eines entsprechenden Grundstücks gab, ohne dass die Bevölkerung darüber informiert wurde.

"Die Bürger sind erleichtert, dass in Mühlburg keine Großmoschee mit Minaretten und angeschlossenem Kulturzentrum entstehen wird. Sie haben gerade in diesen Zeiten zu Recht kein Verständnis dafür, dass ohne ihr Wissen zwischen dem Islamverband Ditib und der Stadtverwaltung bereits weitreichend über den Kauf eines Grundstücks verhandelt worden ist", erklärt Wellenreuther.

"Aus diesem Grund und aufgrund der Tatsache, dass das vorgesehene Gelände am Mühlburger Bahnhof in mehrfacher Hinsicht ungeeignet war, begrüße ich die Entscheidung von Ditib", so der Bundestagsabgeordnete weiter.

Nach Informationen des Südwestrundfunks möchte Ditib stattdessen die bestehende Moschee in der Käppelestraße in der Karlsruher Oststadt ausbauen. "Es wäre angebracht, wenn die Stadtverwaltung aus der Mühlburger Moschee-Debatte die richtigen Schlüsse ziehen und diesmal frühzeitig in einen breiten Dialog mit der Bevölkerung treten würde. Dabei muss das Spannungsverhältnis zwischen der grundgesetzlich garantierten Freiheit der Religionsausübung sowie dem, was baurechtlich zulässig ist und gesellschaftspolitisch akzeptiert wird, beachtet werden", so Wellenreuther.

 
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