So seien wichtige Forderungen wie die Abschaffung der Studiengebühren, Bafögerhöhung oder die Änderung der Zulassungsbedingungen für das weiterführende Masterstudium, nicht behandelt worden, so Fleischer. Insgesamt 50 Studenten des KIT seien am Donnerstag mit dem Bus nach Bonn gefahren um vor Ort, gemeinsam mit Studenten aus ganz Deutschland, ihren Protest zum Ausdruck zu bringen.

Die Proteste der Studierenden werden ihren Beitrag dazu beigetragen haben, dass jetzt Änderungen beschlossen wurden. Viele dieser Maßnahmen seien im Sinne der Studierenden, sagt Noah Fleischer, besonders die Modularisierung von Prüfungen sei eine gut Sache. Wichtig sei hierbei aber, dass die KMK sich mit Vorgaben für die Umsetzung zurückhalte und auf die Kompetenz der Universitäten in diesem Bereich baue.

Weiterhin Vorlesungen in maroden Hörsälen

Die Forderung nach einer Akkreditierung der Studiengänge sieht Fleischer kritisch, da diese Prüfungen von externen Unternehmen durchgeführt würden, die nur begrenzt Einsicht in den Universitätsalltag hätten. Er würde eine interne Lösung bevorzugen. Wichtig sei auch eine stärkere Vernetzung der Universitäten untereinander, um sich bei Festlegungen in Bezug auf Studiengänge besser abstimmen zu können.

Das Thema Bafög und Studiengebühren hätten die Studenten gerne besprochen, denn viele Fragen seien noch ungeklärt, sagt Fleischer. Weiterhin würden Vorlesungen in maroden Hörsälen gehalten und oftmals die Ausstattung mangelhaft sein. Aufgrund der vielen Unklarheiten würde die Besetzung des Hörsaals weiter gehen. Auch die Aktionen gingen weiter, so gäbe es am 17. Dezember eine große Demonstration mit einem Marsch von der PH zum Kronenplatz.

Neue KIT-Grundordnung ist in Arbeit

Wie die Proteste weitergingen hinge auch von den Beschlüssen ab, die in der KIT-Präsidiumssitzung am 14. Dezember, getroffen würden, merkt Fleischer an. Wenn das Präsidium sich gegenüber den Studierenden kooperativ zeige, könne man über die Weiterführung der Proteste in einer anderen Form reden. Eine schriftliche Fixierung der Zusagen wäre wünschenswert.

Außerdem hoffe man auf die neue KIT-Grundordnung, die zur Zeit noch in Arbeit sei. Hier gäbe es eine gute Zusammenarbeit mit dem KIT-Präsidium, so Fleischer. In ihr soll das grössere Mitbestimmungsrecht der Studenten an Prozessen am KIT verankert werden.

 
Mehr zum Thema Bildungsstreik: Bildungsstreik