"Polizei im Dialog" - in großen Lettern prangt dieser Slogan am oberen Rand der Internetseite. "Polizei im Dialog"oder einfach PiD ist eine Online-Plattform der Polizei Rheinland Pfalz. Entwickelt auf der Landespolizeihochschule ging das Pilotprojekt am Dienstagnachmittag um 16.30 Uhr online.

Online-Austausch in Echtzeit

Das Polizeipräsidium Rheinpfalz erhofft sich davon einen neuen Weg, mit den Bürgern in Kontakt zu treten. Das Ziel ist der Beamten ist es, digital zu informieren, zu kommunizieren und die Menschen an wichtigen Sicherheitsthemen zu beteiligen. "Die Bürger sind für uns die 'Experten vor Ort'", erklärt das Präsidium in einer Presseerklärung, "sie können am authentischsten über Sicherheitsprobleme in der Region oder der eigenen Gemeinde berichten."

Und so funktioniert die Plattform: Wer mitreden will, muss sich auf der Seite registrieren. Danach kann munter in den Bereichen "Aktuelles Thema" und "Aktuelle Umfrage" gepostet werden. Fünf Polizei-Moderatoren überwachen und antworten in Echtzeit. Das erste große Thema nach dem Start der Plattform: "Radfahren". Hier können sich die Bürger momentan über E-Bikes, Pedelecs, Unfälle und Sicherheit informieren - und den Beamten Aufregerstellen melden.

Facebook, Twitter und nun auch PiD?

Online-Austausch mit den Bürgern? Auch bei der Karlsruher Polizei setzt man auf Kommunikation. Seit 2013 sind die Gesetzeshüter der Fächerstadt auf Facebook vertreten. Anderthalb Jahre später konnte die Netzgemeinde die Arbeit der Beamten dann auch auf Twitter verfolgen. Die Idee: Näher an die Personen herankommen, die man mit herkömmlichen Medien nur schwer erreicht.

Inzwischen zählt Facebook-Seite der Karlsruher Polizei 6.259 Likes, auf Twitter folgen ihr 985 Personen. Zahlen, mit denen man bei der Polizei durchaus zufrieden ist. "Wir versuchen die Leute stetig zu erreichen", erklärt ein Polizeisprecher im Gespräch mit ka-news. Von den Nutzern erhalte man positive Rückmeldungen. Ist die PiD-Plattform nun der nächste Schritt?

"Momentan ist das bei uns kein Thema", meint der Sprecher weiter. Man müsse abwarten, wie das Pilotprojekt angenommen werde, daher gebe es in der Fächerstadt noch keine konkreten Überlegungen in diese Richtung. "Es wird sich zeigen, ob auch andere Bundesländer auf diesen Zug aufspringen."

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