In diesem Jahr fand das Karlsruher Entenrennen bereits zum fünften Mal in der Alb entlang der Günther-Klotz-Anlage statt. Am 24. Juli schwammen dort 7.000 gelbe Gummi-Enten um die Wette - damit war das Potential auch restlos ausgeschöpft. Denn alle Lose, für jeweils fünf Euro zu haben, wurden verkauft.

Dadurch kam die Rekord-Summe von 36.000 Euro zusammen. "Damit wollen wir Kinder in Karlsruhe ganz konkret unterstützen", sagte Martin Wacker. Der KSC-Stadionsprecher hatte damals als Mitglied von "Round Table", dem Organisator des Entenrennens von 2007 bis 2009, mit die Idee für das nasse Event, dass sich mittlerweile als kleines Hightlight auf dem "Fest" etabliert hat.

Idee kam beim Bier

"Dass aus einer Spinnerei beim Bier eine so große Sache wird, ist einfach unglaublich", erzählt Wacker gegenüber ka-news. Durch alle fünf Rennen sei eine Gesamtsumme von 125.000 Euro zusammen gekommen, die in soziale Projekte geflossen ist. Dieses Jahr wird das Geld an vier Organisationen aus dem Raum Karlsruhe, die sich vorab beworben hatten, verteilt.

Die "Karlsruher Vereinigung zur Hilfe psychisch kranker Kinder und Jugendlicher" nahm einen Spendenscheck von über 15.000 Euro von Bürgermeister Martin Lenz entgegen. "Wir bieten therapeutische Angebote, die nicht von den Krankenkassen übernommen werden, in unseren Augen aber enorm wichtig sind", so Frank Mentrup von der Vereinigung. Weitere 10.000 Euro gingen an den Verein "Philipp & Freunde - SMA Deutschland". Der Verein unterstützt Kinder mit der Muskelerkrankung SMA und deren Familien mit Maßnahmen, die ebenfalls nicht von den Krankenkassen übernommen werden.

Nachhilfe für Migrantenkinder

Über einen Scheck von 6.000 Euro durfte sich das Projekt "Siebenstein" der Nehemia Initiative Karlsruhe freuen, in dessen Räumen 19 ehrenamtliche Mitarbeiter vorwiegend Migrantenkindern kostenlos Nachhilfe erteilen. "Wir machen mittlerweile auch Hausbesuche, um festzustellen, warum die Kinder in der Schule so schlecht sind", erklärt eine Vertreterin des Projekts.

Blieben noch 5.000 Euro Erlös, die an die "SchmetterlingsKIDS", das nationale Serviceprojekt von Round Table Deutschland, gingen. Das seien Kinder, die mit einer besonders schlimmen Hautkrebsart zu kämpfen haben, erklärt ein Vertreter der Organisation. Man bilde vor allem Trainer aus, die den Familien beistehen und gebe Informationen über die Krankheit und deren Umgang an Ärzte weiter.

Organisator Wacker ist schon gespannt auf das sechste Rennen nächstes Jahr. "Am 22. Juli nach dem Klassik-Frühstück schwimmen die Enten wieder um die Wette."