Die Verbände befürchten im Zusammenhang der Proteste um Stuttgart 21, dass auch die Neubaustrecke (Stuttgart) - Wendlingen - Ulm in die Diskussion um eine generelle Ablehnung des Projektes mit einbezogen werden könnte. Die beiden Maßnahmen müssten verkehrspolitisch ganz unterschiedlich bewertet werden.

Neubaustrecke schnell realisieren

Während der Tiefbahnhof S 21 Fahrzeitgewinne von zirka zwei bis vier Minuten verspricht und dafür seine Realisierung nach derzeitiger Kalkulation 4,1 Milliarden Euro benötige, koste die Neubaustrecke 2,9 Milliarden Euro und bringe den Reisenden einen Fahrzeitgewinn von fast einer halben Stunde.

Zudem benötige die schnellere Verbindung Ulm - Stuttgart keineswegs die Tieferlegung des Stuttgarter Bahnhofes. Im Gegenteil, es sei zu befürchten, dass die immensen Kosten für Stuttgart 21 den raschen Ausbau der Verbindung Stuttgart - Ulm verzögern werden. Deshalb appellieren die genannten Organisationen an alle Verantwortlichen, an alle Gegner von S 21 und selbstverständlich auch an die derzeitigen Mitglieder der Schlichtungskommission, die Neubaustrecke nach Ulm aus dieser ganzen Diskussion herauszuhalten und schnellstmöglich zu realisieren.