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Karlsruhe Zoobrand Karlsruhe: Technischer Defekt als Ursache wahrscheinlich

Laut aktuellem Stand der Ermittlungen sei die Ursache des Brandes im Karlsruher Zoo wahrscheinlich auf einen technischen Defekt zurückzuführen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Karlsruhe in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Für eine Brandstiftung gebe es derzeit keine Hinweise.

Nach dem Brand im Karlsruher Zoo, bei dem am vergangenen Samstag 26 Tiere des Streichelgeheges getötet wurden, ziehen Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei ein erstes Resümee der bislang durchgeführten Ermittlungen. Den Behörden liegt zwischenzeitlich das von einem Brandsachverständigen erstellte Gutachten zur Brandursache vor. Demnach konnte der Gutachter, obgleich er eine solche nicht gänzlich ausschließen kann, bei seinen Ermittlungen bis dato keine Anhaltspunkte für eine Brandstiftung finden.

Holzkonstruktion fing rasch Feuer

Im Rahmen der Begutachtung der Brandörtlichkeit ergaben sich für den Sachverständigen hingegen Hinweise, die einen technischen Defekt als Ursache für das Feuer wahrscheinlich erscheinen lassen. Demnach könnte der Brand seinen Ursprung in einem Teilbereich der Elektroinstallation an zentraler Stelle des Stallkomplexes gehabt haben.

 

Insbesondere aufgrund der Tatsache, dass die gesamten Stallungen aus einer Holzkonstruktion bestanden, haben die Flammen in daraufhin reichlich Nahrung gefunden, wodurch sich das Feuer rasch ausbreitete und insgesamt sehr intensiv war. Auf Grund der schweren Brandzehrung und dem Grad der durch das Feuer entstandenen Zerstörung gestaltete sich die Arbeit des Sachverständigen und der Brandermittler äußerst schwierig.

Ermittlungsgruppe "Zoo" bleibt bestehen

Auch die Arbeit der siebenköpfigen Ermittlungsgruppe der Kriminalpolizei brachte bislang keine Hinweise auf eine vorsätzlich begangene Brandstiftung. So stehe der in zeitlicher Nähe entdeckte Brand zweier Mülltonnen nur wenige hundert Meter vom Zoo entfernt wohl nicht im Zusammenhang mit dem Zoobrand.

Die Behörden betonen jedoch, dass es sich um ein vorläufiges Ermittlungsergebnis handelt und die Ergebnisse einiger weitergehender Untersuchungen noch ausstehen. Die Ermittlungsgruppe "Zoo" bleibt zunächst bestehen.

Spendenkonten:

Zoofreunde e. V.
Verwendungszweck "Soforthilfe Streichelzoo"

Badische Beamtenbank
BLZ: 660 908 00
Konto-Nummer: 34753291

Sparkasse Karlsruhe
BLZ: 660 501 01
Konto-Nummer: 13000005

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Kommentare (36)
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  •   Wikinger
    (5 Beiträge)

    23.11.2010 21:20 Uhr
    Viel wichtiger...
    Weiß eigentlich jemand, wie's den Elefanten geht?
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  •   KA_9000
    (37 Beiträge)

    21.11.2010 18:27 Uhr
    wie ist denn das ...
    nachdem nun die "Brandursache" feststeht: Spenden gut und schön, aber was das irgendwie versichert? Oder sind im Zoo Versicherung nicht üblich???
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  • unbekannt
    (5 Beiträge)

    21.11.2010 20:23 Uhr
    Überlegen
    wir mal: Wäre der Zoo Brandschutzversichert, hätte man auch in entsprechende Massnahmen investieren müssen. Welcher Versicherer wäre so dämlich und würde sich auf nen Zoo ohne jegliche Brandschutzeinrichtungen einlassen? Außerdem, wozu Versicherung? Die Stadt kann sich in so einem Fall doch drauf verlassen, dass die Bürger das DIng durch ihre Spenden wieder aufbauen.
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  •   ralf
    (3532 Beiträge)

    20.11.2010 21:19 Uhr
    In Karlsruhe
    Karlsruhe gehörte doch zum Großherzog Baden, wo man bekanntlich eine andere Kultur als in Württemberg entwickelt hat. Und überhaupt - hatte früher nicht jedes Dorf seine eigene Kultur? Karlsruhe ist eine eigentlich eine Multikulti-Stadt, da seit der Stadtgründung 1715 Menschen von überall hier herziehen.

    Aber heutzutage darf man ja auch wenn man gar nicht aus der Gegend kommt gegen andere, die ebenfalls nicht aus der Gegend kommen herziehen...
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    21.11.2010 00:29 Uhr
    Wenn
    man in die 'Gegend' gezogen ist und dort länger lebt als manche, die als wo man in die 'Gegend' gezogen ist noch nichtmal auf der Welt waren und die nachdem sie auf der Welt sind auch nur aus einer 'Gegend (nicht KA-Stadt)' stammen Komma! dann lässt man sich von denen nicht vor den Koffer scheissen! Das ist wie in den Freds zum KSC. Der kleine het war schon im Wildpark als fuffzich Prozent der Kommentatoren hier noch ein duftiges AA in die Windel geschissen haben. Und im Neckarstadion dazu. Also hör auf hier einen alten Scheiss zu erzählen. Das kann ich gar nicht brauchen.
    Den grossen Umsturzpolitiker machen und dann Vorurteile schüren. Lachhaft. Les mal die Asterix Hefte, da weisst du was den Piraten passiert. Die, die, die Gallie', versenkt.
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    21.11.2010 00:44 Uhr
    Ganz ernsthaft
    soll ich mich von dir regieren lassen? Dann gut Nacht om femfe, aber richtig.
    Lieber Gott, vielen Dank, dass ich keine Kinder habe!
    Das musste jetzt sein.
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  •   ralf
    (3532 Beiträge)

    21.11.2010 11:12 Uhr
    Schweinerei
    Da gibt es doch tatsächlich junge Politiker, welche die Menschen nicht aufgrund von Aussehen, Alter, Behinderung, ethnischer Zugehörigkeit, Geschlecht, Herkunft, Lebensweise, Religion, sexueller Orientierung oder Staatsangehörigkeit beurteilen.
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  • unbekannt
    (180 Beiträge)

    19.11.2010 22:20 Uhr
    Ursachenforschung
    die bisher bekanntgegebenen Berichte zeigen mir, daß in alle Richtungen gearbeitet wird.
    Die momentan vorliegenden Resultate sind m. E. vorerst voll Zufriedenstellend. Zumal noch darauf hingewiesen wird, man bleibt am Ball!
    Ergo: die Fachleute sind d'ran, ihre Aufgabe bestmöglichst zu erfüllen. Dem Endresultat sehe ich mit sehr großem Interesse entgegen!
    Vertraue aber auch auf den Sachverstand der Fachleute, die hier vor Ort ihre Arbeit machen, und keiner Spekulation folgen - echt gute Arbeit - weiter so!!!
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  • unbekannt
    (4000 Beiträge)

    19.11.2010 20:40 Uhr
    Brandstiftung oder technischer Defekt - egal
    Auf jeden Fall ist Technischer Brandschutz im Zoo offensichtlich ein Fremdwort (gewesen?)! traurig
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  • unbekannt
    (5 Beiträge)

    20.11.2010 13:59 Uhr
    tja
    der Oberhäuptling der KA-Feuerwehr ließ ja gestern über unser allseits beliebtes Stadtblädle ausrichten, dass es für Stallungen keine Brandschutzvorschriften gibt und man sich doch nicht so aufregen solle, da eh nur Huftiere verendet sind. Na daaaannnn...so ein Glück, dass nicht zufällig ein Tierpfleger dort genächtigt hat (z.B. wg. kranken Tieren). Dass man (Stadt) auch ohne Vorschriften in den Brandschutz investiert, nur weil einem die Tiere die man (Stadt) hält am Herzen liegen, scheint ausgeschlossen. Armes Deutschland, äh Karlsruhe. Und Herr gib dem Oberhäuptling Hirn!
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