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Karlsruhe Neuer Streichelzoo bis Juli - Spendenaktion bringt fünfstellige Summe

Ein Euro pro gekauftem Kasten Hoepfner-Bier ging bis Ende des vergangenen Jahres als Spende an den Karlsruher Zoo. Heute nahm Zoodirektorin Gisela von Hegel den Scheck entgegen. Mit dem Geld wird der neue Streichelzoo gebaut, der bis zu Beginn der Sommerferien eröffnen soll.

Bei der Aktion wurde rückwirkend vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2010 für jeden Kasten verkauftes Bier ein Euro für den Wiederaufbau des Streichelgeheges gesammelt. 10.437 Euro kamen so zusammen. Als regional verwurzeltes Unternehmen trage Hoepfner auch eine gewisse Verantwortung für die Region, erklärte Geschäftsführer Mattias Schürer die Motivation zu der Spendenaktion. Deshalb habe man sich entschieden, dem Karlsruher Zoo mit der Aktion unter die Arme zu greifen.

"Der neue Streichelzoo wird größer und schöner als der alte", freute sich Bürgermeister Michael Obert. Er soll in der Nähe der Schwarzwaldhalle gebaut werden. Das sei städtebaulich nicht ganz einfach, weil auf dem Gelände in der Vergangenheit schon viel auf- und umgebaut worden sei. "Unser ehrgeiziges Ziel ist trotzdem der 30. Juni. In so knapper Zeit ist das nicht einfach, denn wir stellen ja nicht einfach nur einen Stall hin." Auf ein genaues Datum könne man sich deshalb nicht offiziell festlegen - man müsse auch sehen, wie die Arbeiten vorangingen.

Insgesamt kamen bisher knapp 650.000 Euro an Spenden bei den Zoofreunden Karlsruhe an. Die Kosten von derzeit geschätzten rund 1,5 Millionen Euro für den Neubau ergäben sich unter anderem aus notwendigen Bodengutachten, erklärte Zoodirektorin Gisela von Hegel. Zudem müssten erst Altlasten beseitigt werden, bevor der Baugrund wieder nutzbar sei. Allerspätestens bis zu Beginn der Sommerferien sollen die Arbeiten aber abgeschlossen sein, "denn es gibt ja auch Kinder in Karlsruhe, die im Sommer nicht wegfahren können", so die Direktorin.

Ende Februar ziehen die ersten Ponys und Schafe ein

Im neuen Streichelzoo soll eine "echte Kontaktzone" für Tier und Mensch entstehen: "Der Streichelzoo wird offen sein, so dass sich die Kinder frei unter den Tieren bewegen können. Deshalb achten wir bei der Auswahl der Tierrassen darauf, dass wir möglichst kleine und friedfertige Tiere bekommen." Nicht alle Haustiere im Streichelzoo sollen in so intensiven Körperkontakt mit den kleinen Zoobesuchern kommen, zumindest aber Schafe und Ziegen. Die kleinen Tierfreunde sollen aktiv eingebunden werden, vor allem durch Streicheln und Anfassen: "Schon im alten Streichelzoo haben wir gesehen, dass das Bedürfnis nach einem haptischen Erlebnis groß ist", meinte von Hegel.

Bereits Ende Februar sollen die ersten Bewohner des neuen Streichelzoos nach  Karlsruhe kommen: In einem provisorischen Streichelzoo soll sich eine besonders kleine Rasse von Shetland-Ponys das Gehege mit einigen Schafen teilen. "Dieses Ziel ist schon in greifbare Nähe gerückt", freute sich die Zoodirektorin. Geld- und Sachspenden von rund 14 Firmen ermöglichten diese Interimslösung. Der Stall aus Fertigbauteilen soll auf der Raubtierhauswiese schräg gegenüber des Elefantenhauses aufgestellt werden.

Die Dickhäuter erholen sich laut Aussage der Zoodirektion prächtig. Beim Brand Anfang November hatten die Flammen auf das Elefantenhaus übergegriffen und den grauen Riesen starke Hautverletzungen zugefügt. Verbrennungen solcher Art seien im Zoobereich nicht bekannt, sagte von Hegel. Die Therapie der flächenhaften Hautzerstörung sei eine echte Herausforderung: "Es sind ungefähr vier Quadratmeter verbrannte Haut pro Elefant."

Dank der tatkräftigen Hilfe diverser Pharmaunternehmen, die Medikamente spendeten, seien die Elefanten aber auf einem guten Weg. Dass sie sich schon so gut erholt haben, sei aber auch ein Verdienst des kalten Winters, gibt die Chefin des Zoos zu: "Im Sommer wären solche Wunden eine Katastrophe gewesen." Jetzt im Winter habe man aber glücklicherweise keine Fliegen gehabt. So seien mögliche Sekundärinfektionen gar nicht erst enstanden.
 

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Kommentare (16)
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  •   bergdoerfler
    (1556 Beiträge)

    08.02.2011 21:08 Uhr
    ob auch für diese fälle gespendet wird?
    z.B. Ein Altersheim , Kindergarten, Behindertenheim oder Obdachlosenwohnung brennt ab...
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  • unbekannt
    (4144 Beiträge)

    09.02.2011 00:45 Uhr
    Du bist jetzt genau wieder das
    Gegenextrem! Was hat denn das eine mit dem anderen wieder zu tun?
    Die Menschen haben fuer den Streichelzoo gestiftet, wie andere fuer die Brustkrebsforschung stiften oder fuer die armen Schwarzen in Afrika.
    Muss man da gleich wieder mit der Gutmenschenkeule kommen?
    Manchmal koennte man wirklich k..., ueber soviel "Gutes" in manchen Menschen.
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  •   ALFPFIN
    (5714 Beiträge)

    08.02.2011 20:45 Uhr
    fuertiere, was soll das,
    das ist doch eine Illusion, gehen Sie doch mal nach Afrika und oder Asien, wo die meisten bedrohten Tierarten, die im Zoo gehalten und gezüchtet werden, herkommen und verlangen Land zurück für diese Tiere.
    Zum einem müssen die Menschen dort auch leben und brauchen Platz und zum anderen haben Sie Hunger. Die Bevölkerung ist dort explodiert, die Zeiten wo Reisenden in früheren Jahrhunderten wochenlang mehr Löwen etc. begegnet sind als Menschen, sind lange vorbei.
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  • unbekannt
    (619 Beiträge)

    09.02.2011 00:05 Uhr
    @ALFPFIN
    Vergessen Sie es!
    Sobald das Stichwort "Zoo" fällt, setzt bei @fuertiere automatisch der Beissreflex ein....
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  • unbekannt
    (332 Beiträge)

    08.02.2011 16:08 Uhr
    gegen Zoos !!!
    Die Zucht in Gefangenschaft sorgt für einen Überschuss an Tieren. Babys sind nämlich Kassenmagneten und ziehen massenweise Besucher an, die zusätzlich zum Eintrittsgeld auch noch Geld in den Geschenkeshops und Snackbars der Zoos ausgeben. Zoos können vielleicht größere und feudalere Anlagen bauen, aber es sind und bleiben doch Gefängnisse. Viele "Verbesserungen" sind eher kosmetischer Art und dienen eher den Besuchern als den Tieren. Die meisten Tiere in Gefangenschaft leiden unter Frustration und Langeweile. Anstatt Millionen darauf zu verschwenden, Unmengen an Tieren einzusperren, sollten wir uns für die Erhaltung und Wiedereinrichtung dessen einsetzen, was wir Menschen den Tieren genommen haben: ihren ursprünglichen Lebensraum.
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  • unbekannt
    (10 Beiträge)

    08.02.2011 20:10 Uhr
    Für Zoos
    Ohne Zoos und deren Arterhaltungsprogramme gäbe es viele Tierarten heute nicht mehr.
    Und viele der im Zoo gehaltenen Tiere gibt es schon gar nicht mehr in der freien Natur, weil sie ausgerottet wurden.
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  • unbekannt
    (4144 Beiträge)

    08.02.2011 17:35 Uhr
    Teilweise gebe ich dir Recht,
    wenn es um Grosstiere geht, wie Elfanten, Grosskatzen, Meeressaueger etc. Heimische Tiere und domestizierte Tiere kann man durchaus in einem Zoo halten und den staedtischen A...lochkindern zeigen wie ein Schaf aussieht. Dem Schaf ist es letzendlich egal, ob es in einem zu kleinen Pferch bei einem Bauern gehalten wird oder ob es in einem Streichelzoo ein nettes Leben fuehrt.
    Wenn Leute wie du nicht staendig voellig uebers Ziel rausschiessen wuerden, haettet ihr sicher mehr Erfolg.
    Bevor man sich gegen einen Streichelzoo engagiert, sollte man sich evtl. um die Tierhaltung in der Landwirtschaft kuemmern, denn dagegen ist der Zoo ein Paradies, sogar fuer Elefanten.
    Ich meine da jetzt noch nicht einmal die reinen Schlachttiere, denn das Schicksal einer deutschen Milchkuh besteht darin, den ganzen Tag am gleichn Platz im Stall zu stehen, festgebunden!
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  • unbekannt
    (1203 Beiträge)

    08.02.2011 17:28 Uhr
    ...
    ..100%-ige Zustimmung !!!
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  •   lebkuchenmesser
    (737 Beiträge)

    08.02.2011 17:06 Uhr
    Ahhh - gibt es Sie auch noch
    Heute ist wieder Nudeltag, mit jeder Menge Cpypasta!

    Keine eigene Meinung:
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  •   qwertz
    (307 Beiträge)

    08.02.2011 15:56 Uhr
    Na hoffentlich
    haben die Verantwortlichen aus der Katastrophe etwas gelernt und installieren Rauchmelder und Sprinkleranlagen damit sich so ein Drama nicht wiederholt. Begreife bis heute nicht, das der Streichelzoo der überwiegend aus Holz bestand, wo Stroh und sonstige brennbare Materialien gelagert wurden überhaupt keine Schutzmassnahmen getroffen wurden. Ich frage mich wirklich manchmal für was die Verantwortlichen ihr monatliches Gehalt bekommen.
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