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Karlsruhe Nach Zoobrand in Karlsruhe: Elefantenhaus wieder geöffnet

Das Elefantenhaus im Karlsruher Zoo ist wieder für Besucher geöffnet. Die Unterkunft der Dickhäuter wurde im November 2010 durch einen Großbrand teilweise zerstört. Der durch die Flammen entstandenen Schaden konnte zwar noch nicht behoben werden, aber die warmen Temperaturen machten eine Wiedereröffnung möglich. Nur zur Behandlung der Tiere wird das Elefantenhaus am Nachmittag für kurze Zeit geschlossen.

Sonnenschein und Frühlingsgefühle: In den vergangenen Tagen strömten viele Besucher in den Karlsruher Zoo, berichtet Gisela von Hegel, Direktorin des Karlsruher Zoo, auf ka-news-Anfrage. Auch das Elefantenhaus sei ab sofort wieder für Besucher geöffnet, freut sich die Zoodirektorin. Das Elefantenhaus war nach dem verheerenden Zoobrand im vergangenen Jahr provisorisch abgedichtet und für den Publikumsverkehr geschlossen worden.

Elefanten fast geheilt

Die entstandenen Schäden am Elefantenhaus konnten allerdings noch nicht repariert werden, so die Zoodirektorin. Das liege daran, dass aufgrund des winterlichen Wetters und der kalten Temperaturen die Elefanten bisher nicht in den Außenbereich durften. Die Dachdecker könnten ihre Arbeit aber erst dann aufnehmen, wenn die Elefanten nicht im Elefantenhaus verweilen, so von Hegel.

Auch sollten die durch den Brand verletzten Elefanten nicht ständig geöffneten Türen und damit der kalten Witterung ausgesetzt werden. Das Elefantenhaus war daher für Besucher in den vergangenen Monaten nicht zugänglich. Aufgrund der wärmeren Temperaturen ist es ab sofort wieder für Besucher geöffnet. Nur am Nachmittag, wenn die Behandlung der Elefanten ansteht, schließen die Tierpfleger für kurze Zeit das Haus.

Bei dem Brand waren die vier Elefantendamen Rani, Shanti, Ilona und Jenny verletzt worden. Die Dickhäuter erlitten großflächigen Brandwunden, die nach wie vor behandelt werden müssen. Die Wunden seien zwar verheilt, allerdings benötige die verletzte noch sehr dünne und sensible Haut eine besondere Behandlung, erklärt die Zoodirektorin. Die Tierpfleger müssten daher einmal pro Tag die betroffenen Hautstellen säubern und desinfizieren. Auch werde eine spezielle Salbe aufgetragen. Die Elefanten würden diese Behandlung sehr genießen, so von Hegel.

Dramatische Rettungsaktion

Da die Tierpfleger auf Leitern steigen, um die Elefanten behandeln zu können, würde aus Sicherheitsgründen während der Behandlungszeit das Haus geschlossen, so die Zoo-Chefin. Eine am Eingang aufgestellte Uhr informiert dann darüber, wann die Tiere im Innengehege wieder besucht werden können.

Ein Großbrand im Karlsruher Zoo hatte im November 2010 enormen Schaden angerichtet. Durch das Feuer kamen 26 Tiere des Streichelzoos ums Leben, der Streichelzoo wurde vollständig zerstört. In einer dramatischen Rettungsaktion konnten die ebenfalls von dem Brand betroffenen Elefanten und Flusspferde aus dem Elefantenhaus nach draußen geführt und in Sicherheit gebracht werden. Das Elefantenhaus wurde teilweise zerstört. Die Ursache für das Feuer war ein technischer Defekt.

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Kommentare (29)
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  • unbekannt
    (17 Beiträge)

    11.03.2011 15:20 Uhr
    Scheiss - Diskussion
    Ich mag Tiere am liebsten im Ofen
    oder
    als
    Worscht
    uffm
    Brot.

    Hmmm so ne Elefefantensemmel wäre doch mal was!
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  •   Gelbsocke
    (3912 Beiträge)

    09.03.2011 23:14 Uhr
    Die
    kuriosesten Triebe sind sogennante Reservate die sich dadurch Finanzieren das "Grosswildjäger" auf die Viecher ballern.

    Die Natur des Menschen sich die Natur untertan zu machen ist eine Sackgasse.
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  •   fritzi
    (933 Beiträge)

    09.03.2011 20:35 Uhr
    Genau
    Elefanten ziehen in der Natur kilometerweit vom Fressplatz zum Wasserloch und wieder zurück. Kam erst unlängst eine Reportage im TV bei der ein Junges vom langen Marsch total geschwächt am Rande des Wasserlochs verendete. So gesehen habens ja die Karlsruher Elefanten richtig gut ... *Ironietaste aus* Ich plädiere für einen Mottozoo wie "Elefantenzoo" oder "Nilpferdzoo" oder was auch immer - aber ansonsten nichts. Aber diese Art der vielfältigen Zurschaustellung vieler Tierarten ist ein Überbleibsel von vor mehr als hundert Jahren und ist mittlerweile echt überholt !
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  • unbekannt
    (1159 Beiträge)

    09.03.2011 22:32 Uhr
    Es ist
    leider schon so weit, daß zoologische Gärten auch Tierarten vorm aussterben schützen müssen und das auch machen. Aber Geld dafür bekommen sie leider nur wenn sie Eisbär, Elefant, Löwe und co. ausstellen. Die lassen sich aber nicht artgerecht halten. Nicht hier und auch nicht in irgendeinem anderem Zoo.
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  •   Gelbsocke
    (3912 Beiträge)

    09.03.2011 22:13 Uhr
    Tja
    da geb ich dir Recht, in einer Zeit in der jeder um den ganzen Globus jetten kann mit TV, Internet und Pipapo sind Tierknäste eigentlich überflüssig.
    Allerdings wär so eine Art Stadtbauernhof -quasi ja der Streichelzoo-
    ganz sinnvoll damit die Kiddis auch mal ne Kuh odda ein Schwein lebendig sehen.
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  • unbekannt
    (3882 Beiträge)

    09.03.2011 16:49 Uhr
    der Freilauf eines Tieres hat
    nichts mit der Größe zu tun sondern mit der Lebensweise.

    Wenn ein Löwe was zu fressen hat liegt der in freier Wildbahn auch nur faul rum und geht nicht spazieren. Ein Wildpferd rennt im Gegensatz dazu auch mal gerne durch die Gegend.

    Es gibt auch Tiere die bewegen sich so gut wie garnicht.
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  • unbekannt
    (29986 Beiträge)

    10.03.2011 01:47 Uhr
    Der Löwe
    liegt sowieso IMMER faul rum, weil ihm nämlich seine Frau das Futter ranschafft. Fehlen nur noch die Pantoletten und der Flachbildschirm. Das macht den Löwen schon irgendwie menschlich. grinsen

    Zoos sind irgendwie überholt. Aber wenn der Nachwuchs hier geboren ist und das Leben in freier Wildbahn gar nicht kennt, dann gehts denen doch in zumindest halbwegs ordentlich geführten Zoos ganz gut. Besonders abwechslungsreich ist das Leben sicher nicht, aber es gibt wohl auch genug Menschen, die nie aus ihren paar Quadratmetern rauskommen. Also alles halb so tragisch.
    Ich glaub, dass so manches Zootier weit weniger unglücklich ist als es einem manche Fanatiker weismachen wollen.
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  • unbekannt
    (1159 Beiträge)

    10.03.2011 02:16 Uhr
    Sicher
    gibt es auch Menschen die nicht aus ihrer Höhle rauskommen, aber die haben immerhin noch einen freien Willen. Das hat der Elefant im Zoo nicht! Der wurde aus fragwürdigen Gründen da nämlich eingesperrt (Eigentlich nur damit er von irgendwelchen Typen angeklotzt werden kann), kein schönes Schicksal oder ?
    Auch ein Tier das hier gezüchtet wird und auf die Welt kam hat seinen angeborenen Instinkt, das ist kein Gelaber sondern nachgewiesene Tatsache (siehe Vogelzug u.a.).
    Ich sehe im Zoo eigentlich nur verhaltensgestörte Tiere, kein Vergleich dazu wie sie in der Freiheit wären, solltest du mal drüber nachdenken.
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  • unbekannt
    (1159 Beiträge)

    10.03.2011 02:39 Uhr
    Der
    einzige Grund Tierarten im Zoo zu halten ist sie vor dem aussterben zu bewahren, oder auch Kleintierhaltung unserer einheimischen Tiere um sie den Kindern näher zu bringen, nichts gegen Schaf, Ziege oder Kuh, die sind schließlich unsere wegbegleiter seit Urzeiten, Haustiere eben, alles andere ist Blödsinn, wer einen Elefant sehen muß !!!!, der soll sich halt das Geld ansparen und nach Afrika fahren...
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  •   gnampf
    (36 Beiträge)

    10.03.2011 07:56 Uhr
    "Haustiere"
    Und die ganzen Haustiere, egal ob die kleinen zu Hause oder die großen auf Bauernhöfen oder im Zoo, darf man einsperren? Komische Logik! Viele Tiere in deutschen Haushalten werden auf zu engem Raum und nicht artgerecht gehlalten (z. B. Einzeltierhaltung, obwohl Gruppentier). Hier geht es um sehr viel mehr Tiere als im Zoo. Haben Krokodile oder Schlangen in privaten Haushalten etwas verloren? Oder die Kühe auf den Bauernhöfen, die in vielen Fällen noch in sehr engen Ställen stehen und oftmals auch ohne Weide leben müssen. Die Kühe mit Weide sind auch nicht zu vergleichen. Die einen haben eine rießige Weide und die anderen müssen sich im Vergleich dazu mit einem kleinen Fleckchen abgeben. Sollen wir deshalb jetzt auch Bauernhöfe verbieten? Dann essen wir ab Morgen nur noch Kartoffeln, Möhren und Salat.
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