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Karlsruhe Karlsruhe von oben: Spektakuläre Ausblicke über Stupferich - eine Bilderstrecke

Keine Lust mehr aus dem Fenster zu schauen oder an den immer gleichen Ecken des eigenen Quartiers satt gesehen? In der Sonntags-Reihe "Karlsruhe von oben" bieten wir neue Ausblicke auf die Stadtteile der Fächerstadt. Heute: Stupferich - dörflicher Charakter in idyllischer Lage.

Stupferich liegt rund neun Kilometer von Karlsruhe entfernt, am südöstlichen Rand des Stadtgebietes. Rund 2.800 Menschen leben auf 650 Hektar im weit entferntesten Teil von Karlsruhe. In  einer Höhe von 215 Meter über dem Meeresspiegel liegt das Bergdorf eingebettet in eine idyllische Landschaft.

Blick entlang der Kleinsteinbacher Straße, rechts das Gemeindezentrum Stupferich
Blick entlang der Kleinsteinbacher Straße, rechts das Gemeindezentrum Stupferich | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

"Stutpferrich" wurde um 1100 erstmals urkundlich erwähnt, der Name lässt darauf schließen, dass der Ort als Einrichtung zur Pferdezucht diente. Stupferich lebte von der Landwirtschaft und versorgte sich dadurch selbst. Im Zuge der Industrialisierung entwickelte sich Stupferich vom landwirtschaftlich geprägten Dorf mehr und mehr hin zur Arbeiterwohngegend. 

Sportplätze im Osten von Stupferich am Waldesrand.
Sportplätze im Osten von Stupferich am Waldesrand. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Alte Traditionen, wie zum Beispiel das Kutschefahren oder das landwirtschaftliche Arbeiten sind bis heute im Dorf vertreten. Das Ortsbild wird noch heute durch Vierseithöfe, Hakenhöfe und Fachwerkhäuser mit Wetterdächern geprägt. Der dörfliche Charakter des Ortes besteht bis heute, denn einige Gebäude existieren seit dem 17.Jahrhundert. 

A8 Anschluß Karlsbad bei Palmbach/Stupferich
A8 Anschluß Karlsbad bei Palmbach/Stupferich | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Durch den Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) wurde das Dorf massiv zerstört und große Teile der Bevölkerung wanderten in größere Orte aus. Stupferich erholte sich nach und nach vom Krieg und verzeichnete einen Bewohnerzuwachs.1972 wurde Stupferich im Rahmen der baden-württembergischen Gemeindereform nach Karlsruhe eingemeindet und gilt seither als Karlsruher Höhenstadtteil. 

Gemeindezentrum Stupferich
Gemeindezentrum Stupferich | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Die Häuser werden zunehmend jünger, je weiter man sich vom ursprünglichen Ortskern entfernt, denn dieser wird durch zahlreiche Neubaugebiete umringt. Am Rande des Stupfericher Walds befindet sich die Bergleshalle, welche von zahlreichen Vereinen für das kulturelle Leben genutzt werden kann. Allerdings ist die Gemeinschaftshalle seit 2015 wegen mangelndem Brandschutz gesperrt. 

Grillplatz Stupferich
Grillplatz Stupferich | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Die weitläufige Fläche von Stupferich lädt zum Spazieren und Wandern gehen ein. Beispielsweise startet an der Bergleshalle ein zirka zehn Kilometer langer Kulturwanderweg. Die Aussicht von Stupferichs Landschaft aus zeigt den Schwarzwald, die Fächerstadt und das Pfinzhügelland, welches zum fruchtbaren Kraichgau gehört.

Mehr Bilder in der Galerie:

Die Aufnahmen unseres Fotografen Tim Carmele stammen aus Dezember 2020.

Mehr zum Thema
Karlsruhe von oben: Wildparkstadion, Rheinbrücke, Hauptbahnhof und Co.: Luftige Ausblicke auf die Fächerstadt und ihre Stadtteile, wie Sie sie garantiert noch nie gesehen haben, finden Sie hier in unserem Dossier.
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  •   ALFPFIN
    (7493 Beiträge)

    27.12.2020 11:30 Uhr
    @runner
    Durch die Gemeindereform Baden-Württemberg Anfang der 1970iger Jahre wurden folgende Gemeinden in die Stadt Karlsruhe eingemeindet.
    1. Januar 1972 Hohenwettersbach und Stupferich
    1. Januar 1973 Wolfartsweier
    1. Januar 1974 Grötzingen
    1. Januar 1975 Wettersbach (Grünwettersbach und Palmbach)
    14. Februar 1975 Neureut

    Von den ehemals 1500 selbstständigen Gemeinden in BW wurden etwa 500 in jeweilige Städte eingemeindet oder es haben sich mehrere kleiner Gemeinden zusammengeschlossen, wie zum Beispiel Forchheim, Mörsch, Neuburgweier, diese Gemeinden wurden 1975 zur Gemeinde Rheinstetten zusammen gefasst.
    Bei diesen Eingemeindungen wurden auch Orte zusammengefasst, die relativ weit auseinander lagen.
    Teilweise hat sich dies bis heute nicht geändert. Gut sei Dank wurde dazwischen nicht immer alles zugebaut.
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  •   ALFPFIN
    (7493 Beiträge)

    27.12.2020 11:51 Uhr
    Es stimmt schon
    was Schattengustl ausführt.
    Es ist bei uns im Südwesten auch so üblich. Und im Falle der ehemals selbstständigen Orte, die heute Stadtteile sind, wird immer noch die Entfernung von der etwa Stadtmitte zu dem jeweiligen Ort angegeben.
    Wenn mich heute auf der Kaiserstraße jemand fragt, wie weit ist es nach Grötzingen, werde ich 5 km? angeben, obwohl es heute ein Stadtteil von Karlsruhe ist.
    Diese Stadtteile liegen heute ja immer noch teilweise (weiter) außerhalb der eigentlichen Stadtgrenze.
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  •   runner
    (532 Beiträge)

    27.12.2020 11:43 Uhr
    @ALPFIN
    Dieser Beitrag verfehlt ja irgendwie das Thema. Was haben den Lücken in der Bebauung damit zu tun?
    Durch Eingemeindungen wurden die Stadtgrenzen erweitert, dennoch befinden sich alle Stadtteile innerhalb der Stadt.
    Mir ging es nur darum, wie ein Teil, der innerhalb eines Ganzen liegt, von diesem entfernt sein kann?
    Würdet ihr auch formulieren, dass Manhatten, die Bronx oder Brooklyn soundso weit von New York entfernt sind bzw. Kreuzberg oder Prenzlauer Berg von Berlin?
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  •   runner
    (532 Beiträge)

    27.12.2020 10:44 Uhr
    Stupferich liegt rund neun Kilometer von Karlsruhe entfernt
    Handelt es sich bei Stupferich um eine Karlsruher Exklave? Nein.
    Wie also kann Stupferich als ein Karlsruher Stadtteil 9 km von Karlsruhe entfernt liegen?
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  •   Schattegustl
    (212 Beiträge)

    27.12.2020 11:19 Uhr
    Erklärung
    Entfernungen zu einer Stadt werden üblicherweise von einem markanten Punkt in der Stadt gemessen, in Karlsruhe z.b. von der Pyramide. Deswegen heißt es auch bei Schildern, dass sie noch 3 km von Karlsruhe entfernt sind obwohl sie schon im Karlsruher Stadtgebiet sind.

    Insofern alles korrekt ausgedrückt. Sogar bei booking.com kennt man das - buchen sie einfach ein Hotel in Stupferich nach Suche in Karlsruhe
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  •   runner
    (532 Beiträge)

    27.12.2020 11:30 Uhr
    Das ergibt Sinn ...
    ... bei Betrachtungen von außen, aber doch nicht innerhalb einer Stadt.
    Oder wie weit ist der Hauptbahnhof Karlsruhe von Karlsruhe entfernt, wie weit die Ost- oder Südstadt? M.E. gehört bei Angaben innerhalb einer Stadt die Entfernung vom Zentrum, der Stadtmitte oder einer ähnlichen Formulierung angegeben, aber nicht bei Teilen einer Stadt die Entfernung zu ihr selbst.
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  •   Schattegustl
    (212 Beiträge)

    27.12.2020 12:44 Uhr
    Beides wird genutzt
    Stupferich ist durch nicht bebaute Gebiete abgrenzt und daher sollte es hier klar sein. Aber selbst beim Hbf könnte ein Schild mit Karlsruhe 1 km stehen, die Entfernung zum Zentrum. Sieht man auch immer wieder mal.
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  •   Ringo.Ginsterburg
    (24 Beiträge)

    27.12.2020 09:29 Uhr
    Ich liebte ein Mädchen in Stupferich,
    die schenkte mir gleich einen Kupferstich.
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