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Karlsruhe Karlsruhe von oben: Spektakuläre Ausblicke über Knielingen - eine Bilderstrecke

Keine Lust mehr aus dem Fenster zu schauen oder an den immer gleichen Ecken des eigenen Quartiers satt gesehen? In der Sonntags-Reihe "Karlsruhe von oben" bieten wir neue Ausblicke auf die Stadtteile der Fächerstadt. Heute: Knielingen - Wirtschaftsstandort und lebenswertes Wohngebiet zugleich.

Knielingen wird für den ältesten Karlsruher Stadtteil gehalten, der urkundlich erwähnt ist. Im Jahr 786 wird Knielingen erstmals als "Cnutlinga" im Codex des Klosters Lorsch erwähnt. Ausgrabungen zufolge liegen die Wurzeln Knielingens schon in der Bronzezeit.  Trotz des Flächenverlustes durch Tullas Rheinbegradigung ist Knielingen heute der zweitgrößte Stadtteil. 

Blick über die Altstadt entlang der Saarlandstraße von Knielingen, die evangelische Kirche
Blick über die Altstadt entlang der Saarlandstraße von Knielingen, die evangelische Kirche. | Bild: Tim Carmele

Nordwestlich von Karlsruhe leben rund 11.041 Menschen entlang des Rheines. An den Stadtteil schließt die bekannte Rheinbrücke an, welche Karlsruhe mit dem Bundesland Rheinland-Pfalz verbindet. Knielingen ist von Kriegszerstörungen weitestgehend verschont geblieben und entwickelte sich dadurch zu einem bedeutenden Industriestandort. 

DHL Depot in Knielingen.
DHL Depot in Knielingen. | Bild: Tim Carmele

1950 eröffnete der Technologiekonzern Siemens seinen Standort in der Fächerstadt. Sieben Jahre später wurde dieser zu einem Industriepark ausgebaut, welcher auf 280.000 Quadratmetern über 4.500 Menschen einen Arbeitsplatz bietet.

SIEMENS Schriftzug auf dem Siemens Gebäude.
Bild: Tim Carmele

Seit der 1960er Jahre beeinflusst auch die Mineralölraffinerie Oberrhein (MiRO) das Knielinger Erscheinungsbild. Rund 15 Millionen Tonnen Mineralölprodukte wie Benzin, Diesel, Heizöl, Bitumen oder Propylen werden jährlich in Deutschlands größter Mineralölraffinerie produziert. 

Die Miro bildet den Nordabschluß von Knielingen.
Miro im Hintergrund. | Bild: Tim Carmele

Mitte der 90er Jahre verließen die Amerikaner nach dem kalten Krieg die Kaserne. Zurück blieb ein altes Kasernengelände, welches nun  Wohnraum für mehr als 2.000 Einwohner schafft. Das 30 Hektar großes Areal im Knielinger Norden wurde seit 2009 nach und nach bebaut. Neben Wohnraum wurde dort auch ein Gewerbebereich mit einem Nahversorgungszentrum geschaffen.  Derzeit wird das neue Wohnquartier "Knielingen 2.0" an das städtische Schienennetz angeschlossen und soll ab Ende 2020 von der Linie 2bedient werden. 

Neubaugebiet "Am Storchennest", am Storchennest. Im Hintergrund Knielingen 2.0
Neubaugebiet "Am Storchennest", am Storchennest. Im Hintergrund Knielingen 2.0. | Bild: Tim Carmele

Werfen Sie eine Blick von oben auf den Karlsruher Stadtteil - mit unserer Bildergalerie:

Die Bilder unseres Fotografen Tim Carmele stammen aus August 2020.

Mehr zum Thema
Karlsruhe von oben: Wildparkstadion, Rheinbrücke, Hauptbahnhof und Co.: Luftige Ausblicke auf die Fächerstadt und ihre Stadtteile, wie Sie sie garantiert noch nie gesehen haben, finden Sie hier in unserem Dossier.
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  •   KA300
    (150 Beiträge)

    10.08.2020 19:53 Uhr
    Knielingen
    Was ist an dem kleinbürgerlichen Knielingen spektakulär??? Gehts noch?
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  •   FCKSUV
    (532 Beiträge)

    09.08.2020 15:33 Uhr
    In Altknielingen ging es früher familiär zu,
    habe sehr gerne dort gewohnt. Das Neubaugebiet kann man vergessen, lauter Spießer mit SUV in der Einfahrt.
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