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Karlsruhe Karlsruhe von oben: Spektakuläre Ausblicke über Grünwinkel - eine Bilderstrecke

Keine Lust mehr aus dem Fenster zu schauen oder an den immer gleichen Ecken des eigenen Quartiers satt gesehen? In der Sonntags-Reihe "Karlsruhe von oben" bieten wir neue Ausblicke auf die Stadtteile der Fächerstadt. Heute: Grünwinkel - der Stadtteil der Krähen.

Im Südwesten von Karlsruhe, eingebettet zwischen Daxlanden, Oberreut, Rheinstetten, Beiertheim-Bulach, Südweststadt, Weststadt und Mühlburg, liegt Grünwinkel. Seine Geschichte beginnt lange vor der Gründung der Fächerstadt, genauer gesagt im Jahr 1468. Dort wird in einem Zinsbuch der 100 Morgen umfassende Hof "Kregen Winkel" erwähnt.

Aus "Krähwinkel" wird Grünwinkel

1597 ist von dem Gut als Hof und Herberge "Kreenwinckel" (oder "Krähwinkel") die Rede. Aus diesem Grund ist das Wahrzeichen des heutigen Stadtteils die Krähe. 1710 gründet sich eine Arbeiterkolonie um den ehemaligen Gutshof, die 1784 zum eigenen Ort wird. Im Jahr 1909 wird Grünwinkel in Karlsruhe eingemeindet.

Panorama über der Heidenstückersiedlung
Panorama über der Heidenstückersiedlung | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Seither ist der Stadtteil stark gewachsen und teilt sich heute in vier Stadtviertel auf: Alt-Grünwinkel, Hardecksiedlung, Albsiedlung, Alte Heidenstückersiedlung und Neue Heidenstückersiedlung. Über 10.000 Menschen - aber auch zahlreiche Unternehmen in ausgedehnten Gewerbegebieten - nennen Grünwinkel mittlerweile ihre Heimat. 

Zahlreiche Unternehmen sind hier ansässig

So hat sich hier schon 1885 die Firma Sinner als "Gesellschaft für Brauerei, Spiritus und Presshefefabrikation" angesiedelt - heute bekannt als Brauerei Hatz-Moninger.

Übersicht über die Hatz Moniger Brauerei
Übersicht über die Hatz Moninger Brauerei | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Im Norden findet sich zudem der Hauptsitz der Stadtwerke Karlsruhe sowie das Werk des Reifenherstellers Michelin. In der anderen Richtung, ganz im Süden, ist mit Rheinstetten auch der Standort der Messe Karlsruhe nicht weit entfernt.

Stadtwerke an der Daxlanderstraße
Stadtwerke an der Daxlander Straße | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Neben der Wirtschaft spielt in Grünwinkel auch die Kultur eine große Rolle. Mehrere Freikirchen sind hier ansässig, ebenso wie das Mundarttheater "d' Badisch Bühn". Am Ufer der Alb liegt zudem die1759 erbaute katholische Albkapelle. Eine weitere historische Sehenswürdigkeit: Das über einhundert Jahre alte, denkmalgeschützte "Kesselhaus" samt Backstein-Wasserturm, in dem sich heute ein gleichnamiges Restaurant befindet. Gebaut wurde es als Fabrikgebäude des ehemaligen Textilunternehmens Vogel und Schnurmann.

Maria Hilf Kapelle - Albkapelle
Maria Hilf Kapelle - Albkapelle | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Grünwinkel wäre aber nicht Grünwinkel, wenn es seinem Namen nicht wenigstens ein bisschen gerecht werden würde: Trotz vieler Gewerbegebiete bietet der Stadtteil auch einige grüne Fleckchen - vornehmlich zu finden entlang der Alb, die sich durch und entlang Grünwinkels schlängelt.

Kleingartenverein Albsiedlung
Kleingartenverein Albsiedlung | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Mehr Bilder in der Galerie:

Die Aufnahmen unseres Fotografen Tim Carmele stammen aus Juli 2020.

Mehr zum Thema
Karlsruhe von oben: Wildparkstadion, Rheinbrücke, Hauptbahnhof und Co.: Luftige Ausblicke auf die Fächerstadt und ihre Stadtteile, wie Sie sie garantiert noch nie gesehen haben, finden Sie hier in unserem Dossier.
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  •   JanisJoplin
    (9 Beiträge)

    20.07.2020 09:08 Uhr
    Moninger
    Brauerei Moninger in Grünwikel.
    Dort will ich sein.
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  •   haku
    (4169 Beiträge)

    19.07.2020 17:10 Uhr
    "die1759 erbaute katholische Albkapelle."
    Das Gebäude stammt zwar von 1759, wurde aber nicht am Ort als Albkapelle errichtet. Bis 1909 genutzt, stand die Maria-Hilf-Kapelle an der Durmersheimer Straße und sollte abgerissen werden. Die Familie Sinner (Brauerei) finanzierte dann die Verlegung an die Alb 1913.
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