Karlsruhe Karlsruhe von oben: Luftige Ausblicke auf Mühlburger Tor - eine Bilderstrecke

Keine Lust mehr aus dem Fenster zu schauen oder an den immer gleichen Ecken des eigenen Quartiers satt gesehen? In der neuen Sonntags-Reihe "Karlsruhe von oben" bieten wir neue Ausblicke auf die Fächerstadt. Heute: Von der Pferdebahn bis zum unterirdischen Tunnel - der Verkehrsknotenpunkt Mühlburger Tor.

Das Mühlburger Tor fungierte in der Stadtgeschichte als wichtiger Verkehrsknotenpunkt: Wo heute Kaiser Wilhelm der Erste auf seinem Sockel steht und von Bahnen und Autos umrundet wird, fuhren früher die Pferdebahnen quer durch die Stadt zum Gottesauer Platz und weiter nach Durlach.

Das Mühlburger Tor markierte früher einen von sechs Stadteingängen: Gebaut zwischen 1817 und 1821 bestand es aus einem Torbogen und zwei Wachhäusern. Es wurde im zweiten Weltkrieg zerstört - Teile des Tores wurden an einem Eingang zum Schlossgarten wieder aufgebaut.

Von der Idee, ein Hochhaus auf die Denkmalinsel zu bauen

Überlegungen, Kaiser Wilhelm aus seinem Sattel zu holen, gab es übrigens in der Vergangenheit einige: Unter anderem erwog 1991 ein Projektvorschlag ein Hochhaus auf die Denkmalinsel zu bauen und 2001 sollte die Reiterstatue zugunsten einer Fußgängerzone bis zum Europaplatz weichen.

Prägend für das Bild des westlichen Stadteingangs war bis 1913 der Mühlburger-Tor-Bahnhof, der sich ungefähr auf Höhe der heutigen Kaiserallee 3 befand. Links und rechts der Christuskirche führten die Bahngleise zum Rhein und nach Mannheim.

Nach dem Wegfall der Gleise gab es kein städtebauliches Konzept, wie es am Mühlburger Tor weitergehen sollte. Der Vorschlag eines Architekten, die Südliche Hildapromenade so zu verlegen, dass eine große Baufläche entstünde wurde von mehreren Behörden abgelehnt.

Verkehrsknotenpunkt - früher wie heute

Die Begründung: Ein in der Reinhold-Frank-Straße wohnender Lehrer beschwerte sich über die Lärmbelästigung der Straßenbahn - man solle diese auf die inzwischen stillgelegte Trasse auf die andere Seite der Kirche verlegen. Erst später sollte sich das Anliegens des Lehrers erfüllen: In den 1970-er Jahren wurde die Strecke über die Reinhold-Frank-Straße/Moltkestraße aufgegeben.

Für die künftige Verkehrsgestaltung bleibt das Mühlburger Tor ein elementarer Knotenpunkt: Hier endet der 2,4 Kilometer lange Straßenbahntunnel unter der Kaiserstraße, welcher am Durlacher Tor beginnt. Im September 2015 sorgte der erfolgreiche Tunneldurchstich von Tunnelvortriebsmaschine "Giulia" für eine große Feier. Wie es am Mühlburger Tor aktuell aussieht, zeigt unsere Bildergalerie:

Die Luftaufnahmen unseres Fotografen Tim Carmele zeigen das Mühlburger Tor am 22. März. Einen stets aktuellen Blick auf das Mühlburger Tor gibt es in unserer Webcam.

Mehr Stadtgeschichte rund um das Mühlburger Tor gibt es unter https://www.karlsruhe.de/b1/stadtgeschichte

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