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Karlsruhe Karlsruhe für ... Biertrinker

"Durst wird durch Bier erst schön", heißt es unter Bierliebhabern. Auch der Karlsruher liebt Bier, was vielleicht auch daran liegt, dass er aus einer großen Auswahl an heimischen Sorten wählen kann. Denn in Karlsruhe gibt es derzeit acht Brauereien, die hier ihr eigenes Bier produzieren.

Dazu zählen neben Großbrauereien auch Brauhäuser und kleinere Hausbrauereien. Im Jahr 1846 waren es sogar 36. "Die hohe Dichte an Brauereien für diese Stadtgröße zeigt, dass die Karlsruher gerne Bier trinken", bekräftigt auch Hans-Walter Janitz, Geschäftsführer des Baden-Württembergischen Brauerbunds.

Der Karlsruher trinkt gerne Bier

Und das ist offenbar schon länger so. "Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert war Karlsruhe der bedeutendste badische Brauereistandort und gehörte zu den großen deutschen Brauzentren", schreibt die Karlsruher Historikerin Barbara Guttmann in "Hopfen und Malz - Die Geschichte des Brauwesens in Karlsruhe". Dabei tranken die Karlsruher noch bis Mitte des 18. Jahrhunderts vor allem den in Durlach angebauten Wein.

Doch Wein wurde teurer, Bier immer mehr das Getränk des "kleinen Mannes". Der Bierausstoß der Karlsruher Brauereien stieg fast kontinuierlich.

1898 trank jeder Karlsruher im Schnitt 273 Liter Bier im Jahr – historischer Rekord. 2010 konsumierte jeder Deutsche laut Statistischem Bundesamt etwa 107,4 Liter - rund 325 Flaschen. Allein in Baden-Württemberg wurden im September 2011 fast 560.000 Hektoliter Bier gebraut. Damit könnte man 90 große Schwimmbecken füllen.

"Biere aus Baden-Württemberg sind die besten Biere. Und die aus Karlsruhe schmecken ausgezeichnet", so Bierexperte Janitz. Er verweist auf etliche Preise, die Biere aus Karlsruhe bekommen haben.

Allein 2011 wurden zehn verschiedene Biersorten aus Karlsruhe von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) ausgezeichnet, allesamt aus den Brauereien Hoepfner und Hatz-Moninger.

Legende vom Sieben-Minuten-Pils

Karlsruhe habe eine tolle Auswahl an Bieren, so Janitz. Letztlich müsse aber jeder für sich selbst entscheiden, welches Bier ihm am besten schmecke.

Das perfekte Bier werde in einem Zug gezapft. Es sei ein Mythos, dass ein gutes Pils sieben Minuten brauche. Ein schnell gezapftes Bier schmecke viel frischer. Durch zu langsames Zapfen gehe Kohlensäure verloren und das Bier werde zu schnell warm. Ein "Sieben-Minuten-Pils" könne daher niemals ein gutes Bier sein. So bekomme man zwar eine schöne Schaumkrone, aber das Getränk habe keine Kohlensäure mehr, so Janitz: "Ich will das Bier ja nicht angucken, sondern trinken."

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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (29986 Beiträge)

    18.11.2011 00:46 Uhr
    Na alla,
    es gibt doch noch vernünftige Themen.

    Na zis, Moslems, unterirdische Bahnen, Amokfahrer, Messerstecher und Räuber, das wurd auch langsam fad.

    BIER! Yeah! grinsen
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  •   Kanalpirogel
    (321 Beiträge)

    18.11.2011 01:08 Uhr
    Yeah²
    Volle (hahaha!!!) Zustimmung!
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