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Karlsruhe Zwei Tote bei Unfall am Weinweg - Auto schleudert in Menschenmenge

An der Haltestelle Weinweg ist ein Auto nach einer Kollision in eine Menschenmenge geschleudert. Zwei Personen sind zwischenzeitlich ihren Verletzungen erlegen, außerdem sind mehrere schwerverletzte und lebensgefährlich verletzte Personen in Krankenhäuser gebracht worden. Seit 15 Uhr sind die Sperrungen im Bahn- und Straßenverkehr wieder aufgehoben.

Nach Polizeiangaben sind auf der Kreuzung Durlacher Allee/Weinweg zwei Autos kollidiert. Eines der beiden Fahrzeuge schleuderte anschließend in eine Menschenmenge an der Haltestelle.

Mindestens fünf Personen sind schwer verletzt, eine Person ist an der Unfallstelle verstorben. Die Polizei bittet, die Unfallstelle weiträumig zu umfahren, der Verkehr wird über die Gerwigstraße umgeleitet. Auch die Autobahnauffahrten sind gesperrt, es haben sich bereits Staus gebildet.

Alle Straßenbahnen durch die Durlacher Allee in Richtung Durlach fahren ab der Tullastraße eine Umleitung: Über die Gleise der Südostbahn geht es zurück zum Hauptbahnhof. Wie die KVV außerdem mitteilt, fährt derzeit keine Tram von und nach Durlach, S-Bahnen fahren ab dem Hauptbahnhof nach Durlach über das Gleis der deutschen Bahn. Wegen des DRK-Einsatzes ist der Abschnitt Tullastraße-Auerstraße voll gesperrt. Es kommt auf den Linien 1, 2, S4, S5 zu Verspätungen und Zugausfällen.

Aktualisierung 14 Uhr

Bei dem Unfall wurden nach jetzigem Stand mindestens sieben Personen verletzt, eine Frau ist zwischenzeitlich an ihren Verletzungen verstorben. Der Rettungsdienst ist mit einem Großaufgebot vor Ort, zudem haben zwei Rettungshubschrauber den Einsatzort mit Verletzten bereits verlassen.

Aktualisierung 15.30 Uhr

Nach den bisherigen Ermittlungen fuhr der Lenker eines an der Ampel im Weinweg wartenden Pkw nach dem Umschalten von Rot auf Grün in den Kreuzungsbereich ein. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit der Fahrerin eines Mercedes, die Zeugenaussagen zufolge offenbar mit überhöhter Geschwindigkeit stadteinwärts unterwegs war und in die Kreuzung offenbar bei Rotlicht eingefahren war. Der Mercedes wurde in der Folge von dem einbiegenden Fahrzeug erfasst und nach links in Richtung der Haltestelle geschleudert. Im Bereich der dortigen Fußgängerfurt erfasste der Wagen mehrere Personen, die zum Teil lebensgefährlich verletzt wurden.

Ein Notarzt, der privat unterwegs war, übernahm sofort die Erstversorgung der Verletzten. Trotz dieser raschen Hilfe verstarb eine Frau noch am Unfallort. Ein weiterer Mann erlag im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Weitere Verletzte kamen mit zwei Rettungshubschraubern und mehreren Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser. Die Polizei versucht derzeit, die genaue Anzahl und die Art der Verletzungen der Unfallbeteiligten festzustellen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand sind neben den beiden Toten sechs weitere zum Teil schwer Verletzte zu beklagen. Mehrere Zeugen des schrecklichen Geschehens mussten von fünf Notfallseelsorgern betreut werden. Die Polizei hat die Sperrungen des Bahn- und Straßenverkehrs um 14.55 Uhr wieder freigegeben.

Aktualisierung 17 Uhr

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft nun mitteilen, hat der tragische Unfall zwei Todesopfer sowie sechs zum Teil schwerst verletzte Personen gefordert. Nach den ersten Feststellungen des Verkehrsunfalldienstes war eine 34 Jahre alte Pkw-Lenkerin kurz vor 13 Uhr mit vermutlich überhöhter Geschwindigkeit auf der Durlacher Allee in Richtung Westen unterwegs.

Zeugenaussagen zufolge fuhr die Frau dabei trotz Rotlichts in den Einmündungsbereich des Weinweges ein, wo es zum Zusammenstoß mit dem von rechts kommenden und bei Grün anfahrenden Pkw eines 23-Jährigen kam. Hierbei wurde der Pkw der Frau derart unglücklich nach links geschleudert, sodass das Fahrzeug mehrere auf der Fußgängerfurt bei der Straßenbahn-Haltestelle gehende Fußgänger erfasste. Erst nachdem der Pkw auf die Schienen geschleudert war und dort noch weitere 60 Meter zurückgelegt hatte, kam er schließlich im Gleisbett zum Stillstand.

Obgleich zufällig ein Notarzt in der Nähe war, der bei einer erfassten Fußgängerin umgehend Reanimationsmaßnahmen einleitete, verstarb die 57-jährige Frau noch an der Unfallstelle. Auch einem von dem Pkw erfassten 72 Jahre alten Mann konnten die Ärzte nicht mehr helfen; er verstarb wenige Minuten nach seiner Einlieferung in einem Karlsruher Krankenhaus. Darüber hinaus wurden eine 19 Jahre alte Fußgängerin und zwei 26 und 27 Jahre alte Passanten schwer sowie zwei 23 und 29 Jahre alte Männer leicht verletzt. Der Fahrer des beteiligten Wagens erlitt ebenfalls leichte Verletzungen. Die Unfallverursacherin sowie zwei bei ihr mitfahrende Mädchen im Alter von 2 und 16 Jahren blieben dagegen unverletzt. Die Rettungsdienste hatten ein Großaufgebot im Einsatz: neben zwei Rettungshubschraubern waren zwei Notarztfahrzeuge, acht Rettungswagen und ein Kompaktnotarztfahrzeug im Einsatz.

Die Feuerwehr hatte vorsorglich zwei Löschfahrzeuge und ihre mobile Befehlsstelle im Einsatz, in der sich fünf Notfallseelsorger um die teilweise unter Schock stehenden Zeugen des furchtbaren Geschehens bemühten. Bei der mutmaßlichen Unfallverursacherin wurde der Führerschein sichergestellt; weitere Ermittlungen zum genauen Hergang des tragischen Geschehens dauern derzeit noch an.

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