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Karlsruhe Unfall am Weinweg: Fahrerin hat noch nicht ausgesagt

Nach dem tragischen Unfall am Weinweg mit zwei Toten hat sich die Zahl der Verletzten erhöht. Wie die Polizei Karlsruhe auf Anfrage von ka-news mitteilt, stieg die Zahl um drei Personen auf neun Menschen. Die Unfallverursacherin und ihre zwei Kinder zogen sich leichte Schürfverletzungen zu. Währenddessen dauern die Unfallermittlungen an. Für den Lauf des Tages erwartet die Polizei die Aussage der 34-jährigen Frau.

"Da ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung im Raum steht, dauern die Unfallermittlungen an. Die Beweise und Spuren werden sehr genau aufgenommen", so ein Sprecher der Polizei im Gespräch mit ka-news. Unterdessen hat sich die Zahl der Verletzten erhöht: Wie der Polizei und den Einsatzkräften zunächst nicht bekannt war, sind die Unfallverursacherin und ihre zwei und 16 Jahre alten Kinder leicht verletzt und trugen Schürfwunden davon.

Führerschein eingezogen: Unfallverursacherin droht langes Fahrverbot

"Nun werden die Zeugenaussagen sortiert und das umfangreiche Spurenbild, das sich den Beamten vor Ort bot, ausgewertet", bestätigt der Sprecher weiter. Zusätzlich zu Versicherungsfragen könnten weitere zivilrechtliche Fragen und Prozesse auf die 34-jährige Mercedesfahrerin zukommen.

Klar scheint jedoch zu sein: Die Verursacherin war zu schnell unterwegs und fuhr bei rotem Ampellicht in die Kreuzung Weinweg und Durlacher Allee ein. Dabei kam es zu einem derart unglücklichen Zusammenstoß mit einem anderen Auto, dass der Mercedes 60 Meter ins Gleisbett geschleudert wurde und hierbei in eine Menschenmenge prallte - zwei Menschen verloren dabei ihr Leben. "Der Führerschein der Fahrerin wurde am Unfallort vorläufig eingezogen. Bestätigen sich die Annahmen, droht ein längeres Fahrverbot", sagt der Sprecher auf ka-news-Anfrage.

Bisher wurde die 34-jährige Frau zum Unfallhergang noch nicht befragt, so der Beamte weiter. "Sie hat natürlich die Möglichkeit einen Anwalt einzuschalten oder zum Unfallgeschehen zu schweigen." Im Laufe des Mittwochs könnte es zu der Befragung der Frau kommen. Der Polizeisprecher dankte zudem der Notfallsorge, die am Weinweg im Einsatz war, auch den Einsatzkräften zur Seite stand und die Ersthelfer und Zeugen des Unfalls betreute. Einen ausführlichen Bericht über die Notfallseelsorge und deren gestrigen Einsatz finden Sie heute Mittag auf ka-news.

Aktualisierung 12.45 Uhr

Wie das Städtische Klinikum Karlsruhe mitteilt, befindet sich eine der verletzten Personen inzwischen auf dem Weg der Besserung. Die 19-jährige Frau wurde gestern nach dem Unfall mit mittelschweren Verletzungen in das Klinikum eingeliefert. "Sie befindet sich zwischenzeitlich auf dem Weg der Besserung und es geht ihr den Umständen entsprechend gut", heißt es in einer Pressemeldung. Für einen 72-jährigen Mann kam trotz Wiederbelebungsversuchen in der Notaufnahme jegliche Hilfe zu spät - er verstarb kurz nach der Einlieferung in das Klinikum. Neben der 19-Jährigen befinden sich noch zwei schwer verletzte Männer im Alter von 26 und 27 Jahren in stationärer Behandlung.

Aktualisierung 15 Uhr

Bei den noch andauernden Ermittlungen zum genauen Unfallhergang gehen Polizei und Staatsanwaltschaft aufgrund von Zeugenaussagen und der am Unfallort gesicherten Spuren weiterhin davon aus, dass die 34-jährige Autofahrerin offenbar mit hoher Geschwindigkeit unterwegs war und sie trotz für sie geltenden Rotlichts in den Einmündungsbereich eingefahren ist, wo es zu dem folgenschweren Geschehen kam. Zur Klärung, ob der Pkw der Frau womöglich technische Mängel hatte, wurde durch die Staatsanwaltschaft Karlsruhe ein Gutachten in Auftrag gegeben. Anhaltspunkte für einen wie auch immer gearteten Defekt sind bislang allerdings nicht erkennbar. Auch funktionierte die Ampelanlage offenbar einwandfrei. Die mutmaßliche Unfallverursacherin wurde bislang nicht befragt; sie hat inzwischen einen Rechtsanwalt mit der Wahrung ihrer Interessen beauftragt.
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