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Karlsruhe Nach Unfall am Weinweg: Verbände fordern Temporeduzierung an Haltestellen

Die Verkehrsverbände Pro Bahn, Verkehrsclub Deutschland und das Umweltzentrum Karlsruhe (Buzo) fordern nach dem tödlichen Unfall am Karlsruher Weinweg die Geschwindigkeit der Autos in Haltestellenbereichen herabzusetzen.

In diesem Zusammenhang erinnern die Verkehrsverbände in einer Pressemeldung daran, dass schon lange in Deutschland die Forderung erhoben werde, die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten zu reduzieren. "Viele Unfälle könnten so verhindert werden, möglicherweise auch dieser tragische Unfall am Weinweg", so die Pressemeldung.

Verkehrsverbände zeigen sich betroffen

Die Höchstgeschwindigkeit von Straßenbahnen sei bundesweit einheitlich im Bereich von Haltestellen auf  Tempo 30 reduziert. Da sei es wünschenswert, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung auch für den Autoverkehr weiter herab gesetzt und ihre Einhaltung überwacht werde.

Die Verkehrsverbände Pro Bahn, VCD und Buzo zeigen sich in der Pressemitteilung tief betroffen vom Unfall an der Haltestelle Weinweg. Am Dienstagmittag kam es dort zu dem tragischen Unglück, bei dem zwei Menschen starben.

Nach einem Unfall zwischen zwei Autos, wurde eines der Autos in eine Menschenmenge geschleudert und prallte in eine Menschengruppe. Eine Frau starb noch am Unfallort, ein Mann erlag seinen Verletzungen im Krankenhaus. Neun Menschen wurden teilweise lebensgefährlich verletzt.

Da es in diesem Artikel um eine allgemeine Forderung geht, die durchaus kontrovers diskutiert werden kann, haben wir die Kommentarfunktion bei diesem Artikel aktiviert gelassen. Wir bitten aber darum, bei der Diskussion Rücksicht auf die Gefühle aller am Unfall Beteiligten zu nehmen. 

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Karlsruhe Auto schleudert in Haltestelle: Ein Auto ist am Dienstagmittag nach einem Unfall am Weinweg in Karlsruhe an einer Haltestelle in eine Menschengruppe geschleudert. Bei dem Unfall am Weinweg in Karlsruhe kamen zwei Menschen ums Leben, weitere wurden zum Teil schwer verletzt.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (2 Beiträge)

    27.09.2012 16:46 Uhr
    Platz genug
    Aber natürlich ist da Platz genug für einen Betonklotz oder, genauer gesagt, eine Betonplanke, und zwar genau Bahnsteigbreite. Denn der beginnt ja an dieser Stelle und liegt zwischen Schienen und Straße. Und wenn man das Teil dort installiert, wo derzeit der blaue "Rechts vorbeifahren"-Pfeil steht, ist auch das bahnseitige Ende dieses Abschnitts der Fußgängerfurt geschützt.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (181 Beiträge)

    27.09.2012 09:38 Uhr
    Ist schon Realität
    In Stutensee Spöck an der Haltestelle Richard Hecht Schule, also in der Einfallstrasse von z.B. Friedrichstal kommend ,wird gerne u. oft geblitz.

    Hier ist Tempo 30.

    Leider wird nicht morgens oder bei Schulschluss geblitz sondern Abends etc.

    Trägt da dann mehr zum "Schutz der Staatsschulden bzw. der Kommune" bei , als zum Schutz der Schüler bzw. der wartenden Fahrgäste an der Haltestelle.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (181 Beiträge)

    27.09.2012 09:49 Uhr
    Noch was zum Unfall
    Meine Person benutzt diverse auch von der Größe u. Alter (Mit ESP etc. mein Oldie hat kein ESP,ABS usw.) Fahrzeuge Privat wie auch Geschäftlich.

    Da ist es FÜR MICH eine Selbstverständlich mit diesen Fahrzeugen ein Sicherheitstraining zu machen.

    Es kommt nicht nur Mir sondern allen im Verkehr anwesenden Person vielleicht im Falle eines Falls zugute.

    Aber ein kleines Sicherheitsdetail kann jeder mal machen.

    Die Sitzposition ist beim Bremsvorgang sehr wichtig.

    NUR wer mit dem PO und nicht zu flacher Lehnen position im Fahrersitz sitzt, bekommt die Ganze Bremskraft aufs Pedal.

    An sonnst kann es passieren das erst mal der Po zu Lehne rutscht, und dann bei zu flacher Stellung dieser den Körper nach oben, was zu einem "Bremskraft-Verlust" führt.

    Einfach mal ausprobieren auf einem leeren Parkplatz, diverse Sitzpositionen beim Bremsen und die Halteposition mal Markieren. Es wird erstaunte Gesichter geben, wie nur die Sitz Posi zum Bremsen beiträgt.

    1 Meter können schon drin sein !
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  •   mangaroca
    (37 Beiträge)

    30.09.2012 12:42 Uhr
    Über diese einfachen
    und wesentlich sinnvolleren Maßnahmen will man in Deutschland ja weder reden noch nachdenken.
    Dass neben mangelnder Aufmerksamkeit - im Auto fährt man vorne links Auto und befindet sich weder daheim auf dem Sofa, im Kino oder in der Disco - die falsche Sitzposition, Reifendruck und technischer Zustand des Fahrzeugs wesentliche Faktoren für die Verkehrssicherheit darstellen, scheint keine Bürger und Verbände zu interessieren. Wir bekommen unseren Führerschein ohne Verkehrssicherheitstraining, haben unsere Fahrersitze in Schlafposition eingestellt, benutzen die Seiten- und Innenspiegel zum Schminken und sobald es zu einem Unfall kommt, kann für uns die Ursache nur darin liegen, dass nur alle 5m ein Verkehrsschild uns Regelungen aufzeigt. Also kommt der altdeutsche Lösungsansatz wieder ans Licht, nachdem wir alle Probleme mit noch mehr Regeln zu lösen versuchen, ohne einmal sinnvoll über die Dinge nachgedacht zu haben.
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  •   arbeitstier
    (1635 Beiträge)

    27.09.2012 08:41 Uhr
    Ich wünsche...
    ...den Verletzten,das sie schnell wieder gesund werden.Den Angehörigen der Verstorbenen möchte ich mein herzliches Beileid aussprechen.Alles andere tut hier echt nicht zur Sache.Ich finde,das dieses Gelaber hier teilweise absolut piätätlos.Aber von einigen Damen und Herren hier im Forum kann man einfach nix anderes erwarten.Taktgefühl kann man nicht lernen,man hat`s,oder man hat`s nicht...
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    unbekannt
    (5089 Beiträge)

    26.09.2012 23:26 Uhr
    Leute, jetzt mal unter uns.
    iVorweg: Mit diesem Kommentar will ich der Fahrerin absolut nichts unterstellen!
    Die Aufmerksamkeit der KFZ Lenker ist das Hauptproblem.
    Ich fange mal mit mir selbst an: Gehetzt auf dem Weg ins Geschäft, auf den Golfplatz ,oder zu einem Termin. Die notwendige Nahrungsaufnahme wird ins Fahrzeug verlegt, ebenso der Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes; der Radiosender passt mir nicht, oder die Hörbuch CD oder MusikCD muß nebenbei auch noch gewechselt werden. Eine SMS kommt dazwischen ( wobei ich selbst Keine Nachrichten im Auto verschicke, und sonst auch kaum). Ein Blitzer wird trotz Unaufmerksamkeit gesichtet, deshalb muß direkt beim lokalen Radiosender angerufen werden, um diesen zu melden(über Freisprecheinrichtung und Sprachwahl). Mann meint immer dies alles im Griff zu haben. Die Aufmerksamkeit für den Verkehr leidet jedoch immens. Ich zähle mich jedoch zu den Autofahrern welche wirklich jeden zweiten Blick in den Spiegel richten (schon wieder etwas zu tun).
    Wenn ich andere
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (5089 Beiträge)

    26.09.2012 23:40 Uhr
    Fortsetzung
    beobachte (und wieder ist man abgelenkt) wie z.B. Eltern ihren Innenspiegel auf die mitfahrenden Kinder richten , statt auf den Verkehr, das Handy am Ohr , die Zigarette in der selben Hand wie das Telefon, den Fahrersitz bis kurz vor das Lenkrad gezogen, Nasepopeln läuft meist im Multitaskingprogramm nebenbei, da frage ich mich, welchen Prozentsatz an Aufmerksamkeit der moderne, technisch ausgerüstete, nicht ausgeburnte Autofahrer uberhaupt noch aufbringen kann.
    Müssen wir uns wirklich Gedanken über die Geschwindigkeitsbegrenzung machen? Nein. Wir müssen uns am Riemen reißen, ob wir einen haben, oder nicht.
    Ein Gedankenanstoß gepaart mit Selbstkritik.
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  •   mueck
    (12459 Beiträge)

    27.09.2012 10:17 Uhr
    Du willst heute ins Kino!
    "Speed - auf der Suche nach der verlorenen Zeit" wurde gerade in SWR3 empfohlen zu genau diesem Thema ...
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    unbekannt
    (29986 Beiträge)

    26.09.2012 23:57 Uhr
    Angesichts
    dieser Selbsterkenntnis und auch aufgrund eigener Erfahrung wundert es mich dann doch was ich auf dem Fussweg vom FSSV zum Wildpark zum Spiel gegen den HSV erlebt habe.
    Ich laufe über die Kreuzung Adenauerring/Willy-Brandt Allee und höre von irgendwoher ein Bummzbummzbummz. Also nächstes höre ich eine Lautsprecheransage in schönstem badisch:

    Mache se doch oifach ihre Fenschder zu wenn se lauder Musik höre wolle, dann werre au die annere Leit net beläschdigd. O-Ton Motorradsheriff. Mein Grinsen hat man garantiert noch in der Innenstadt gehört.
    Ziemliche coole Bullenreaktion, wie ich finde.

    Ich hab natürlich keine 20kW Anlage (nicht mehr) im Auto, aber so auf Kurzstrecken (Langstrecke immer Radio) können die Magnat doch ordentlich blasen.
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    unbekannt
    (29986 Beiträge)

    27.09.2012 00:05 Uhr
    Selbstverständlich
    kein Bummzbummzbummz, sondern Peter Frampton, Juliette Lewis, The Who und Metallica. Da ich altmodisch bin hab ich natürlich ein Alpine Radio (nein, kein Schriftzug auf der Heckscheibe) und einen CD-Wechsler, wobei sich im CD-Wechsler natürlich private Sicherheitskopien befinden. Der TT hat selbstverständlich eine Bose Anlage. Bose Onkelz sozusagen.

    Was wollt ich sagen? Ah ja...man ist immer abgelenkt, es gehört zum Autofahren das zu meistern. Manchmal gelingt es aber nicht und dann passierts. Die Unfallhäufigkeit hängt auch mit der Geschwindigkeit zusammen, aber nicht nur. Die Folgen sind bei höherer Geschwindigkeit eben schlimmer.
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