Die Schüler-Bewegung Fridays for Future hat sie zu einem der global präsentesten Themen der vergangenen Jahre gemacht: die Klimapolitik. Weniger Autos in den Innenstädten, der Ausbau erneuerbarer Energien oder die Reduktion des CO2-Ausstoßes - Maßnahmen für den Kampf gegen den Klimawandel gibt es viele - und über allem schwebt die im Pariser Klimaschutz-Abkommen festgehaltene Maßgabe, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen.

Doch welchen Klimaschutz-Schwerpunkt würden die Karlsruher Kandidaten künftig im Landtag setzen wollen, um Baden-Württemberg auf diesem Weg voranzubringen? Die Antworten gibt es mit Klick auf die Kandidatennamen.

  • Alexander Salomon - Die Grünen
    Alexander Salomon, Schloss
    Bild: Verena Müller-Witt
    Gegen die Klimakrise und das Artensterben hilft nur entschlossenes Handeln, deshalb trete ich für ein Sofortprogramm für Klimaschutz und Energiewende ein. Wir Grüne unterstützen die Klimapolitik Europas und werden direkt nach der Regierungsbildung die Klimaziele Baden-Württembergs im Klimaschutzgesetz und im Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept (IEKK) an die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und Klimaziele der Europäischen Union anpassen. Klar ist: Wir brauchen mehr klimafreundliche Erneuerbare Energien, die CO2-Emissionen müssen runter, wozu ein angemessener CO2-Preis pro Tonne gehört (> 180 Euro) – und wir brauchen die klimafreundliche Verkehrswende. Wir werden den sozial-ökologischen Wandel mutig gestalten und eine echte Kreislaufwirtschaft etablieren, die Ressourcen und Klima schont. Und wir werden die Forschung in Schlüsseltechnologien weiter vorantreiben und die Chancen der Digitalisierung nutzen – aber so, dass Mensch, Umwelt und Wirtschaft gleichermaßen profitieren. Auch beim Wohnen und Bauen heißt die Zukunft: Bezahlbarer Wohnraum und Klimaschutz gehören zusammen.
  • Ute Leidig - Die Grünen
    Ute Leidig, Schloss
    Bild: Verena Müller-Witt
    Ziel muss es sein, die maximale Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, denn nur so können wir unsere natürlichen Lebensbedingungen erhalten, auch für zukünftige Generationen. Daher werde ich mich dafür einsetzen, dass der Schwerpunkt beim Klimaschutz auf Maßnahmen liegt, die in relativ kurzer Zeit spürbare Erfolge bei der CO2-Reduktion bringen. Wir müssen bei der Energiegewinnung auf erneuerbare Energien umsteigen, wie Solar und Windkraft, industrielle Abwärme konsequent nutzen, den Energieverbrauch reduzieren, Energie effizient gebrauchen und eine echte Kreislaufwirtschaft schaffen. Diese Energiewende gilt für alle Bereiche: Im Verkehr, beim Bauen und der Sanierung, in Unternehmen wie im privaten Bereich. Dabei gehen Ökologie und Ökonomie Hand in Hand, wie bei der kommunalen Wärmeplanung, durch die auch in Karlsruhe ein klimaneutrales und zugleich wirtschaftliches Wärmeversorgungssystem entstehen wird.
  • Rahsan Dogan - CDU
    Rahsan Dogan, Schloss
    Bild: Verena Müller-Witt
    Mit konkreten, zielführenden und realisierbaren Maßnahmen will ich mich im Landtag für mehr Nachhaltigkeit, damit auch für den Schutz unserer Umwelt, unsere Natur und zur Verbesserung des Klimas einsetzen. Einen Schwerpunkt sehe ich in der konsequenten Umsetzung der vom Landwirtschaftsministerium ausgearbeiteten Waldstrategie und Streuobstwiesenkonzeption, da ein gesunder Forst und Kulturlandschaften das Klima verbessern. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Ausbau von Photovoltaik und energetischem Bauen, da dadurch viel zum Klimaschutz beitragen werden kann. Zugleich werden damit Wirtschaft und Handwerk vor Ort durch Aufträge gestärkt. Ich will Maßnahmen fördern, die Ökologie und Ökonomie nutzen.
  • Katrin Schütz - CDU
    Katrin Schütz, Schloss
    Bild: Verena Müller-Witt
    Auf Grundlage des Pariser Klimaschutzabkommens haben wir für Baden-Württemberg verbindliche Vorgaben für die Minderung der Treibhausgasemissionen um 42 Prozent bis 2030 und 90 Prozent bis 2050 im Klimaschutzgesetz verankert. Diese Kosten für CO2-Emissionen in Zukunft überall einzupreisen, ist eine wichtige Gestaltungsaufgabe für die Politik. Die CDU setzt dabei auf marktwirtschaftliche Instrumente, die Innovationen anstoßen und einen fairen Wettbewerb ermöglichen. Wir sind für einen technologieoffenen Ansatz mit dem Ziel, möglichst umfangreich die CO2-Emissionen zu verringern. Zudem möchte ich die - auf Initiative der CDU-Landtagsfraktion - eingerichteten Klimaschutzstiftung weiter fördern, bei der von Unternehmen, vom Land, Kommunen, Bürgerinnen und Bürgern und der Jugend bereits durch konkrete Klimaprojekte Emissionen kompensiert werden.
  • Meri Uhlig - SPD
    Meri Uhlig, Schloss
    Bild: Verena Müller-Witt
    Eine kluge Klimastrategie ist ein Mix aus verschiedenen Maßnahmen, die ineinandergreifen und soziale und ökologische Ziele verbinden, denn eine ökologische Lebensführung muss man sich leisten können: Deswegen muss in die ökologische Infrastruktur investiert werden, an der dann alle teilhaben können (zum Beispiel mit einem 365-Euro-Jahresticket im ÖPNV), parallel in die Entwicklung neuer Technologien, (zum Beispiel Wasserstoffantrieb), die Energiewende (mindestens 75 Prozent aus erneuerbaren Energien), Agrarwende (mindestens 40 Prozent ökologischer Landbau) und schließlich gemeinwohlorientiertes Wirtschaften mit dem Land als Vorbild (zum Beispiel Unternehmen mit Landesbeteiligung nutzen. Gemeinwohlbilanz als Instrument für nachhaltiges Wirtschaften).
  • Anton Huber - SPD
    Anton Huber, Schloss
    Bild: Verena Müller-Witt
    Wie schon oben beschrieben, bin ich fest davon überzeugt, dass wir die Klimawende nur gemeinsam schaffen können. Deshalb müssen wir dafür sorgen, dass alle Teile unserer Gesellschaft ihre Chance bekommen, Teil der Veränderung zu werden. Das heißt im Umkehrschluss auch, dass alle vom Wandel profitieren können. Ein konkretes Beispiel stammt aus der Wohnungspolitik: Wenn Mietswohnungen saniert werden, darf die Umlage auf den Mietpreis nicht höher sein, als die eingesparten Energiekosten. Nur so können auch die Mieter von der Klimawende profitieren.
  • Paul Schmidt - AfD
    Paul Schmidt (AfD).
    Paul Schmidt (AfD). | Bild: ka-news.de

    Die Bewältigung der Corona-Krise mit all ihren Auswirkungen ist jetzt das Wichtigste und dafür brauchen wir alle verfügbaren finanziellen Mittel, sodass wir uns die teuren, von Grünen, SPD und Linken immer wieder durchgesetzten, aber wenig effektiven sogenannten Klimaschutzmaßnahmen derzeit nicht leisten können. Stattdessen könnten wir mit einer ganz einfachen Maßnahme etwa den fünffachen CO2-Ausstoß einer Großstadt wie Karlsruhe für die nächsten Jahre einsparen, indem wir einfach die in Deutschland noch laufenden fünf Kernkraftwerks-Blöcke, die zu den sichersten der Welt gehören, am Netz lassen, anstatt sie nach und nach innerhalb der nächsten zwei Jahre abzuschalten.

    Das betrifft uns auch in Baden-Württemberg mit dem Block Zwei in Neckarwestheim, der kontinuierlich rund 1.400 Mega Watt (MW) ins Netz liefert, was fast 20 Prozent des in Baden-Württemberg verbrauchten Stromes entspricht. Im Übrigen frage ich mich, warum die sogenannten etablierten Parteien bei jeder Gelegenheit das Pariser Klimaabkommen loben, das es China, dem weltweit mit Abstand größten CO2-Produzenten, erlaubt, seinen CO2-Ausstoß bis 2030 immer weiter zu steigern, während wir viel Geld ausgeben, um auch noch das letzte Gramm CO2 einzusparen.
  • Rouven Stolz - AfD
    Rouven Stolz (AfD)
    Rouven Stolz (AfD) | Bild: ka-news.de

    Der Klimaschutz darf durch die Corona-Krise nicht weiterhin im Vordergrund stehen. Klima- und Umweltschutz ist wichtig, aber wichtig es mindestens genauso eine starke Wirtschaft. Und hier müssen wir in den nächsten Jahren den Schwerpunkt setzen. Zumal so lange China den CO2-Ausstoß ganz offiziell nach dem Pariser Klimaabkommen bis 2030 um 50 Prozent erhöhen darf, hat es für den weltweiten CO2-Ausstoß keinerlei Relevanz, ob Baden-Württemberg klimaneutral wird.
  • Patrik Warren Mahlke - FDP
    Patrik Warren Mahlke (FDP)
    Patrik Warren Mahlke (FDP) | Bild: ka-news.de

    Die Pariser Ziele müssen eingehalten werden. Technologieoffenheit, Forschung und Innovationen sind der Schlüssel zur Bewältigung dieser Menschheitsaufgabe.
  • Norman Gaebel - FDP
    Norman Gaebel (FDP)
    Norman Gaebel (FDP) | Bild: Melissa Betsch

    Das Ziel ist ganz klar den 1,5 Grad-Kurs einzuschlagen und Baden-Württemberg bis spätestens 2035 klimaneutral zu machen. Wir haben uns immer zu den Klimazielen von Paris bekannt und haben ein schlüssiges Klimakonzept, basierend auf grünem Wasserstoff und der Ausweitung des Emissionshandels auf weitere Sektoren wie Verkehr und Landwirtschaft. Klimaneutrales und ökologisches Bauen fördern und verwendete Baustoffe sollten keine Entsorgungsbelastung werden. Unsere Wälder und unsere Artenvielfalt schützen.
  • Christina Zacharias - Die Linke
    Christina Zacharias (Die Linke)
    Christina Zacharias (Die Linke) | Bild: ka-news.de

    Das Ziel ist ganz klar den 1,5 Grad-Kurs einzuschlagen und Baden-Württemberg bis spätestens 2035 klimaneutral zu machen. Dabei werde ich auf die soziale Verträglichkeit der ökologischen Transformation achten, denn Klimaschutz und Soziales sind keine Gegensätze. Niemand sollte sich zwischen einem guten Job und einem gesunden Planeten entscheiden müssen. In erreichbare Nähe rückt das Ziel mit einer verkehrspolitischen Wende: mehr Bus, mehr Bahn, mehr Rad. Der ÖPNV muss dabei verlässlich und kostenfrei sein.
  • Anna Jahn - Die Linke
    Anna Jahn (Die Linke)
    Anna Jahn (Die Linke) | Bild: ka-news.de

    Um die Klimaschutz-Ziele zu erreichen müssen wir so schnell wie möglich komplett auf erneuerbare Energien umstellen, dazu muss erneut geprüft werden, ob wirklich alle Möglichkeiten der Energiegewinnung durch Wasserkraft bereits ausgeschöpft sind, es braucht mehr Windkraft- und Solaranlagen. Außerdem müssen wir die Verkehrswende vorantreiben. Wir müssen den öffentlichen Nahverkehr ausbauen und kostenfrei gestalten, um den Individualverkehr so weit es geht zu minimieren. Des Weiteren müssen wir die Subventionen für Kohleenergie und für die Autoindustrie sofort beenden und Firmen in die Pflicht nehmen klimaneutral zu produzieren.
  • Daniela Schlittenhardt - Bündnis C
    Daniela Schlittenhardt tritt für Bündnis C bei der Landtagswahl 2021 an.
    Daniela Schlittenhardt tritt für Bündnis C bei der Landtagswahl 2021 an. | Bild: Schlittenhardt
    Richtig Grün. Vor allem bei alternativen Energien zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Außerdem möchte ich eine Zero-Waste Kultur fördern, weniger Plastik, mehr Organisches.
  • Joshua Stock - Die Partei
    Joshua Stock tritt für Die Partei bei der Landtagswahl 2021 an.
    Joshua Stock tritt für Die Partei bei der Landtagswahl 2021 an. | Bild: Stock
    Das Abwenden der Klimakatastrophe muss sich durch alle Schichten des Regierungshandeln ziehen! Wir Baden-Württemberg bzw. Deutschland als eines der reichsten Länder bzw. Staaten haben die moralische Pflicht, unsere Verantwortung als ein politischer Vorreiter und Innovator wahrzunehmen. Wir brauchen eine Mobilitätswende, eine Energiewende und eine neue Evaluierung unserer Lebensstandards. Wenn wir so weiter machen wie bisher, reiten wir mit unseren Pferden aus Zuffenhausen auf eine tiefe Klippe zu. Wir müssen sowohl im Ländle als auch außerhalb zukunftsweisende Infrastruktur unterstützen wie zum Beispiel eine Verbesserung der Schienennetze, um vom motorisierten Individualverkehr wegzukommen. Der Schwerpunkt muss daran liegen, den internationalen Vertrag des Pariser Klimaabkommens nicht nur zu erfüllen, sondern zu übertreffen. Die Naturgesetze bestimmen unser Leben und werden das Klima verändern, lasst uns Gesetze im Einklang mit der Natur machen, nicht welche dagegen ankämpfen!
  • Bernd Föhr - Die Partei
    Bernd Föhr tritt für Die Partei bei der Landtagswahl 2021 an.
    Bernd Föhr tritt für Die Partei bei der Landtagswahl 2021 an. | Bild: Föhr
    Als promovierter Biologe und Naturwissenschaftler ist mir Klimaschutz sehr wichtig. Dies ist das wichtigste Thema unserer Zeit. Alle Menschen, die den menschengemachten Klimawandel leugnen, werden auf viel befahrenen Straßen genutzt, um mit ihren Lungen als Feinstaubfilter zu dienen. Öffentliche Gebäude werden mit Fassadenbegrünung gefördert, sodass mehr Hopfen, Hanf und Weinreben dort wachsen.
  • Rena Thormann - Freie Wähler
    Rena Thormann, Schloss
    Bild: Verena Müller-Witt
    Verkehr: Wir brauchen eine Modernisierung und den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur und des ÖPNV. Verlagerung des Schienenpersonenverkehrs auf 50 Prozent und des Schienengüterverkehrs auf 37 Prozent. Das ist zu erreichen durch ein 365 Euro Ticket mit 1 Euro pro Tag in einem festgelegten Bereich, wobei es für Schüler und Auszubildende unter 18 Jahren eine kostenlose Monatskarte für den Verkehrsverbund ihres Wohnortes beziehungsweise Tätigkeitsortes geben soll.
    2. Wirtschaft:
    Industrie und Gewerbe muss auf alternative Energien umgestellt werden, Unternehmen müssen in zukunftsorientierte Produktionsverfahren investieren, dazu brauchen sie Risikokapital für innovative Ideen und den Abbau von Zugangshürden für Förder- und Forschungsgelder auf allen Ebenen.
    3. Bauen, Wohnen, Sanieren: Ökologische Standortfindung (Infrastruktur, Verkehrserschließung, Landschaftsschutz), Geringer Energieverbrauch während des Betriebes des Gebäudes, optimierte Nutzung der Sonnenenergie (Solararchitektur), effiziente Wärmedämmung, Einsatz effizienter Anlagentechnik, Deckung des Restenergiebedarfs durch erneuerbare Ressourcen wie Solarthermie, Photovoltaik und/oder Biogene Brennstoffe, Klein gehaltene versiegelte (bebaute) Fläche und/oder Bauwerksbegrünung
  • Saskia Knispel de Acosta - Klimaliste Baden-Württemberg
    Saskia Knispel de Acosta tritt für die Klimaliste Baden-Württemberg bei der Landtagswahl 2021 an.
    Saskia Knispel de Acosta tritt für die Klimaliste Baden-Württemberg bei der Landtagswahl 2021 an. | Bild: Knispel de Acosta
    Das Ziel ist ganz klar Den 1,5 Grad Kurs einzuschlagen und Baden-Württemberg bis spätestens 2030 klimaneutral zu machen. Alles andere wäre ein Verstoß gegen die Menschenrechte. Die drei wichtigsten Punkte dabei sind: Energiewende mit Sektorenkopplung. Abschaltung aller fossilen Kraftwerke und den Zulassungsstopp aller Fahrzeuge, welche mit fossilen Brennstoffen betrieben werden (Ausnahme: Rettungsdienst,Feuerwehr, Katastrophenschutz, THW) bei gleichzeitigem massiven Ausbau des ÖPNV..
  • Markus Schmoll - Klimaliste Baden-Württemberg
    Markus Schmoll tritt für die Klimaliste Baden-Württemberg beider Landtagswahl 2021 an.
    Markus Schmoll tritt für die Klimaliste Baden-Württemberg beider Landtagswahl 2021 an. | Bild: Schmoll
    Das Mindeste, was wir anstreben müssen, ist eine Begrenzung der Erhitzung auf unter 1,5 Grad. Eine weitere Erhitzung wird dramatische Folgen haben, angefangen bei einer starken Zunahme von wirtschaftlichen Schäden durch Unwetter, einem unkontrollierten Niedergang des Welthandels durch internationale Konflikte und Kriege und damit einhergehend Wirtschaftskrisen in der exportorientierten Industrie und einem Einbruch der Nahrungsmittelversorgung. Nahrungsmittel- und Wasserknappheit wird die mancherorts schon vorhandene politische Instabilität noch steigern und macht selbst einen Atomkrieg in den nächsten Jahrzehnten denkbar. Der Schwerpunkt der Landespolitik muss deswegen jetzt auf den Ausbau der erneuerbaren Energie gelegt werden und auf die Umstellung der Landwirtschaft.
  • Andreas Schäfer - Partei der Humanisten
    Andreas Schäfer tritt für die Partei der Humanisten bei der Landtagswahl 2021 an.
    Andreas Schäfer tritt für die Partei der Humanisten bei der Landtagswahl 2021 an. | Bild: Schäfer
    Beim Klimaschutz heißt es keine weitere Zeit zu verlieren. Dabei müssen wir auch zusätzliche Mittel in die Hand nehmen. Mir persönlich geht es vor allem um den Ausbau von Photovoltaik und Windenergie sowie einem Risiko-gerechten Einsatz von Geothermie. Gleichzeitig brauchen wir einen offenen Dialog über das zukünftige Potenzial der Kernenergie als sehr CO2-arme Energiequelle, insbesondere im europäischen Kontext.
  • Sven Haiber - Partei der Humanisten
    Sven Haiber tritt für die Partei der Humanisten bei der Landtagswahl 2021 an.
    Sven Haiber tritt für die Partei der Humanisten bei der Landtagswahl 2021 an. | Bild: Haiber
    Mir ist wichtig, dass die Klimaschutz-Ziele schnell und technologieoffen angegangen werden. Eine prinzipielle Verteufelung von Energiegewinnungsmöglichkeiten (zum Beispiel Atomkraft, Geothermie) ist nicht zielführend. Jede Energiequelle ist aufgrund ihrer spezifischen Vor- und Nachteile sowie ihres möglichen Beitrags zur Erreichung der Klimaschutz-Ziele zu bewerten und entsprechend zu fördern. Schwerpunkte sollten hier bei Solar- und Windenergie gesetzt werden.
  • Dirk Uehlein - Ökologisch-Demokratische Partei / Familie und Umwelt
    Dirk Uehlein (ÖDP)
    Dirk Uehlein (ÖDP) | Bild: ka-news.de

    Stärkerer Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs, Bus, Bahn, Fahrrad, der Güterverkehr muss endlich auf die Schiene, sodass Lkw wirklich nur in einem Umkreis von wenigen Kilometern fahren. Die Förderung von Flugverkehr muss runter, um die Klimaziele zu erreichen, Potentiale gibt es sicher auch in den Heizungen in den Häusern. Es gab schon Programme, die müssen dann ausgeweitet werden. Hinzu kommt noch dezentrale Energieversorgung mit Solaranlagen und Windkraft. Mit diesem Mix muss das Ziel von 1,5 Grad erreicht werden.
  • Eike Zimpelmann - Ökologisch-Demokratische Partei / Familie und Umwelt
    Eike Zimpelmann (ÖDP)
    Eike Zimpelmann (ÖDP) | Bild: Melissa Betsch

    Ich will mich für die Einhaltung des 1,5 Grad-Ziels einsetzen. Dazu sollte Baden-Württemberg in meinen Augen bis 2035 Klimaneutralität erreichen. Schwerpunkte liegen dabei auf Verkehrs- und Energiepolitik. Wir brauchen (flächendeckend!) mehr ÖPNV und Fahrrad sowie Car-Sharing zu bezahlbaren Preise (Stichwort: 365-Euro-Ticket!). Die Energieversorgung muss dezentralisiert und auf regenerative Energien in Bürgerhand umgestellt werden (zum Beispiel Solaranlagen auf jedem Dach, Windkraftwerke, von denen die ortsansässige Bevölkerung profitiert).
  • Fabian Gaukel - Volt
    Fabian Gaukel tritt für Volt bei der Landtagswahl 2021 an.
    Fabian Gaukel tritt für Volt bei der Landtagswahl 2021 an.
    Das Ziel ist ganz klar den 1,5 Grad Kurs einzuschlagen und Bade-Württemberg bis spätestens 2035 klimaneutral zu machen. Dafür müssen wir unser komplettes Innovationspotenzial nutzen, um durch den Export von klimaneutralen Technologien unsere Wirtschaft zu stärken.
  • Michael Vogtmann - Volt
    Michael Vogtmann tritt für Volt bei der Landtagswahl 2021 an.
    Michael Vogtmann tritt für Volt bei der Landtagswahl 2021 an. | Bild: Vogtmann
    Der ökologische Umbau der Wirtschaft muss Fahrt aufnehmen, damit wir das Ziel der maximalen 1,5 Grad Celsius Erderwärmung einhalten. 1,5 mag nicht nach viel klingen, aber als Klimatologe weiß ich, was das global betrachtet für eine Energie ist und an Konsequenzen bedeuten kann. Das Atmosphärensystem ist hochkomplex, wenn wir einen Kipppunkt im Klimasystem überschreiten und einen stabilen Gleichgewichtspunkt verlassen, könnten wir ein zweites Kellwasser-Ereignis auslösen.
  • Alexander Buchfink - die Basis
    Alexander Buchfink tritt für die Basis bei der Landtagswahl 2021 an.
    Alexander Buchfink tritt für die Basis bei der Landtagswahl 2021 an. | Bild: Buchfink
    Ich sehe uns auf einem guten Weg. Die Menschen in unserem Land haben schon immer nachhaltig und umweltbewusst gehandelt. Und ich bin mir sicher, dass wir diesen Weg auch in Zukunft weiter gehen werden.

Bis Redaktionsschluss blieben manche Mails an die Kandidaten unbeantwortet. Sollten diese Antworten die Redaktion erreichen, werden diese nachgereicht und der Artikel aktualisiert. 

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